Kwasi Wriedt: Wer ist der Youngster des FC Bayern München?

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Der 23-Jährige durfte im DFB-Pokal gegen RB Leipzig zum ersten Mal für die Profis des FC Bayern ran. Wer ist Kwasi Wriedt?

Im ersten Spiel seiner vierten Amtszeit als Trainer der FC Bayern München sorgt Jupp Heynckes direkt für eine Überraschung. Für die Partie gegen den SC Freiburg nominierte er Kwasi Wriedt in den Kader des Rekordmeisters - für den 23-Jährigen eine Premiere. Ein Einsatz blieb am 8. Spieltag allerdings noch verwehrt. Sein Debüt in einem Pflichtspiel durfte er im DFB-Pokal gegen RB Leipzig bestreiten. Wer ist der Youngster, den bislang maximal Experten auf dem Zettel hatten?

Kwasi Okyere Wriedt wurde am 10. Juli 1994 in Hamburg geboren und machte seine ersten fußballerischen Schritten beim SC Hamm. Dort verbrachte er insgesamt neun Jahre, ehe er 2008 zum SC Concorida Hamburg wechselte. Nur ein Jahr später wurde der FC St. Pauli auf ihn aufmerksam und lockte ihn in die Juniorenabteilung des Kiez-Klubs. Ab 2013 sammelte er auch Einsätze im Erwachsenen-Bereich bei der zweiten Mannschaft von Pauli.

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Im Sommer 2015 verließ er die Hanseaten allerdings in Richtung des Lüneburger Sportklubs. Auch, weil man am Millerntor offenbar nicht sein ganzes Potenzial erkannte. "Bei St. Pauli hat man mich auf der Außenbahn gesehen. Ich fühle mich aber als eine von zwei Spitzen im Zentrum wohler", erklärte Wriedt einst der Neuen Osnabrücker Zeitung

Was sind die Stärken von Kwasi Wriedt?

Der Sohn ghanaischer Eltern wurde dort als zentraler Stürmer eingesetzt, erzielte 23 Tore in 24 Partien. Allerdings nicht als Profi. Er ging - wie seine Teamkollegen - nebenbei einem weiteren Job nach: "Ich habe auf sozial schwache Kinder aufgepasst", sagt Wriedt, der den Spitzname "Otschi" trägt. Doch nach nur einem Jahr brach er in Lüneburg seine Zelte wieder ab und unterschrieb beim VfL Osnabrück einen Zweijahresvertrag. Beim Drittligisten machte er durch starke Leistungen auf sich aufmerksam, schoss in 39 Einsätzen zwölf Tore und bereitete acht vor. Seine Stärken auf dem Platz sind unübersehbar und auch der Grund, warum ihn der FC Bayern im Sommer 2017 unbedingt wollte: Er ist schnell, sehr schnell und stark im Eins-gegen-Eins. Den Torabschluss sucht er vorwiegend mit dem linken Fuß. 

Steckbrief  | Kwasi Okyere Wriedt   (FC Bayern München)

Kwasi Wriedt Franck Ribery FC Bayern München Offenbach Friendly 30092017

 

Alter: 23 Jahre

Größe: 1,88 Meter

Vertrag bis:  2020

Spiele 2017/18: 10 Regionalliga Bayern // 3 dritte Liga // 1 DFB-Pokal (Stand 26.20.2017)

Position: Angriff

Tore / Vorlagen:  8 / 3

Nationalität: Deutsch-Ghanaer

  Stärken: Schnelligkeit, Dribbling, Eins-Gegen-Eins

  Schwächen: Kopfballspiel

Arbeiten muss er noch in Sachen Kopfballspiel. Zwar hat er mit einer Körpergröße von 1,88 Meter geradezu ein Gardemaß für diese Disziplin, ist allerdings in der Luft noch nicht so gefährlich, wie er es sich selber gerne wünschen würde: "Das ist schon wesentlich besser geworden, aber ich glaube, da geht noch mehr", sagte Wriedt schon während seiner Osnabrücker Zeit.

Wriedt spielt sich beim FC Bayern schnell in den Fokus

Jetzt also der FC Bayern. Im August unterschrieb der ghanaische Jugendnationalspieler an der Säbener Straße einen Vertrag bis 2020. Dort kam er bislang in der zweiten Mannschaft zum Einsatz, erzielte acht Tore in zehn Spielen und machte auf sich aufmerksam. Bei den Profis hat er schon einen Einsatz zu verbuchen, durfte mit Ribery und Co. auf dem Platz stehen - im Testspiel gegen Offenbach Ende September, wo er sogar einen Doppelpack zum 4:1-Sieg beisteuerte.

Fans im Profiteam hat er auf jeden Fall schon: "#naturalborntalent" schreibt Weltmeister Jerome Boateng unter das Video, in dem Wriedt seinen gesangstechnischen Einstand im Profi-Kader feierte. Natürlich mit einem Augenzwinkern.

Am 25. Oktober war es dann soweit: In der zweiten Runde des DFB-Pokal gegen RB Leipzig wurde er in der Verlängerung für Thiago eingewechselt und hatte gleich eine dicke Chance. In der 104. Minute - nur drei Minuten, nachdem wer aufs Feld durfte, setzte er den Ball an die Latte und hätte beinahe für die Vorentscheidung gesorgt.

ONLY GERMANY Kwasi Wriedt 25102015Feierte im DFB-Pokal seine Premiere bei den Profis des FC Bayern: Kwasi Wriedt

"Es ist natürlich schade, dass der Ball nicht reingegangen ist. Wir sind dennoch alle froh, dass wir eine Runde weitergekommen sind", zeigte sich Wriedt nach der Partie in der Mixed Zone froh und verriet, dass sogar Trainer Jupp Heynckes auf ein Tor von ihm gewettet hatte (hier gibt es das ganze Interview mit Kwasi Wriedt).

Der Trainer scheint also auf ihn zu bauen, da scheint es nicht ausgeschlossen, dass in der Zukunft noch mehrere Einsätze von Kwasi Wriedt im Trikot des FC Bayern dazukommen werden.

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