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Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM und dem Rücktritt von Zaccheroni reagiert der japanische Verband. Ein erfahrener Trainer soll die "Blue Samurai" übernehmen.

Tokio. Der Mexikaner Javier Aguirre hat nach Angaben japanischer Medien zugestimmt, nach dem Rücktritt von Alberto Zaccheroni neuer Fußball-Nationaltrainer Japans zu werden. Nippons Verband JFA soll bereits Verhandlungen mit dem 55-Jährigen aufgenommen haben, der sein Heimatland bei den WM-Turnieren 2002 und 2010 ins Achtelfinale geführt hatte.

Ein angebliches Angebot des japanischen Verbandes für einen Vertrag bis 2018 soll mit umgerechnet rund 1,8 Millionen Euro pro Jahr dotiert sein - damit würde Aguirre mehr als doppelt so viel verdienen wie sein Vorgänger. Er wäre damit der bisher bestbezahlte Japan-Coach der Geschichte.

Bisher keine Entscheidung getroffen

Der JFA teilte der französischen Nachrichtenagentur AFP allerdings mit, dass bisher keine formale Entscheidung getroffen worden sei. Trotzdem könnte Aguirre nach Angaben von Nikkan Sports bereits im nächsten Monat in Japan vorgestellt werden.

Zaccheroni hatte am Mittwoch seinen Posten bei den Asiaten nach vierjähriger Amtszeit zur Verfügung gestellt. Der 61-jährige Italiener übernahm damit die Verantwortung für das Vorrunden-Aus seines sieglosen Teams bei der WM-Endrunde in Brasilien.

Aguirre: Kenner des spanischen Fußballs

Aguirre soll aufgrund seiner Spanien-Erfahrungen für Japans Verband interessant geworden sein. JFA-Exekutivdirektor Hiromi Hara gilt als Liebhaber des spanischen Fußballs. Aguirre arbeitete in der Primera Division bei Espanyol Barcelona, CA Osasuna und Atletico Madrid.

Neben Aguirre sollen auch Serbiens früherer Superstar Dragan Stojkovic und Kolumbiens argentinischer Nationaltrainer Jose Pekerman als Nachfolger von Zaccheroni im Gespräch gewesen sein.

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