EM: Recherche deckt Sicherheitslücken auf

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Drei Reportern gelang es beim letzten Test der Equipe Tricolore Gegenstände ins Stadion zu schmuggeln, die in ihrer Größe Sprengsätzen ähneln.

Nur wenige Tage vor dem Start der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) hat ein Team der ARD -Radio-Recherche Sport Sicherheitslücken bei Stadion-Einlasskontrollen aufgedeckt. Drei als Fans getarnten Reportern gelang es beim Länderspiel der Franzosen am 30. Mai in Nantes gegen Kamerun, Ketchup-Flaschen aus Plastik auf die Tribünen zu schmuggeln. Sprengsätze in dieser Größe könnten verheerende Explosionen verursachen.

Als Reaktion auf den Vorfall verwies die UEFA nach ARD -Angaben darauf, dass das Stade de la Beaujoire in Nantes kein EM-Stadion sei und bei derartigen Testspielen der Gastgeberverband die Verantwortung für die Sicherheit trage. UEFA-Organisationschef Martin Kallen bewertete das Ergebnis als "nicht gut", sprach mit Blick auf die Europameisterschaft aber von einem "ganz anderen Niveau als das, was Sie in Nantes angetroffen haben".

Die insgesamt vier Mitglieder des ARD -Teams hatten ihre Eintrittskarten über das Internet bezogen und reguläre Stadionzugänge genutzt. Die Ketchup-Flaschen wurden am Körper und in einem Fall in einer Handtasche versteckt. Ein Redakteur flog beim Versuch auf, mit einer verschlossenen 0,5-Liter-Getränkedose durch die Kontrolle zu kommen.

Frankreich befindet sich nach den Terroranschlägen Mitte November in Paris im Ausnahmezustand. Die Sicherheitsmaßnahmen bei der EURO sollen schärfer sein als jemals zuvor bei vergleichbaren Turnieren.

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