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Bundesliga

  • 28. April 2012
  • • 15:30
  • • VOLKSWAGEN ARENA, Wolfsburg
  • Schiedsrichter: F. Brych
  • • Zuschauer: 30000
3
ENDE
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Wolfsburg schlägt Bremen und darf weiter von Europa träumen!

Wolfsburg schlägt Bremen und darf weiter von Europa träumen!

Bongarts

Herber Rückschlag für Werder Bremen und neue Hoffnung für den VfL Wolfsburg! Helmes erledigt die Gäste im Alleingang und lässt die Autostadt von der Europa League träumen!

Wolfsburg. Am 33. Spieltag der Bundesliga kam es am Samstag zum Duell zwischen dem VfL Wolfsburg und Werder Bremen. Dabei setzte sich der VfL am Ende verdient mit 3:1 durch und bewahrte damit alle Chancen auf den siebten Tabellenplatz.

So haben sie gespielt

Die Gäste aus Bremen spielten im typischen 4-4-2 mit Rosenberg und Pizarro im Sturm. Dahinter bildeten Junuzovic, Hunt, Trybull und Fritz die Raute. In der Abwehr begannen Stevanovic, Schmitz, Naldo und Sokratis. Auch Wolfsburg versuchte es offensiv im 4-4-2. Helmes stand gemeinsam mit Mandzukic im Angriff. Auf der Doppel-Sechs sicherten Polak und Josue ab, auf den Flügeln sollten Dejagah und Vieirinha für Gefahr sorgen. Ganz hinten Russ, Madlung, Rodriguez und Schäfer. Kapitän Benaglio im Tor.

Turbulenter Auftakt

Das Spiel begann direkt mit einem Paukenschlag. Wenige Sekunden nach Bremens Anstoß spielte Schmitz einen Fehlpass und Wolfsburg kam direkt zu einer Riesenchance, als Helmes alleine vor Wiese auftauchte und am Keeper scheiterte. Wiese wehrte das Leder zur Seite ab, dort kam Mandzukic an den Ball, konnte ihn jedoch nicht kontrollieren und wurde schließlich gestellt. Die meisten Zuschauer hatten noch nicht einmal Platz genommen und schon hätte es hier klingeln können. Die Wolfsburger waren sehr motiviert und machten auch in der Folgezeit richtig Betrieb.

Doch die Bremer waren nicht auf einem Betriebsausflug und schlugen zurück. In der fünften Minute war es Claudio Pizarro, der von halblinks aufs Tor zog und Benaglio zu einer Parade zwang. Nach der fälligen Bremer Ecke startete Wolfsburg wiederrum einen blitzschnellen Konter und brachte Bremen in Bedrängnis. Trotz der heißen Temperaturen war das Tempo sehr hoch. Auch die Stimmung war gut und so erlebten die Fans ein richtig unterhaltsames Bundesligaspiel. In der 9. Minute dann eine richtige Topchance für Bremen durch Rosenberg, der alleine auf Benaglio zulief und am spitzen Winkel scheiterte.

Bremen übernimmt Kontrolle

Nach den ersten zehn Minuten wendete sich das Spiel etwas. Wolfsburg baute spürbar ab, weil die Bremer sehr energisch pressten und die Zweikämpfe suchten. Die Wölfe verloren schnell die Bälle, Werder ließ die Kugel laufen und das Bremer Offensivspiel war nicht leicht auszurechnen, da sie immer wieder die Positionen wechselten und sehr variabel auftraten. Nach 20 Minuten musste Felix Magath verletzungsbedingt reagieren und Salihamidzic für Dejagah bringen. Das sollte sich als Glücksgriff herausstellen. Das Spiel plätscherte noch etwas vor sich hin, doch in der 36. Minute kam ein Ausrufezeichen der Wölfe durch Schäfer, der bis zur Grundlinie durchging und zu Mandzukic ablegte. Der Kroate wurde jedoch am Abschluss gestört.

Zwei Tore zur Pause

Nur drei Minuten später klingelte es dann doch! Helmes setzte in der 39. Minute Salihamidzic in Szene und der Ex-Bayern-Liebling hämmerte aus 17 Metern gegen die Laufrichtung von Tim Wiese drauf und erzielte das 1:0 für Wolfsburg. Damit war das Spiel auf den Kopf gestellt. Doch die Freude hielt nicht lange an. Mit dem Halbzeitpfiff schlug Werder zurück. Nach einem hohen Ball vors Tor legte Trybull per Kopf ab für Rosenberg, welcher ganz frei am langen Pfosten aus einem Meter einköpfen durfte. Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Halbzeitpause. Dort gab es dann keine personellen Veränderungen.

Wolfsburg wacht auf

Die Hausherren hatten nach der Pause ihre Passivität und Zurückhaltung aus der ersten Halbzeit komplett abgelegt. In der 52. Minute hatte Salihamidzic eine Großchance, als er im Strafraum vor dem Tor, statt zu schießen, quer auf Helmes ablegen wollte und Naldo so ermöglichte, diese Situation zu klären. Doch Bremen hatte auch in den folgenden Minuten den Faden verloren. In der 66. Minute wurden sie dann bestraft. Nach einem Freistoß von Naldo machte Benaglio das Spiel schnell, Vierinha dribbelte schnell nach vorne und schickte Helmes steil, dieser zögerte nicht lange und zog aus 17 Metern ab und traf das rechte untere Eck zum 2:1.

Nach der erneuten Führung für die Niedersachen lief bei Bremen nichts mehr zusammen. Die Gäste waren sichtlich von der Rolle, während Wolfsburg nun immer stärker wurde und sich aufs Kontern verlagerte. Und dadurch kamen sie zu weiteren guten Möglichkeiten, vor allem über Mandzukic und Helmes, die immer wieder an Wiese oder taktischen Fouls scheiterten. Beflügelt durch das Zwischenergebnis von Hannover ließen die Hausherren hinten nichts mehr zu und drängten auf das dritte Tor. Bei Bremen schien die Luft raus zu sein. In der 89. Minute dann die überfällige Entscheidung - durch einen Konter von Helmes, der sein zweites Tor machte. Es blieb bis zum Schluss beim 3:1. Wolfsburg darf auf die Europa League hoffen.

Eure Meinung: Entspricht das Ergebnis auch dem Spielverlauf?

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