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Der Südkoreaner muss ab 2015 womöglich seinen Wehrdienst abliefern. Ein erfolgreiches Abschneiden bei der Weltmeisterschaft könnte dies jedoch noch verhindern.

Mainz. Beim 1. FSV Mainz 05 ist der Südkoreaner Jo-Hoo Park aktuell nicht wegzudenken, erst kürzlich gelang ihm auch sein erstes Tor. Ab Sommer 2015 droht ihm aber eine zweijährige Karriere-Pause – dann soll er in der Heimat nämlich zum Wehrdienst antreten.

Mainz-Manager Christian Heidel bestätigte dies gegenüber der Bild: "Ja, wir wussten das bei der Verpflichtung im Sommer. Das war unter anderem ja auch ein Grund für die nicht so hohe Ablöse an Basel." Der Linksverteidiger, im Sommer für rund eine Million Euro geholt, kann sich aber noch aus der Affäre ziehen.

Ein koreanisches Ausnahme-Gesetz ermöglicht es Fußballern nämlich, über ein erfolgreiches Abschneiden bei Olympia, den Asienspielen oder bei der WM vom Wehrdienst befreit zu werden. Jong Seok Yun, Leiter der Kulturabteilung der koreanischen Botschaft in Berlin, erklärt: "Es kommt auf die Stimmung in unserem Volk an. Wenn allgemein die Meinung vorherrscht, die Fußballer sollten so belohnt werden, verfasst der Sportminister eine Petition, über die das Kabinett dann entscheidet."

Mainz hat Vertrags-Option bis 2016

Dank des dritten Platzes bei den Olympischen Spielen in London wurden so etwa bereits Parks Teamkollege Ja-Cheol Koo und die beiden Augsburger Dong-Won Ji und Jeong-Ho Hong vom Wehrdienst befreit.

Eine andere Lösung, die allerdings nur vorübergehend funktionieren würde, ist ein erneutes Aufschieben des Militärdienstes, welcher spätestens mit dem 31. Lebensjahr absolviert werden muss. Mainz wäre in jedem Fall darauf vorbereitet, sollte der 27-jährige Park 2015 nicht zum Wehrdienst antreten müssen. "Wir haben eine Vertrags-Option bis 2016", so Heidel.

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