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Bundesliga

  • 6. Dezember 2014
  • • 15:30
  • • Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
  • Schiedsrichter: F. Meyer
  • • Zuschauer: 44700
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ENDE
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Matchwinner Choupo-Moting (r.) feiert mit Neustädter einen seiner Treffer

4:0 gegen den Jahrhunderttrainer: Schalke verdirbt Stevens Heim-Comeback

Matchwinner Choupo-Moting (r.) feiert mit Neustädter einen seiner Treffer

Bongarts

Dank eines grandios aufgelegten Choupo-Motings ist die Heim-Rückkehr Stevens nicht geglückt. Mit drei Toren und einer Vorlage sticht der Deutsch-Kameruner heraus.

Stuttgart. Schalke 04 hat seinem Jahrhunderttrainer Huub Stevens das Heim-Comeback beim VfB Stuttgart gründlich verdorben. Die Königsblauen erteilten den Schwaben beim ungefährdeten 4:0 (3:0) in jeder Hinsicht eine Lektion und tankten vor dem entscheidenden Champions-League-Gruppenspiel bei NK Maribor am Mittwoch wichtiges Selbstvertrauen. Mit drei Toren ragte Stürmer Eric Maxime Choupo-Moting (1., 21., 61.) gegen erschreckend schwache Stuttgarter heraus.

Während sich das Team von Roberto Di Matteo in der Fußball-Bundesliga mit dem dritten Sieg in Folge wieder in Reichweite zu Rang drei brachte, ist der VfB nach einer abstiegsreifen Leistung nun Tabellenletzter. Stuttgart und Stevens, der am Dienstag vor einer Woche das Traineramt von Armin Veh übernommen und in Freiburg beim 4:1 ein erfolgreiches Comeback gefeiert hatte, stößt diese empfindliche Schlappe wieder tief in die Krise.

Tipico

Durch einen Schalker Blitzstart wurde Stevens' Elf gleich kalt erwischt. Nach einem Freistoß von Tranquillo Barnetta verlängerte Choupo-Moting den Ball unerreichbar. Das äußerst fahrige Defensivverhalten des VfB nutzte dann in der zehnten Minute Max Meyer entschlossen zum 2:0. Das Zuspiel dazu kam vom nicht zu bremsenden Choupo-Moting, der nach einer Ecke in der 21. Minute mutterseelenallein zum 3:0 einköpfen durfte und nochmals per Kopf in der 61. Minute zum bereits achten Mal in dieser Saison traf.

Davon, dass Schalke im eigenen Stadion einer der Lieblingsgegner der Schwaben ist, war nichts zu sehen. Der VfB, der gegen keinen anderen Klub mehr Bundesligasiege errungen hat, fand keine Mittel, die hoch stehenden Schalker wirkungsvoll auszuhebeln. Bestenfalls mit Einzelaktionen, wie beim Schuss von Sercan Sararer (12.), vermochte die Stevens-Elf ab und an Gefahr zu erzeugen. Spätestens das dritte Gegentor drückte dann auch merklich auf das Selbstbewusstsein. Der VfB-Anhang quittierte die unterirdische Vorstellung schon zur Halbzeit mit wütenden Pfiffen.

Schalke stand vor 44.700 Zuschauern souverän, setzte gegen die orientierungslosen Stuttgarter immer wieder gezielte Angriffe und war vor allem bei Standards mindestens eine Klasse besser. Es brauchte noch nicht einmal das Gespür von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, schon Choupo-Moting war zuviel für die VfB-Deckung um Nationalspieler Antonio Rüdiger. Nach einer halben Stunde versuchte Stevens diese durch die Hereinnahme von Daniel Schwaab wenigstens etwas zu stabilisieren.

Schwaab (40.) verhinderte dann immerhin vor Huntelaar nach einer Hereingabe von Meyer das 0:4. Nach der anschließenden Ecke wehrte zudem VfB-Keeper Sven Ulreich (41.) reflexartig gegen den Niederländer ab. Und wieder nur eine Minute danach - erneut ging eine Ecke voraus - köpfte Huntelaar freistehend über das Tor.

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