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Bundesliga

  • 20. April 2014
  • • 17:30
  • • Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
  • Schiedsrichter: G. Perl
  • • Zuschauer: 60000
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ENDE
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3:1 gegen Schalke: Stuttgart mit wegweisendem Sieg im Abstiegskampf

Die Schwaben sind nach dem Sieg gegen die Knappen der große Gewinner des Wochenendes. Diese hingegen müssen nach hinten auf Bayer Leverkusen schauen.

Stuttgart. Ausgerechnet gegen seine "alte Liebe" Schalke 04 hat Huub Stevens mit dem VfB Stuttgart einen wegweisenden Sieg geschafft. Die Mannschaft des niederländischen Trainers setzte sich nach einer intensiven und leidenschaftlich geführten Begegnung verdient mit 3:1 (1:0) gegen die Königsblauen durch und verschaffte sich durch ihren 700. Sieg in der Bundesliga im Abstiegskampf drei Spieltage vor Saisonschluss ein ordentliches Polster von vier Punkten auf den Relegationsplatz.

Während Schalke zwar Dritter bleibt, es aber versäumte, einen maßgeblichen Schritt zur direkten Qualifikation für die Champions League zu machen, haben die Schwaben die Aussetzer ihrer direkten Konkurrenten ausgenutzt. Nach den Niederlagen von Braunschweig, Hamburg und Nürnberg gelang dem VfB durch einen Doppelpack von Martin Harnik (23./59.) und dem ersten Saisontor von Cacau (54.) der eminent wichtige Dreier. Das 1:3 von Adam Szalai (69.) war letztlich nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Draxler und Farfan fehlten

Die Stuttgarter hielten vor 60.000 Zuschauern gegen die favorisierten Gäste vor allem dank ihres hohen Einsatzes und taktischer Disziplin dagegen. Die spielerischen Vorteile der Elf von Jens Keller, der wie Schalkes Sportvorstand Horst Heldt an seine einstige Wirkungsstätte zurückkehrte, kamen somit nur bedingt zum Tragen. Mit zunehmender Dauer agierte der VfB immer selbstbewusster, nutzte nahezu jede Schwäche des Gegners eiskalt aus und hatte in der Schlussphase auch das nötige Glück.

Die Königsblauen hatten zudem einmal mehr mit personellen Problemen zu kämpfen. Neben dem gesperrten Julian Draxler, Benedikt Höwedes (Muskelbündelriss) und weiteren verletzten Stammspielern musste Keller kurzfristig auch auf Jefferson Farfan verzichten. Der Peruaner fehlte wegen Knieproblemen, die von einer allergischen Reaktion hervorgerufen wurden, die nach einer Behandlung auftrat.

Führung aus dem Nichts

Die Anfangsphase gehörte klar den Schalkern, die den VfB mit schnellem und direktem Spiel in Bedrängnis brachten, während sich der Gastgeber erst einmal so gut wie nie konstruktiv aus der eigenen Defensive löste. Schalke stellte geschickt die Räume zu und verhinderte damit Angriffe der Schwaben oft schon im Ansatz. Dazu war die Keller-Elf zupackend in die Zweikämpfen. Dann jedoch unterlief dem Champions-League-Aspiranten nach einem exzellenten Freistoß von Daniel Didavi einen grober Abstimmungsfehler und Harnik köpfte ungehindert zum 1:0 ein.

Dem VfB gab die Führung spürbar Auftrieb, die Schalker zeigten Wirkung. Die Stuttgarter waren nun physisch ebenbürtig, zudem fehlte den Gästen immer mehr der Zug zum Tor. Bis auf einen Fallrückzieher von Leon Goretzka (33.) und einen Abseitstreffer von Max Meyer kurz zuvor gab es vor der Pause keine echten Chancen.

Schalke erst nach dem Anschlusstreffer präsent

Den Zug zum Tor ließ dagegen bei Stevens' Elf Ibrahima Traoré erkennen, als er vom linken Flügel aus perfekt Cacau bediente (37.). Der Ex-Nationalspieler brachte jedoch das Kunststück fertig, den Ball aus drei Metern über das fast verwaiste Tor zu schießen.

Schalke, das in der Rückrunde bislang nur bei Bayern München (1:5) verloren hatte und vor dem Duell beim VfB sieben Mal ungeschlagen war, verstärkte zu Beginn des zweiten Abschnitts wieder seine Offensivbemühungen. Doch kurz nach einem gefährlichen Schuss von Kevin-Prince Boateng versetzte Cacau den Gästen mit dem 2:0 einen weiteren heftigen Dämpfer. Beflügelt davon legte Gotoku Sakai glänzend Harniks zweiten Treffer auf.

Szalais Tor sorgte dann noch einmal für Zittern beim Gastgeber, der in Harnik und Didavi seine stärksten Spieler hatte. Bei Schalke fielen Boateng und Goretzka positiv auf.

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