Exklusiv: Thiago Motta wünscht sich Lionel Messi bei PSG

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Thiago Motta zählt seit Jahren zu den Stützen bei PSG. Goal sprach mit ihm über Wunschspieler, Monaco - und einen kuriosen Flaschen-Vorfall.

Seit Anfang 2012 spielt Thiago Motta für Paris Saint-Germain, erlebte den Aufstieg der Franzosen zu einem europäischen Top-Klub mit. Goal hat sich exklusiv mit dem 34-jährigen Mittelfeldspieler unterhalten.

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Thema dabei: Welchen Spieler er sich bei PSG wünschen würde, wie seine Zukunft aussieht, wie man mit der Titel-Ablösung durch Monaco umgeht - und warum Carlo Ancelotti einem seiner Stürmer riet, lieber mit Flaschen zu spielen.

Nach vier Jahren Pariser Vorherrschaft hat sich Monaco 2017 den französischen Meistertitel gesichert. Schmerzt Sie das?

Thiago Motta: Natürlich schmerzt das. Monacos Sieg ist unsere Niederlage. Die Meisterschaft war ausgeglichen, aber sie waren konstanter als wir. Man muss ihnen gratulieren, sie waren das stärkste Team und verdienen den Titel.

Nach dem Pokalfinale gegen Marseille müssen Sie über Ihre persönliche Zukunft entscheiden, Ihr Vertrag läuft Ende Juni aus. Wo stehen die Gespräche mit PSG?

Motta: Ich bin jetzt seit fünfeinhalb Jahren hier, mir ging es immer gut und ich bin dem Verein und den Fans sehr dankbar. Es ist noch keine Entscheidung gefallen, aber ich kann Ihnen sagen, dass die Gespräche mit dem Klub und dem Präsidenten gut verlaufen. Das Wichtigste ist, dass wir die richtige Entscheidung im Sinne von PSG treffen.

Haben Sie Angst vor dem Karriereende?

Motta: Ich bIn Fußball-Fan, habe mit vier Jahren angefangen. Nun bin ich fast 35 - und ich bereue nichts in meiner Karriere. Ich bin erwachsen geworden, habe immer weiter dazugelernt. Fußball ist mein Leben, ich werde nach meiner Karriere sicher nicht als Immobilienmakler arbeiten (lacht). Das könnte ich nicht und ich wäre nicht glücklich. Und ich fühle mich immer noch als Spieler.

Ist PSG der wichtigste Klub Ihrer Laufbahn?

Motta: Ja, und darauf bin ich stolz. Ich habe die meisten Spiele meiner Karriere für PSG absolviert, das ist nicht unbedeutend. Ich habe mich nie so wohl gefühlt bei einem Verein, daher will ich weiterhin Teil des Projekts sein. Es gibt noch viel zu tun. PSG hat Ambitionen, genau wie ich.

Gibt es einen Spieler, der Sie in Ihrer bisherigen Zeit bei PSG besonders beeindruckt hat?

Motta: Marco Verratti! Ich habe ihn nicht so gut gekannt, bevor er hierher kam. Heute müssen wir zu schätzen wissen, was für einen Spieler wir in ihm haben. Ich, während ich mit ihm zusammenspiele, Sie, während Sie ihm zuschauen. Eines Tages werden wir wirklich erkennen, was für ein Privileg er ist.

GFX Info Thiago Motta

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Welchen Spieler würden Sie gerne zu PSG holen?

Motta: Das ist einfach: Lionel Messi. Stellt Euch vor, Messi kommt zu Paris Saint-Germain. Welch riesige Euphorie das entfachen würde, nicht nur auf dem Platz. Ich habe mit ihm zusammengespielt, genau wie Maxwell, wir kennen ihn sehr gut. Er ist ein Gewinner, der Unterschied zu andern Spielern ist enorm. Es wäre eine riesige Sache, wenn er kommen würde. Das würde dem Team eine noch größere Dimension verleihen.

Haben Sie eine interessante Anekdote aus Ihren bisherigen fünfeinhalb Jahren bei PSG auf Lager?

Motta: Es sind viele Dinge passiert ... Ich muss erst darüber nachdenken, was davon ich auch erzählen kann (lacht).

Nur zu ...

Motta: Da gab es diese eine Szene zwischen Carlo Ancelotti und Zlatan Ibrahimovic beim Ligaspiel in Evian. Carlo ist eigentlich ein sehr ruhiger Mensch. Aber an diesem Abend haben wir wirklich schlecht gespielt. Nach Spielende kam er in die Kabine und seine linke Augenbraue war schon sehr weit nach oben gezogen. Das ist nie ein gutes Zeichen. Er fing an, italienisch zu sprechen, selbst ich habe nicht alles verstanden. Dann stand vor ihm diese Box, er trat mit voller Wucht dagegen und die Box flog direkt neben Zlatans Kopf vorbei. Wir schauten uns alle an und fragten uns, was jetzt passieren würde ... Aber letztendlich passierte gar nichts, Ibra hatte großen Respekt vor Carlo. Das ist nur eine Anekdote von vielen.

Es gibt also weitere zu erzählen?

Motta: Es gibt eine, die mich immer wieder zum Lachen bringt. Es war bei einem Spiel gegen Troyes, glaube ich. Ancelotti wechselte Kevin Gameiro während der Partie aus, Kevin schoss aus Wut gegen eine Flasche, die direkt neben Carlo landete. Am nächsten Tag kam Carlo zu mir und sagte: 'Hast Du gesehen, was er gemacht hat? Das ist nicht gut und ich habe kein Verständnis.' Wieder einen Tag später hatten wir dann Video-Analyse in Vorbereitung auf das nächste Spiel. Plötzlich sehen wir in dem Video, wie Kevin gegen die Flasche tritt. Carlo drückt auf Pause und sagt vor allen: 'Kevin, wenn Du vor dem Tor gegen den Ball trittst, wie Du es da gegen die Flasche tust, bin ich sicher, dass Du triffst und nicht ausgewechselt wirst.' Und wir alle hatten richtig schön was zu lachen.

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