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Der Weltverband setzt im Kampf gegen Diskriminierung womöglich bald auf ganz neue Mittel, denn: In einer Tabelle will niemand unten stehen.

Zürich. Die Taskforce der FIFA, die sich dem Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung widmet, ist mit einer ungewöhnlichen Idee aufgewartet: Ein Rassismus-Barometer, auf dem die FIFA-Mitglieder in einer Rangliste positioniert werden, könnte zu einem effektiveren Kampf gegen Beleidigungen führen.

Der südafrikanische Politiker Tokyo Sexwale, der der Task Force angehört, präsentierte die Idee einem Forum der Vereinten Nationen am Montag. Man wolle "den Stier bei den Hörnern packen".

Durch eine Tabelle setze man auf den natürlichen Ehrgeiz der FIFA-Mitglieder. "Das Barometer wird einer Gesellschaft signalisieren, dass das Verhalten der im Sport involvierten Menschen das Land nach unten zieht. Ich glaube nicht, dass irgendjemand hier gerne ganz unten auf diesem Barometer stehen würde."

"Sport mächtiger als Regierungen"

Einzelheiten sollen auf der "Doha Goals"-Konferenz in Katar im Dezember präsentiert werden. Die Mitglieder sollten sich "einer Liste von Prinzipien verschreiben", so Sexwale: "Sport ist mächtiger als die Regierungen, wenn es darum geht, Grenzen einzureißen."

UEFA-Präsident Michel Platini schlug in eine ähnliche Kerbe: "Mit außergewöhnlicher Popularität folgt auch Verantwortung. Der Fußball ist aufgrund dieser Beliebtheit mit seiner Ehre daran gebunden, Werte voranzutreiben, die die Gesellschaft toleranter machen."

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