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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

Matthew Thomas Spiranovic
In der Bundesliga: Von 2006 bis 2010 (unterbrochen von einer Zweitliga-Saison)

Vereine in Deutschland: 1. FC Nürnberg

Einsätze:
16

Tore:
0

Erfolge:
DFB-Pokalsieg 2007, Bundesliga-Aufstieg 2009
Meinung aus Australien

Die Wanderers haben den ehemaligen Nürnberger Spiranovic Anfang Oktober unter Vertrag genommen. Sein Ruf als guter Innenverteidiger eilte ihm voraus und von Beginn an macht er Druck auf einen Stammplatz. - Ian Strachan, Goal Australien

Nach der Weltmeisterschaft 2006, an der Australien das erste Mal seit 1974 wieder teilnahm, herrschte vor allem in Nürnberg ein kleiner Boom an australischen Spielern. Neben Michael Beauchamp und Dean Heffernan stand ab Januar 2007 auch der junger Verteidiger Matthew Spiranovic in Franken unter Vertrag.

Nach seinen guten Leistungen am Australian Institute of Sport wusste er auch schnell beim Club zu überzeugen. Nur wenige Wochen nach seinem Wechsel feierte er sein Debüt in der Bundesliga und kam vermehrt zu Einsätzen. In seiner ersten Pokalsaison, auch wenn sie auch nur ein halbes Jahr dauerte, holte er gleich den Pott ins Frankenland. Danach jedoch musste er immer wieder passen. Lange war er verletzt, dann kam er nicht mehr richtig in Tritt. Fast genau drei Jahre nach seinem Wechsel nach Europa am 7. Januar 2010 ging er leihweise nach Japan.

Nach insgesamt anderthalb Jahren in Japan und einer Saison bei Al-Arabi kehrte er in seine Heimat zurück, wo er seit einigen Monaten bei den Western Sydney Wanderers sein Geld verdient.

Lee Young-pyo
In der Bundesliga: Von 2008 bis 2009

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund

Einsätze:
18

Tore:
0

Erfolge:
Keine
Meinung aus den USA

Lee hat gerade sein letztes Spiel absolviert. Auch mit 36 Jahren war er stets ein verlässlicher Akteur auf dem Platz und hat die zweithöchste Einsatzzeit bei den Whitecaps. In den kommenden Jahren will er vor Ort bleiben, sich weiterbilden und das Fußballgeschäft aus der Managerperspektive kennenlernen. Auch das Training bei seinem Klub will er fortsetzen, wenn auch in geringerem Maße. - Martin MacMahon, Goal USA

Als Guus Hiddink die Nationalmannschaft Südkoreas betreute war der Niederländer äußerst erfolgreich. Bei der Heim-WM in Südkorea und Japan brachte er sie bis ins Halbfinale. Nach dem erfolgreichen Turnier ging Hiddink zurück in seine Heimat und nahm ein paar Spieler mit zum PSV Eindhoven. Darunter auch Lee Young-Pyo.

Der Verteidiger feierte zwei Meisterschaften und einen Pokalsieg unter Hiddink. Dessen Landsmann Martin Jol, der auf der Insel Tottenham trainierte, hielt den Südkoreaner für einen der besten Linksverteidiger Europas. Daher er zögerte er nicht lange und schnappte sich den Asiaten. Zusammen mit Edgar Davids bildete er in London eine starke linke Seite.

Nach drei Jahren in England klopfte Borussia Dortmund an die Tür, um ihn als Ersatz für den verletzten Stammverteidiger Dede zu holen. Lee willigte ein und ging im August 2008 in die Bundesliga. Seine Zeit hier sollte eigentlich mit einer Vertragsverlängerung des nur einjährigen Kontrakts fortgesetzt werden, doch dazu kam es nicht.

Anschließend ließ er seine Karriere in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausklingen. Doch nach einem halben Jahr Rente packte ihn wieder das Fußballfieber und Lee probierte sich in den USA. Der inzwischen 36-Jährige steht noch wenige Wochen bei den Vancouver Whitecaps unter Vertrag, ehe der Fußballruhestand endgültig winkt.

Conor Casey
In der Bundesliga: Von 2000 bis 2007 (unterbrochen von zwei Zweitliga-Saisons)

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund, Hannover 96, Karlsruher SC, FSV Mainz 05

Einsätze:
44

Tore:
4

Erfolge:
Keine
Meinung aus den USA

Casey ist einer der beliebtesten Spieler in Philadelphia. In dieser Arbeiterstadt wird sein Einsatz doppelt so hoch bewertet. Für seinen Willen und seine Kraft wird er verehrt, führt aber auch die teaminterne Liste der Gelben Karten und Foulspiele an. In der gerade abgelaufenen Regular Season traf er in 30 Partien zehn Mal. - Keith Hickey, Goal USA


Conor Casey kam einst nach den Olympischen Spielen 2000 in Sydney nach Deutschland. In Australien beeindruckte er die Scouts von Borussia Dortmund, die den US-Amerikaner schließlich für die zweite Mannschaft der Schwarz-Gelben an Land zogen.

Ein Jahr kickte für die "kleinen Dortmunder", ehe er den Sprung in die Zweite Bundesliga wagte. Mit Hannover stieg er zwar auf, konnte sich aber nicht vollends durchsetzen, sodass er auch hier nicht lange blieb und schnell zurück in den Unterbau der deutschen Eliteklasse wechselte. Beim Karlsruher SC angelangt spielte er regelmäßig und schoss mit seinem Treffer gegen Alemannia Aachen Mainz 05 erstmalig in die Bundesliga. Bei den 05'ern, zu denen er nach dem Aufstieg wechselte, war er in seiner ersten Saison Stammspieler. Danach nahmen die Spielanteile des Stürmers immer mehr ab, sodass er 2007 zurück in seiner Heimat ging.

In der MLS lief er erst ein paar Monate für Toronto auf, ehe er zu den Colorado Rapids wechselte. Inzwischen steht er unter anderem zusammen mit Oka Nikolov bei Philadelphia Union unter Vertrag.

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