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Ermittler sind in Singapur im Kampf gegen die Korruption auf einen ungewöhnlichen Fall gestoßen. Ein Schiedsrichter im AFC Cup war mit sexuellen Dienstleistungen bestochen worden.

Singapur. Eine Anti-Korruptions-Behörde in Singapur hat einen ungewöhnlichen Bestechungsskandal im asiatischen AFC Cup aufgedeckt. Vor der Partie zwischen East Bengal aus Indien und den Tampines Rovers aus Singapur soll ein Schiedsrichtergespann mit Sex bestochen worden sein. Der AFC Cup ist der zweitwichtigste Wettbewerb im asiatischen Vereinsfußball, vergleichbar mit der Europa League.

Drei Frauen als Belohnung für Schiedsrichtergespann

„Untersuchungen haben ergeben, dass das korrupte Trio eine Belohnung in Form von sexuellen Dienstleistungen von drei Frauen erhalten hat“, hieß es in einer Mitteilung der Agentur Corrupt Practices Investigation Bureau (CPIB).

Der libanesische Schiedsrichter Ali Sabbagh und seine Assistenten Ali Eid und Abdallah Taleb wurden umgehend ersetzt, das Spiel gewann East Bengal 4:2. Sabbagh hat als FIFA-Schiedsrichter einige Qualifikationsspiele für die WM 2014 in Brasilien geleitet.

Singapur im Fokus von Korruptionsbekämpfern

Das Gespann musste wegen illegaler Vorteilsnahme vor dem Gericht erscheinen. „Singapur hat immer eine Null-Toleranz-Politik im Umgang mit Korruption verfolgt. Jegliche Form von Spielmanipulation ist nicht erlaubt“, ließ das CPIB verlauten. Singapur kämpft seit Jahren mit organisiertem Wettbetrug und Spielmanipulation. Im Februar hatte Europol in einem Bericht beschrieben, wie Hintermänner aus Singapur ein weltweites Netz zu Drahtziehern aufgebaut hätten.

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