Christian Pulisic exklusiv: "Es gab definitiv harte Zeiten"

TeilenSchließen Kommentare
Christian Pulisic spricht exklusiv über Anpassungsprobleme und die wichtige Rolle seines Vaters. Außerdem: Warum er Thomas Tuchels Abgang bedauert.

Christian Pulisic erinnert sich im exklusiven Gespräch mit Goal an seine teilweise schwierige Anfangszeit bei Borussia Dortmund zurück. 

BVB-Neuzugang Philipp im Portrait

"Ich hatte definitiv gute und schlechte Tage. Am Anfang war es sehr hart, zur Schule zu gehen, danach zu trainieren und gleichzeitig in der U17 um meinen Platz zu kämpfen. Es gab auf jeden Fall harte Zeiten, aber ich habe immer an das große Ziel gedacht und daran, was ich einmal erreichen will. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf war ich in der Lage, mich durchzukämpfen", sagte der Offensivespieler.

Eine große Stütze dabei war sein Vater Will, der Pulisic bei seinem Wechsel von den Pennsylvania Classis in die U17 des deutschen Rekordmeisters im Februar 2015 begleitet hatte. "Meinen Vater hier in Deutschland zu haben, war extrem wichtig. Natürlich kann ich dank der Technik immer mit meiner Familie sprechen, aber ihn hier bei mir zu haben, mit ihm nach einem anstrengenden Tag sprechen und meine Gefühle mit ihm teilen zu können, Ratschläge von jemandem zu bekommen, der mir geholfen hat, dort zu sein, wo ich heute bin, bedeutete mir alles", so Pulisic.

BVB: Kagawa verletzt sich bei Länderspiel

Der schwierigste Teil des Anpassungsprozesses im sportlichen Bereich sei "der physische Aspekt" gewesen: "Die Tatsache, jeden Tag zu trainieren, stark und schnell genug zu sein, um auf diesem Level mitzuhalten." Eine Hilfe dabei sei gewesen, dass sich weitere Youngster im Kader der Borussen tummeln. "Es war großartig, noch andere junge Spieler im Verein zu haben, ebenfalls auf dem Weg, ihre Karriere zu starten. Sich jeden Tag im Training mit den Jungs zu messen und voneinander zu lernen, war sehr hilfreich."

Pulisic: "Tuchel hat meine Entwicklung gefördert"

Letztendlich hat sich der US-Amerikaner erfolgreich akklimatisiert. In der laufenden Saison stand er in 43 Pflichtspielen für den BVB auf dem Rasen und erzielte dabei fünf Tore. 

Mit den Dortmundern und der Nationalmannschaft der USA habe er bereits "gegen einige meiner größten Idole gespielt. Wenn du Lionel Messi auf dem Platz gegenüberstehst, bist du nur ein kleines Licht, das am Anfang seines Weges steht. Aber wenn du raus gehst aufs Feld, musst du für dich selbst spielen. Es ist immer aufregend, solche Fußballer zu treffen", erklärte der 18-Jährige. 

Pulisic debütierte in der Bundesliga bereits vor über einem Jahr im Januar 2016 für die Schwarz-Gelben. Es war Thomas Tuchel, der ihn im zarten Alter von 17 Jahren und vier Monaten erstmals mit den Profis auf den Rasen schickte. "Er hat mir immer vertraut. Er hat mir immer eine Chance gegeben", erinnert sich Pulisic und bedauert den Abgang des Fußballlehrers: "Wie er meine Entwicklung gefördert und meine Karriere in Gang gebracht hat, bedeutete mir alles. Er wird fehlen."

Nächster Artikel:
HSV-Abschied naht: Berater von Kyriakos Papadopoulos suchen Verein in Russland
Nächster Artikel:
Panther und zerbrochenes Glas: Das ist das neue Heimtrikot des SSC Neapel
Nächster Artikel:
DFB-Stars "verpampert": Sachsen-Chef Hermann Winkler verstärkt Kritik
Nächster Artikel:
Kerem Demirbay über Özils Foto mit Erdogan und die WM: "Ich habe das nicht zu beurteilen"
Nächster Artikel:
Fußball heute live im TV und im LIVE-STREAM: Alles zur Übertragung der Top-Spiele
Schließen

Wir verwenden Cookies, um für ein optimales Online-Erlebnis zu sorgen. Indem Du unsere Webseite besuchst, stimmst Du der Verwendung von Cookies im Rahmen der Datenschutzerklärung zu.

Mehr zeigen Akzeptieren