Lewandowski betreibt Frustbewältigung mit Dreierpack im Nationalteam

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Bayern-Ass Robert Lewandowski erzielte einen Dreierpack gegen die rumänische Auswahl von Trainer Daum. Die Tore waren Balsam für den Münchner.

Die Frustbewältigung a la Robert Lewandowski war beeindruckend. Der Stürmerstar des deutschen Meisters Bayern München avancierte beim 3:1 (1:0) in der WM-Qualifikation gegen Rumänien mit Trainer Christoph Daum durch einen Dreierpack einmal mehr zum Matchwinner. Die Fans in Warschau bejubelten frenetisch ihren Lewa, der jeweils eiskalt vollstreckte.

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Die Art und Weise, wie Lewandowski am letzten Bundesliga-Spieltag die Torjägerkanone noch an seinen Dortmunder Widersacher Pierre-Emerick Aubameyang verloren hatte, wurmt den 28 Jahre alten Ex-Dortmunder immer noch. "Ich war nicht wirklich zufrieden damit, wie mein Team mir geholfen hat. Ich war verärgert, ich war enttäuscht über die Einstellung des Teams", sagte Lewandowski unlängst im Interview mit der polnischen Boulevardzeitung Super Express

Bekanntlich hatte Lewandowski den Bayern trotz eines doppelten Bänderrisses in der rechten Schulter im Champions-League-Viertelfinalrückpiel bei Real Madrid zur Verfügung gestanden und sich trotz Schmerzen durch die letzten Spiel gequält. Im letzten Saisonspiel gegen Freiburg (4:1) war dem polnischen Goalgetter kein Treffer mehr geglückt. Dagegen gelang Aubameyang gegen Bremen (4:3) ein Doppelpack, womit er mit 31 Torerfolgen noch an Lewandowski (30) vorbeizog.

Im Nationalteam geht "Lewangolski" indes weiter auf Torejagd. Dreimal war der Bayern-Star gegen EM-Starter Rumänien erfolgreich (29., Foulelfmeter, 57. und 62., Foulelfmeter). "Ich bin sehr zufrieden, dass wir die nächsten drei Punkte geholt haben. Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns", sagte Lewandowski bei RTL: "Wir sind immer noch Erster und haben einen weiteren kleinen Schritt zur WM gemacht." 

Lewandowski auf Platz zwei der ewigen Torschützenliste

Es waren seine Länderspieltreffer Nummer 44, 45 und 46, womit er die 1970er-Tor-Ikone Grzegorz Lato vom zweiten Platz der ewigen Torschützenliste des polnischen Verbandes verdrängte. Vor Lewandowski liegt nur noch Wlodzimierz Lubanski (48).

Auch in den Europa-WM-Qualifikationsspielen ist der Münchner top. Zusammen mit Portugals Weltfußballer Cristiano Ronaldo (jeweils elf Treffer) führte er die Torjägerliste an. Kein Wunder, dass Lewandowski nach seinen Toren ein Herz für seine Ehefrau Anna, die auf der Tribüne saß und ihm zujubelte, formte.

Dass Polen am Ende gegen Daums Rumänen nachließen, entschuldigte Lewandowski großzügig: "Es war das letzte Saisonspiel, da waren alle ein bisschen müde." Sein Drang nach Toren ist aber längst nicht gestillt. In den letzten elf Qualifikationsspielen traf Lewandowski je mindestens einmal. Und: In seinen letzten sechs Länderspielen brachte es der Bayern-Torgarant auf elf Treffer.

Rumäniens Coach Daum ist derweil durch die Pleite in Polen unter Druck geraten. Der EM-Teilnehmer von 2016 hat als Tabellenvierter kaum noch Chancen, das WM-Ticket nach Russland zu lösen.

"Warum fragt ihr mich, ob ich zurücktrete? Seit Wochen stellt man mir dieselbe Frage", sagte der 53 Jahre alte ehemalige Stuttgarter Meistertrainer in der Pressekonferenz nach dem Spiel. Erneut sprach er den Mut an, einen zielführenden Neuaufbau im rumänischen Fußball voranzutreiben: "Wir müssen für das Aufwachsen einer neuen Spielergeneration arbeiten, wir müssen in die Jugendarbeit investieren, und wir müssen zusammenhalten, auch in schwierigen Situationen."

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