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Gibt es im Fußball bald eine kleine Revolution? Die FIFA denkt laut über eine Änderung der Auswechselmöglichkeiten nach und wird dabei vom DFB unterstützt.

Zürich. Der Weltverband FIFA denkt weiter darüber nach, bei Verlängerungen künftig eine vierte Auswechslung zu erlauben. Oft sei das Wechselkontingent schon nach der regulären Spielzeit ausgeschöpft, sagte FIFA-Medizinchef Michel D'Hooghe der Welt am Sonntag : "Im Fall einer Verletzung während der Verlängerung muss der verletzte Spieler dann auf dem Feld bleiben, damit das Team nicht zu zehnt agieren muss."

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) signalisierte bereits seine Zustimmung. "Ich bin gerade nach den Erfahrungen der WM für eine solche Regelung", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Das Turnier in Brasilien mit den extremen klimatischen Bedingungen hat gezeigt, dass es in der Verlängerung an die Grenzen der Belastung gehen kann."

IFAB muss entscheiden

Die Technical Study Group (TSG) der FIFA hatte schon während der WM entsprechende Überlegungen bestätigt. "Eine vierte Auswechslung wird unter Experten schon länger diskutiert", hatte TSG-Mitglied Gerard Houllier gesagt. Fünf der acht Achtelfinalspiele waren über 120 Minuten gegangen, viele Spieler hatten mit Krämpfen zu kämpfen.

Entschieden wird eine mögliche Änderung von den Regelhütern des International Football Association Board (IFAB). Dieses Gremium, das sich aus vier FIFA-Mitgliedern sowie je einem Vertreter der Verbände Englands, Schottlands, Wales' und Nordirlands zusammensetzt, trifft sich einmal im Jahr.

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