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Bosnien tritt nach seinem Sieg über den Iran "erhobenen Hauptes" die Heimreise an. Trainer Susic ist zufrieden.

Salvador da Bahia. WM-Debütant Bosnien-Herzegowina verabschiedet sich versöhnlich aus dem Turnier. Gegen den Iran, der vor der Partie noch Chancen auf ein Weiterkommen ins Achtelfinale hatte, kamen die Männer von Trainer Safet Susic zu einem ungefährdeten 3:1-Sieg, der durch eine Einzelaktion von Edin Dzeko eingeleitet wurde.

„Wir wollten den Sieg mehr, wir haben das Spiel dominiert. Jetzt können wir mit erhobenem Haupt nach Hause kommen“, bilanzierte Susic nach Abpfiff. Mit 66 Prozent Ballbesitz dominierten die Männer vom Balkan das Geschehen auf dem Platz und zeigten zumindest im letzten WM-Spiel, warum sie im Vorfeld als Kandidat für das Weiterkommen in Gruppe F gehandelt wurden. Nach zwei Niederlagen stand das Vorrunden-Aus für Susic' Männer aber schon vor dem Anpfiff in Salvador da Bahia fest.

Dabei haderten die Bosnier auch mit unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidungen: Gegen Nigeria wurde Edin Dzeko beim Stand von 0:0 ein legitimer Treffer wegen Abseits aberkannt. Susic zeigte sich aber auch selbstkritisch: „Wir hätten mehr erreichen können, mit ein bisschen mehr Glück, etwas besserem Fußball und weniger Fehlentscheidungen der Schiedsrichter hätten wir weiterkommen können.“

Queiroz: "Beste Mannschaft hat sich nicht qualifiziert"

Der Iran, der vor allem gegen Argentinien überzeugt und etwas unverdient in letzter Minute verloren hatte, war gegen die Bosnier das klar schwächere Team und muss ebenfalls die Heimreise antreten. "Bei allem Respekt vor Argentinien und Nigeria, aber die beste Mannschaft der Gruppe hat sich nicht für die nächste Runde qualifiziert. Bosnien hat seine Stärken gezeigt und verdient gewonnen“, lobte Trainer Carlos Queiroz nach Abpfiff den überlegenen Gegner.

Der Portugiese, der nach der WM als Nationaltrainer aufhört, lobte den Einsatz seiner Spieler, die in Brasilien mit Geschlossenheit, Laufbereitschaft und Einsatzfreude einen guten Eindruck hinterließen: "Wir sind an unsere Grenzen gegangen, physisch und psychisch. Ich bin sehr stolz auf meine Spieler."

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