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Bundesliga

  • 1. Februar 2013
  • • 20:30
  • • Weserstadion, Bremen
  • Schiedsrichter: M. Gräfe
  • • Zuschauer: 41600
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ENDE
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Werder Bremen gegen Hannover - Überwindet Slomkas Team die Auswärtsschwäche?

Zu Hause ist es doch immer noch am schönsten, sagen sich die Hannoveraner und gewinnen in der Ferne einfach nicht. Werder muss trotzdem das Messer zwischen die Zähne nehmen.

Bremen. Zur Vorbereitung auf ein Spiel sucht man gemeinhin nach den augenscheinlichen Baustellen im Team und klopft die aktuelle Formkurve der beiden Mannschaften zuallererst ab. Wenn am Freitag Werder Bremen die Gäste Hannover 96 empfängt, gibt es tatsächlich einige Gemeinsamkeiten zum Auftakt des 20. Spieltags der 1. Bundesliga. Personalnot, Abwehrschwächen und eine Reihe von Negativerlebnissen beschreiben den SVW und H96 aktuell.

In der Tabelle scheint für beide Klubs noch einiges drin zu sein: Hannover 96 fehlen drei Punkte und zwei zu null Tore, um mit Schalke auf Platz sechs gleichzuziehen, bei Werder sind es gemessen an der Talfahrt, die der Verein hinnehmen musste, nur sieben Punkte, um Schalke nach aktuellem Punktestand einzuholen. Die Realität, fern ab von Punktespielereien, sieht bei Werder allerdings anders aus: Von den letzten vier Partien verlor man gegen Frankfurt, spielte unentschieden gegen Nürnberg und verlor weiter gegen Dortmund und zuletzt Hamburg. Ein Punkt aus vier Spielen - das kann es nicht sein für Werder!

Ein Punkt genügt Slomka

Hannover darf sich in der Betrachtung der vergangenen vier Spieltage allerdings kaum überlegener fühlen: Pleiten, Pech und Pannen ergaben sich gegen Düsseldorf, Dortmund und Schalke, am letzten Spieltag konnte mit einem Heimsieg gegen Wolfsburg ein erster positiver Impuls gesetzt werden. Für Mirko Slomka ist das Setting der Partie bei Werder klar: „Unser Ziel für dieses Spiel kann nur sein: Wir wollen einen Punkt“, zitiert ihn stern.de. „Werder hat zuhause nur gegen die Top-drei-Teams verloren. Das sollte uns vorsichtig stimmen. Bremen hat eine tolle Mannschaft, da müssen wir höllisch aufpassen.“

Heimstärke vs Auswärtstölpel?

Von neun Spielen konnte Werder im eigenen Stadion vier gewinnen, gegen die erwähnten Bayern, Dortmunder und Leverkusener verlor Grün-Weiß, gegen Nürnberg trennte man sich unentschieden. Das sind 13 der insgesamt 22 Punkte. Hannover hingegen musste auswärts beinahe durch die Bank Niederlagen hinnehmen. Von neun Partien gingen sieben in die Hose, nur in Stuttgart und Wolfsburg konnte das Team von Mirko Slomka siegen. Damit dürfte klar sein, wer im Weserstadion die Hosen anhat.



Auch die gesamte Bilanz spricht für Werder Bremen: Von 49 Aufeinandertreffen in der 1. Bundesliga gewann Bremen satte 25, nur 11 Spiele konnten die Hannoveraner für sich entscheiden. Das Hinspiel in dieser Saison gewannen die Roten knapp 3:2 nach Blitztoren von Huszti und Andreasen in den ersten zehn Minuten und einem Last-Minute-Siegtreffer erneut durch Huszti. Die Tore zum zwischenzeitlichen Ausgleich erzielten Hunt und de Bruyne.

Nichts in Butter bei Werder

„Man braucht dringend einen Sieg, um den Anschluss an das obere Mittelfeld nicht vorzeitig zu verlieren. Verliert man nach Hamburg nun wieder gegen einen direkten Konkurrenten, noch dazu in einem Heimspiel, hat das auch psychisch überaus negative Konsequenzen“, mahnt hingegen Werder-Fan und Psychologiestudent Joey Meinecke vor dem Spiel gegen Hannover. „Man könnte schnell in einen Negativstrudel geraten, der der ohnehin unsicheren Mannschaft das Genick brechen könnte. Man läuft Gefahr, von einem gut spielenden und mäßig punktenden Team zu einer völlig verunsicherten Zittertruppe zu werden, die dann womöglich einzig und allein aufgrund individueller Qualität dem Abstiegskampf entginge.“
SO GEHT'S WEITER
Werders anstehende Aufgaben
02.02. Hannover 96 (H)
09.02. VfB Stuttgart (A)
16.02. SC Freiburg (H)
23.02. FC Bayern (A)
02.03. FC Augsburg (H)
09.03. Borussia M'Gladbach (A)

Die Werderaner Fangemeinde scheint sich inzwischen in Pro-Schaaf und Contra-Schaaf zu spalten. Man darf gespannt sein, was passieren könnte, wenn erneut die Punkte nicht eingefahren würden. Nach unten lauern Wolfsburg, Nürnberg und Düsseldorf punktgleich bzw. mit einem Punkt Abstand. Slomka hingegen, dessen Vertragsverlängerung in H96-Kreisen noch immer gefeiert wird, wäre mit einem Punkt schon durchaus zufrieden. Das ist den Hannoveranern tatsächlich in dieser Saison auswärts noch nicht gelungen.

Personalsorgen und Abwehrschwäche

Entscheidend wird jedoch sein, wer mit den aktuellen Baustellen am besten umgehen wird. Beide Mannschaften haben bisher 37 Tore gefangen, dabei oft genug schreiende Abwehrfehler gemacht. Schaaf stellte zum Nordderby Lukimya neben Sokratis und musste nur noch drei statt fünf Tore wie zuvor gegen Dortmund einstecken, bei Hannover konnte man sich von fünf gegen Schalke auf eines gegen Wolfsburg verbessern. Eggimann und Schulz sind nicht verfügbar, demnach wird die Hannoveraner Innenverteidigung erneut umgestellt: Djourou und Haggui dürften auflaufen.

Insgesamt fehlen Hannover aktuell zehn Profis, Werder muss vor allem auf die gesperrten Arnautovic und Fritz verzichten. Im Spiel gegen Dortmund hatte man bereits erahnt, wieviel dem SVW abgeht, wenn der österreichische Offensivmann nicht zum Zug kommt. Wird Schaaf wieder experimentieren, nachdem der Versuch mit Petersen auf rechts gescheitert ist? Hannover wird so oder so gewappnet sein.

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Am Ende dürfte die Statistik recht haben. Werder wird sich im heimischen Weserstadion 2:1 knapp durchsetzen und Thomas Schaaf wird sich über den ersten Sieg seit Hoffenheim am 2. Dezember freuen dürfen.
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