Bayern-Arzt Müller-Wohlfahrt ätzt gegen Pep Guardiola: "Mensch mit schwachem Selbstbewusstsein"

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Bei Bayern ist wieder Ruhe eingekehrt zwischen Ärzteteam und Trainer. Müller-Wohlfahrt blickt zurück auf eine schwierige Zeit mit Pep Guardiola.

Die Zusammenarbeit von Trainer Pep Guardiola und Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt lief beim FC Bayern bekanntlich nicht gut. Der Mediziner meldet sich nun mit harten Worten und erklärt seine damalige Sicht der Dinge.

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"Ich halte Pep Guardiola für einen Menschen mit einem schwachen Selbstbewusstsein, der alles dafür tut, um andere darüber hinwegzutäuschen. Er scheint deshalb in ständiger Angst zu leben, nicht so sehr vor Niederlagen, sondern viel mehr vor dem Verlust von Macht und Autorität", zitiert die Bild aus dem bald erscheinenden Buch von Müller-Wohlfahrt.

Der Mediziner hatte von Anfang an kein gutes Gefühl bei Guardiola: "Er wusste alles besser: Fünf Minuten Aufwärmen im Schnelldurchlauf, das musste reichen. Doch das konnte nicht gut gehen." Bei jedem Gesprächsversuch habe sich der Katalane abgewendet und sei gegangen.

Guardiola lehnte Methoden ab

Letztlich habe Guardiola "die Uhr gewaltig zurück gedreht" und die innovativen Methoden von Müller-Wohlfahrt über den Haufen geworfen: "Es ging sogar so weit, dass er unser medizinisch durchdachtes, jahrelang bewährtes Vorbereitungsprogramm vor dem eigentlichen Fußballtraining auf den Kopf stellte."

Mehrfach wäre es zu Streit gekommen. Guardiola wollte mehr Präsenz von Müller-Wohlfahrt, dieser aber seine Praxis nicht vernachlässigen. "Er sah mich offenbar in der Rolle eines Befehlsempfängers, über den er jederzeit verfügen konnte", analysiert der Mediziner.

"Habe Guardiola angeschrien"

Schließlich sollte es zu einer Aussprache kommen, doch Müller-Wohlfahrt verlor die Beherrschung: "Ich habe Guardiola angeschrien und dann derart mit der Faust auf den Tisch gehauen, dass die Teller und Tassen nur so gescheppert haben. Zum ersten Mal in all den Jahren bin ich laut geworden."

Im Nachhinein erklärt er seinen Ausraster: "Ich konnte nicht begreifen, dass ein Trainer, der so viele Lebensjahre zählte wie ich Berufsjahre bei den Bayern, mir und meiner Erfahrung keinerlei Gehör schenkte." 

Eklat beim FC Porto

Große Aufmerksamkeit bekam er allerdings während der Champions-League-Partie beim FC Porto. Müller-Wohlfahrt sah sich angegriffen: "Ich sei schuld am körperlichen Zustand der Spieler und letztlich an der Niederlage. Es könne nicht sein, dass die Verletzungen bei uns sechs Wochen dauerten und in Spanien nur 14 Tage."

Nach der Rückkehr aus Portugal sprach der Arzt deshalb mit Kollegen und seiner Frau. Die Entscheidung fiel, sich zurückzuziehen. Inzwischen ist der 75-Jährige in leicht veränderter Rolle allerdings wieder zurück beim FC Bayern.

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