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Sunil Chhetri wurde in Indien als BVB-Neuzugang gehandelt

Indien-Kapitän nach Internet-Hype: Wusste, dass Borussia Dortmund mich nicht will

Sunil Chhetri wurde in Indien als BVB-Neuzugang gehandelt

AIFF Media

In einer Glosse wurde Sunil Chhetri in ironischer Weise als möglicher BVB-Neuzugang gehandelt. Zu dem Internet-Hype, der in Indien daraufhin startete, äußert er sich nun selbst.

Neu-Delhi. Indiens Nationalmannschafts-Kapitän Sunil Chhetri hat sich nach dem Hype um seinen angeblichen Wechsel zu Champions-League-Finalist Borussia Dortmund erstmals zu Wort gemeldet. Der 28-Jährige zeigte sich über die Aufregung auf dem Subkontinent überrascht und erklärte, dass er trotz der vielen Nachrichten nie damit gerechnet habe, dass der deutsche Vizemeister ihn verpflichten wolle.

Dortmund würde strategischer vorgehen

"Ich wusste, dass es nur ein Gerücht sein konnte", sagte Chhetri, der wegen einer falsch übersetzten Glosse in Indien als künftiger BVB-Spieler galt, dem größten indischen Fußball-Blog arunfoot.blogspot.com: "Ein Verein wie Borussia Dortmund würde bei einem Transfer strategischer vorgehen und sein Interesse nicht über die Medien anmelden."

Chhetri fühlt sich dennoch geehrt

Der Stürmer, der nach einem missglückten Auslands-Engagement bei Sporting Lissabon II in seine Heimat zurückkehren wird, fühlt sich "aber trotzdem geehrt, dass mein Name in Verbindung mit Dortmund genannt wurde" und hat nun seinerseits Interesse am Geschehen in Dortmund gewonnen: "Vielleicht besuche ich mal ein Heimspiel der Borussia. Das soll ja ein echtes Erlebnis sein."

Aufklärung schlug fehl - Hype verbreitete sich zu schnell

Wie der Hype in Indien entstand, weiß Chhetri selbst nicht so genau: "Zwei indische Journalisten aus Deutschland haben schnell versucht, die Geschichte aufzuklären, doch da hatte sie sich schon im ganzen Netz verbreitet."

Auslöser war eine falsche Übersetzung

Auslöser war eine Glosse der Fachzeitschrift Revier Sport gewesen. Die hatte dem BVB aufgrund der Euphorie um den verpflichteten Armenier Henrikh Mkhitaryan in dessen Heimat ironisch ans Herz gelegt, Chhetri zu verpflichten. Dann könne man schließlich mit einem Schlag 1,2 Milliarden neue Fans gewinnen. In Windeseile war die Nachricht am anderen Ende der Welt angekommen - und wurde dort für bare Münze genommen.

Twitter-Trend, indische Fanseite und zusammengebrochene Homepage

Der Hype in Indien trieb daraufhin teilweise kuriose Blüten. Borussia Dortmund war am Sonntag einer der meistgetwitterten Begriffe, bei Facebook wurde eine indische Fanseite des BVB gegründet, Chhetris Homepage brach zwischenzeitlich zusammen.

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