FC Arsenal: Arsene Wenger muss für Mesut Özil sein Gehaltsgefüge sprengen

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Der Spielgestalter hat nie den Wunsch geäußert, seinen Verein zu verlassen. Arsene Wenger sollte jetzt alles tun, damit er bleibt.


HINTERGRUND
Bald ist Januar. In 19 Tagen, um genau zu sein. Keine drei Wochen also mehr, bis zwei der wichtigsten Spieler des FC Arsenal offiziell mit anderen Vereinen verhandeln und Vorverträge unterzeichnen dürfen. Viele Experten und Ex-Spieler drängen die Gunners dazu, mit Alexis Sanchez und Mesut Özil zu verlängern. In Wahrheit sollte Trainer Arsene Wenger aber nur einen von den beiden halten.

In der Diskussion, wie es so weit kommen konnte, dass die Verträge zweier so großer Stars tatsächlich nach dieser Saison auslaufen, sollte stets berücksichtigt werden, dass Sanchez im vergangenen Sommer aktiv auf einen Wechsel drängte. Er wollte zu Manchester City, am Deadline Day wäre es beinahe so weit gewesen.

Sanchez sollte bei einem guten Angebot verkauft werden

Um Özil, der sich öffentlich bei diesem Thema zurückhält, gibt es derweil viele Spekulationen. Manchester United soll interessiert sein und auch der FC Barcelona beobachtet die Situation angeblich mit großem Interesse. Vor nicht allzu langer Zeit unterbreitete Arsenal ihm ein neues Vertragsangebot.

Möglicherweise stimmen einige Fans der Gunners nicht zu, aber sie könnten es durchaus verschmerzen, eine Hälfte des formidablen Duos Sanchez/Özil zu verlieren. Alexis wird in Kürze 29 Jahre alt und er will unbedingt zu einem Klub, der ihn seinem Ziel vom Triumph in der Champions League näher bringt. Ein Wettbewerb, für den sich Arsenal in dieser Saison nicht qualifiziert hat. Sollte es im Winter ein Angebot in Höhe von 17 Millionen Euro geben, sollte der Klubs es annehmen.

Arsenals drei Angreifer – Sanchez, Özil und Alexandre Lacazette – bringen es bisher in dieser Saison auf 14 Tore und acht Assists. Eine ordentliche Quote, vor allem, wenn man bedenkt, dass Sanchez seit längerer Zeit seiner Top-Form hinterherläuft.

Wenger sagte unlängst: "Er hat im Moment Probleme, so viele Tore wie im letzten Jahr zu erzielen." Er begründete dies mit einem veränderten Positionsspiel des Chilenen, der sich zu oft aus der Spitze löst und damit nicht mehr in den gefährlichen Räumen auftaucht. Ein wesentlicher Kritikpunkt am Spiel Sanchez' sind seine Ballverluste im Angriffsdrittel. Von seiner riskanten Spielweise hat Arsenal oft profitiert, so auch bei der Vorlage für Olivier Girouds Ausgleichstreffer am Wochenende, doch seit Wochen mangelt es Sanchez an der richtigen Dosierung.

Nur Wenger verdient mehr als Özil

Das Duell mit Southampton war interessanterweise das dritte Arsenal-Spiel in Folge, bei dem er der Spieler mit den meisten Ballverlusten auf dem Platz war. Das steht im krassen Gegensatz zur Vorsaison als er Spiele in Serie für seine Mannschaft entschied, 30 Tore und 17 Assists lieferte und fünfmal als Spieler des Monats bei den Nord-Londonern ausgezeichnet wurde.

Özil ist dagegen weiter der gewohnte Fixpunkt im Spiel der Wenger-Elf. Er ist das Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff und nach wie vor einer der besten Spieler überhaupt, wenn es darum geht, Torchancen zu kreieren.

Mesut Ozil Arsene Wenger Arsenal

Der Weltmeister ist der Top-Verdiener unter den Arsenal-Stars. Er kassiert umgerechnet rund 8,8 Millionen Euro pro Jahr. Sanchez und Theo Walcott liegen knapp dahinter. Einzig Arsene Wenger selbst streicht mit neun Millionen Euro pro Saison mehr ein.

2013 sagte Wenger einmal: "Wir zahlen gut. Wir zahlen sogar sehr gut. Ich habe immer dafür gesorgt, dass die Menschen, die hier arbeiten gut verdienen. Und meine Meinung ist: Wenn man das kann, sollte man es auch tun."

Arsenal muss zahlen wie United oder Barca

Gleichzeitig achten der Elsässer und die Klubführung aber darauf, eine bestimmte Grenze im Gehaltsgefüge nicht zu überschreiten. "Wir zahlen, was sinnvoll und was vor jedem Spieler darstellbar ist“, erläuterte Wenger: "Wir machen auch Ausnahmen, aber die sind nicht so hoch. Wenn man weiter Gewinn machen will, sollte man das respektieren."

Nun ist eine Ausnahme nötig, um Özil zu halten. Der Ex-Madrilene hat nie auf einen Wechsel gepocht, sondern stets betont, wie wohl er sich in London fühlt. Ihm winkt nun sein vermutlich letzter ganz großer Vertrag und entsprechend pokert er.

Kein Arsenal-Spieler verdient mehr als zwölf Millionen Euro pro Jahr und man darf sicher sein, dass mögliche Interessenten a la ManUnited und Barcelona einem ablösefreien Özil mehr anbieten werden. Arsenal muss auf seine Forderungen eingehen und einen Spieler halten, der den Unterschied machen kann.

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