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Dundee über Südafrika nach der WM: "Verhältnisse noch schlimmer"

Sean Dundee sieht den WM-Boom in seinem Geburtsland als längst verblasst und trauert um verpasste Gelegenheiten. Der aktuelle Trend gibt allerdings Anlass zur Hoffnung.

Kapstadt. Sean Dundee hat sich enttäuscht über die Entwicklung seines Geburtslandes nach der WM 2010 gezeigt. Der Verband habe die Chance nach dem Turnier komplett verschlafen. Seine persönliche Zukunft sieht er weiterhin in Deutschland.

Über zwei Milliarden Euro kostete die WM Südafrika, neben Investitionen in die Infrastruktur wurden rund 850 Millionen Euro in die Stadien gesteckt. Dennoch habe der Fußball im Land von der damaligen Euphorie nicht profitiert, wie der frühere Bundesliga-Profi im Kicker erklärte: "Die Verhältnisse im Fußball sind noch schlimmer geworden. Das ist traurig."

So sei vor allem im Nachwuchsbereich viel zu wenig gemacht worden. "Es gab so gut wie keine Jugendförderung, im Verband waren Leute am Werk, die keine Ahnung hatten", so der gebürtige Südafrikaner, der eine Fußballschule in Durban gegründet hat, weiter. Auch das Nationalteam habe sich kaum entwickeln können: "Weil man seit Jahren ständig ausländische Trainer haben wollte."

Aktuelle Entwicklungen lassen hoffen

Mittlerweile sei jedoch ein positiver Trend zu erkennen. Im Verband habe endlich Danny Jordaan, der auch die WM organisierte, übernommen, und auch mit dem neuen Trainer zeigte sich Dundee zufrieden: "Mit Gordon Igesund haben wir jetzt einen richtig guten Mann im Amt, einen Einheimischen. Er hat mich damals 1992 auch nach Deutschland gebracht."

Der mittlerweile 41-Jährige, der noch in der Kreisliga für den VSV Büchig stürmt, will in seiner Wahlheimat bleiben: "Ich habe zuletzt lange überlegt, wo meine Zukunft liegen wird. Vor ein paar Tagen habe ich beschlossen, dass ich fix in Deutschland bleiben will. Demnächst fange ich an mit den Trainerscheinen. Außerdem trainiere ich schon zweimal die Woche Jungs zwischen 16 und 20 mit türkischen Wurzeln in Stuttgart und Karlsruhe."

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