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Der frühere DFB-Sicherheitsbeauftragte ist jetzt in Katar tätig. Zur ständigen Kritik, die auf den WM-Gastgeber von 2022 einprasselt, hat er eine klare Meinung.

Doha. Der frühere DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn hat mit scharfen Worten auf die internationale Kritik an Katar in der Vorbereitung auf die WM 2022 reagiert. Spahn, derzeit Direktor des Zentrums für Sport-Sicherheit in Katar, stellt der Regierung ein gutes Zeugnis aus.

Im Interview mit der Welt erklärte Spahn die Visa-Probleme ausländischer Gastarbeiter und Sportler mit "historischen Gründen". Es werde aber Änderungen geben: "Ich weiß, dass die Arbeitsbedingungen für ausländische Arbeitnehmer und Menschenrechte ganz oben auf der Agenda stehen. Da passiert sehr viel."

Keine "generelle Ausbeutung"

Zudem sei die Kritik überzogen, die miserablen Bedingungen vieler Arbeiter seien nicht staatlich legitimiert: "Das katarische Arbeitsrecht entspricht nahezu den westeuropäischen Standards." Eine "generelle pauschale Ausbeutung" liege nicht vor, die Regierung müsse Missstände aber schneller ahnden.

"Man muss andere Kulturen respektieren"

Zur gegenteiligen Meinung vieler Experten sagte er:  "Ich kann es manchmal nicht mehr hören. Wenn ich alles, was anders ist als zu Hause, ablehne, dann ist das auch eine Form von Fremdenfeindlichkeit. Katar ist nicht Deutschland oder Frankreich, man muss auch mal andere Länder, Kulturen, Religionen und Lebensformen respektieren."

Katar war in weltweit in die Schusslinie geraten, als britische Medien über unerträgliche Zustände und Todesopfer bei den Gastarbeitern berichtet hatten.

EURE MEINUNG: Was sagt ihr zu den Worten von Helmut Spahn?

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