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UEFA Champions League

  • 3. Oktober 2012
  • • 18:00
  • • Stadion Petrovskij, Sankt-Peterburg (St. Petersburg)
  • Schiedsrichter: F. Brych
  • • Zuschauer: 21570
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ENDE
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Milan gewinnt mit Glück und durch ein Eigentor bei Zenit

Milan gewinnt mit Glück und durch ein Eigentor bei Zenit

Getty

Beide Teams stehen in der Champions League mit dem Rücken zur Wand und wollten durch einen CL-Sieg für Ruhe sorgen. Gerade der AC Milan wollte sich und den Fans etwas beweisen.

St. Petersburg. Die Vorzeichen vor dem Spiel der Champions League in der Gruppe C waren eigentlich recht klar und deutlich: Nur der Sieg würde zählen, wenn Zenit St. Petersburg und der AC Mailand aufeinandertreffen. Für Spannung war im Stadion Petrovskij von St. Petersburg gesorgt, als Schiedsrichter Brych‎ zum ultimativen Showdown anpfiff. Tragisch für Zenit, dass man nach einem tollen Spiel und einer grandiosen Aufholjagd durch ein Eigentor am Ende mit 2:3 verlor.

Milan mit furiosem Start

Die erste Chance in der Partie ergab sich in der 3. Minute für Milan, als Kevin-Prince Boateng nach einer Flanke in guter Position stand, aber ihm der Ball von den Füßen rutschte - verschossen. Doch schon zwei Minuten später die nächste durch Bojan Krkic, doch der Keeper von Zenit hatte die Augen offen und konnte abwehren. Es wurde klar, dass Milan von Anfang an versuchte, möglichst viel Druck auf Zenit auszuüben - mit Erfolg. In der 13. Minute dann das erste Tor für Milan: Nach einem taktischen Foul von Viktor Faizulin versenkte Urby Emanuelson den Freistoß im Tor. Nur drei Minuten später das 2:0 für Milan durch Stephan El Shaarawy, der nach einem wunderschönen Pass von Kevin-Prince Boateng einfach an der Verteidigung vorbeimarschierte.

Zenit kämpfte sich zurück

Die erste wirkliche Chance für Zenit kam in der 22. Minute, als Kerzhakov unbehelligt im Strafraum abziehen konnte - doch der Ball ging nur ins Außennetz. Bis zum Ende der ersten Halbzeit versuchte Milan, etwas Tempo aus dem Spiel zu nehmen, doch Zenit kam beeindruckend zurück und hatte so einige Chancen, wie die in der 41. Minute, als Hulk an der Mauer vorbeischoss, doch Abbiati den Ball mit einer spektakulären Parade hielt. In der Nachspielzeit dann das 1:2: Ein völlig freier Hulk konnte seelenruhig an der Verteidigung vorbei marschieren und versenkte die Kugel.

Zenit mit großem Druck und dem Hulk

Zenit konnte in der Halbzeitpause frische Kraft tanken und startete mit viel Druck in die zweite Hälfte - und wurde dafür prompt mit dem Ausgleich belohnt. Nach einer Ecke von Hulk unterlief der Keeper den Ball und Roman Shirokov konnte zum 2:2 aufholen. Es war erstaunlich, wie dominant Zenit nun in dieser zweiten Hälfte war. Bei diversen Chancen verfehlten die Russen nur knapp das Tor, auch weil Milan sich offensichtlich nur noch aufs Zumachen konzentrierte. In der 64. Minute ging Torschütze Urby Emanuelson für den eingewechselten Antonio Nocerino. 

Hubocan - der Unglücksrabe des Spiels

In der 72. Minute dann eine Flanke auf Pazzini, der abzog und nur knapp das Tor verfehlte. Es schien so, als würde Milan wieder aus der Schockstarre erwachen - und in der 75. Minute kam ihm dann Zenits Tomas Hubocan unfreiwillig zur Hilfe und versenkte den Ball im eigenen Netz, bei dem Versuch, Pazzini zu stören.  In der 82. Minute dann wieder die Chance für Zenit, als Anyukov einen Mörderschuss aufs Tor machte, aber Abbiati parierte wieder phänomenal. Die letzten Minuten waren geprägt von blindem Aktionismus auf Zenits Seite und Mauern auf Milans Seite. Der Schiri ordnete vier Minuten Nachspielzeit an, doch auch diese brachten kein anderes Ergebnis mehr als das 2:3, und somit die erste CL-Niederlage seit 2008 auf eigenem Boden für Zenit.

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