Granit Xhaka: "Familie ist unser größter Luxus"

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Der Schweizer Nationalspieler spricht über sein Einkommen und seine Familie. Er ist bescheiden und für ihn gibt es Wichtigeres als Geld. Bei der EM trifft er auf seinen Bruder.

Granit Xhaka trifft am Samstag (ab 15 Uhr im LIVETICKER) mit der Schweiz auf Albanien und seinen Bruder Taulant Xhaka. Zuvor äußert sich der künftige Spieler von Arsenal über das Thema Geld und die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland spricht Xhaka über seine besondere Beziehung zu seinen Eltern und wie er und sein Bruder ihnen auch heute noch danken für die Opfer, die sie in deren Kindheit gebracht haben. "Weil wir unseren Eltern alles zu verdanken haben, möchten wir ihnen heute etwas zurückgeben – und geben jeden Monat unser Einkommen bei Ihnen ab. Natürlich haben wir ein eigenes Konto, aber 80 Prozent unserer Einkommen geben wir zu Hause ab", so der Noch-Gladbacher.

Geld ist nicht so wichtig

Was seine Beziehung zum Geld im Allgemeinen angeht, sagt er: "Wir sind jung, wir sind naiv. Geld kommt, Geld kann schnell wieder gehen. Wenn jemand denkt, dass er etwas Besseres ist, nur weil er mehr Geld auf dem Konto hat, dann kann er ganz schnell auf die Schnauze fallen. Die Familie ist unser größter Luxus."

Und auch wenn er nun dank seines 45-Millionen-Euro-schweren Wechsels zu Arsenal sicherlich eine gewaltige Gehaltserhöhung erhalten werde, will er dennoch auf dem Teppich bleiben: "Wenn ich kein Fußballer wäre, würde ich heute im Büro arbeiten. Ein zweites Standbein war mir wichtig. Geld ist nur Papier für mich. Wenn man nicht gut damit umgehen kann, landet man mit 35 unter der Brücke." Und auch Statussymbole sind nicht so seins: "Ich bin kein Freund von Autos, ich brauche diese Protzmaschinen nicht."

Über Kosovo und das Bruderduell

Der gebürtige Kosovare ist sich auch bewusst, wie gut es ihm geht im Vergleich zu den Menschen im Kosovo: "Ich bin Jahr für Jahr im Kosovo und sehe Menschen, die nicht jeden Tag etwas zu essen haben. Das berührt mich. Und erst dann merkt man wieder, wie gut man es im Leben hat.“

Angesprochen auf das Duell mit seinem Bruder, schiebt er dann aber doch jeglichen Familiensinn beiseite: "90 Minuten kenne ich meinen Bruder nicht, danach werde ich ihn in den Arm nehmen. So oder so."

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