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DFB Pokal

  • 19. Dezember 2012
  • • 19:00
  • • VOLKSWAGEN ARENA, Wolfsburg
  • Schiedsrichter: K. Kircher
  • • Zuschauer: 10781
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ENDE
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Pokalheld Dost schießt Wolfsburg ins Viertelfinale

Pokalheld Dost schießt Wolfsburg ins Viertelfinale

Getty Images

75 Minuten war von den Gastgebern kaum bis nichts zu sehen. Dann sorgten ein wütender Joker und ein eiskalter Torjäger für Jubel in Wolfsburg.

Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Niedersachsen gewannen nach eher durchwachsenen 90 Minuten mit 2:1 gegen Bayer Leverkusen und drehten ein Spiel, in dem sie 75 Minuten kaum Akzente setzen konnten, in den Schlussminuten.

Zögerlicher Beginn

Das Spiel begann auf beiden Seiten ziemlich verhalten. Wobei die Gäste etwas aktiver und selbstbewusster wirkten. Bei den Hausherren wirkte das Spiel zu Beginn geradezu schüchtern. Viel wurde auf Ballkontrolle Wert gelegt, ohne aber wirklich Torgefahr erzeugen zu können.

Erster Torschuss durch Naldo

Es dauerte bis zur 17.Minute, ehe so etwas wie eine Torchance zu verzeichnen war. Naldo zog aus gut und gerne 20 Metern ab, doch Gäste-Keeper Leno konnte den Ball, wenn auch mit leichten Problemen, abwehren.

Eigentor bringt Bayer in Führung

Dennoch blieb die Partie eher zäh. Beide Teams stellten sich oft schon im Mittelfeld und neutralisierten sich somit. So musste entweder eine Einzelaktion oder ein grober Fehler zu einer berichtenswerten Aktion führen. Und in der 31. Minute war es dann soweit. Eine flache Hereingabe von Boenisch lenkte Wolfsburgs Fagner ins eigene Netz. Eine unglückliche Aktion des Verteidigers, der den Gästen, weniger aus heiterem, denn mehr aus nebligem Himmel, die Führung brachte.



Geschockte Gastgeber, coole Gäste

Die Gastgeber waren geschockt und brachten nun gar nichts mehr zustande. Ein harmloser Kopfball von Naldo kurz vor der Pause war alles, was Wolfsburg noch brachte. Leverkusen verwaltete das Spiel und wirkte bei den ganz wenigen Konterchancen zwar nicht gerade torgefährlicher aber zielstrebiger als zahnlose „Wölfe“.

Leverkusen mit der Halbzeitführung

So blieb es zur Halbzeit beim 1:0 für Leverkusen und die Hausherren wurden mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet. Von Wiedergutmachung für die 0:2-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Frankfurt war nichts zu merken.

Diego mit erster Aktion in Halbzeit zwei

Personell unverändert gingen beide Teams in den zweiten Durchgang und es dauerte gerade einmal fünf Minuten, ehe Diego zeigte, dass sich die Gastgeber durchaus etwas vorgenommen hatten. Der Brasilianer zog aus etwa 25 Metern ab, doch Leno hielt den Ball sicher.

Wolfsburg zögerlich und umständlich

Die Hausherren machten zwar nun einen leicht engagierteren Eindruck, doch wirklich zwingend wurden sie nicht. Oft wirkten die Angriffsbemühungen der Köstner-Elf umständlich, zögerlich, manchmal geradezu ängstlich. Einzig Diego sorgte ab und an für kleine Überraschungsmomente, doch auch nach über einer Stunde gab es keine nennenswerten Torszenen für die Niedersachsen zu verzeichnen.

70.Minute: Erste Torchance für den VfL

In der 70. Minute dann drosch Schäfer einen Freistoß in Richtung Leverkusener Tor, doch Leno konnte die Fäuste gerade noch hoch reißen. Endlich, so die, die es mit dem VfL halten, die erste Torchance. Doch wer dachte, nun würden die Gastgeber mehr Druck machen, sah sich getäuscht.



Überraschung: Tor für Wolfsburg

So kam der Ausgleich dann doch sehr überraschend. Nach einem Gestocher und einem Pressball kam der Ball zum eingewechselten Träsch. Und der ehemalige Stuttgarter drosch die Kugel aus 16 Metern zum 1:1 ins Tor.
Wolfsburg plötzlich mit Druck. Leno musste nun gegen Diego und Naldo ernsthaft sein Können unter Beweis stellen. Die Gäste mit vereinzelten Kontern, doch der VfL stand nun sicherer in der Defensive.

Siegtor durch Dost

Und als alles sich auf eine Verlängerung vorbereitete, fiel dann doch noch der Siegtreffer für den VfL. Ein langer Ball aus der Wolfsburger Abwehr wurde von Toprak unfreiwillig vor die Füße von Dost geköpft und der Niederländer ließ sich diese Chance in der 90.Minute nicht entgehen und lupfte den Ball an Leno vorbei ins Tor.

Leverkusen nutzte Überlegenheit nicht

Somit konnte Wolfsburg eine Partie gewinnen, die über fast 75 Minuten in der Hand der Gäste war. Ein Gewaltschuss von Träsch und ein eiskalter Dost sorgten für den Viertelfinaleinzug der „Wölfe“. Leverkusen muss sich den Vorwurf gefallen lassen, aus der eigenen Überlegenheit nicht Kapital geschlagen zu haben.


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