Rassismus-Debatte: Auch David Beckham kritisiert Sepp Blatter

Nachdem Sepp Blatter die Rassismus-Problematik verharmlost hatte, hagelt es von allen Seiten Kritik - der Fifa-Boss entschuldigte sich in der Zwischenzeit.

von Philipp Theobald

David Beckham - LA Galaxy vs. NY Red Bulls
Getty Images
Los Angeles. Auf einer Pressekonferenz der Los Angelos Galaxy äußerte sich Mittelfeldspieler David Beckham zum Rassismus-Eklat um Sepp Blatter - auch der Engländer kritisiert den Fifa-Präsidenten heftig. Dies meldet der Sport-Informations-Dienst. Bereits zuvor drückten zahlreiche Sportler und Politiker ihre Empörung gegenüber Blatters Aussagen aus. Englands Premierminister David Cameron sagte: „Es ist entsetzlich zu suggerieren, dass Rassismus in irgendeiner Form als Teil des Spiels akzeptiert werden sollte.”

„Wir wissen, dass es seit Jahren ein Rassismus-Problem gibt“

Auch der englische Starspieler argumentierte in dieselbe Richtung und kritisierte indirekt das mangelnde Mitspracherecht der Spieler, wenn es um Entscheidungen der FIFA geht. „Wir haben keinen Einfluss darauf, wer in die FIFA-Gremien gewählt wird und wer dort im Amt bleibt, aber wir wissen, dass es seit Jahren ein Rassismus-Problem im Fußball und auch im öffentlichen Leben gibt.”

Blatter bedauert „unglückliche Worte“

Der Kritisierte selbst gab zu, unglücklichen Worte gewählt zu haben und bedauert seine missverständliche Aussage: „Ich konnte eine solche Reaktion nicht voraussehen. Wenn man etwas gesagt hat, was nicht vollkommen korrekt war, kann ich mich nur bei all jenen entschuldigen, die durch meine Erklärungen betroffen wurden.” Der Schweizer hatte zuvor in einem Interview mit dem arabischen Sender Al-Dschasira und über Twitter das Rassismus-Problem im Fußball heruntergespielt, als er sagte, dass abfällige Gesten und Äußerungen in der „in der Hitze des Gefechts” passieren und nach dem Spiel wieder „vergessen” seien.

Kein Rücktritt

Gleichzeitig machte Blatter deutlich, dass er einen Rücktritt vom seinem Amt ausschließt: „Ich kann nicht zurücktreten. Warum sollte ich?“ Blatter ist seit 1998 Fifa-Präsident. Erst im vergangenen Juni wurde er in seinem Amt bestätigt.

Eure Meinung: Stolpert Blatter über seine Rassismus-Aussage?

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