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Bundesliga

  • 23. November 2014
  • • 17:30
  • • Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
  • Schiedsrichter: T. Kinhöfer
  • • Zuschauer: 48200
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Feierte ein unglückliches Debüt: Daniel Ginczek (l.)

VfB Stuttgart rutscht immer tiefer in die Krise: 0:1 gegen Augsburg

Feierte ein unglückliches Debüt: Daniel Ginczek (l.)

Matthias Hangst

Die Schwaben bleiben im eigenen Stadion glücklos und verlieren das vierte Heimspiel in dieser Saison. Augsburg darf dagegen jubeln und spricht auf den sechsten Platz.

Stuttgart. Der VfB Stuttgart rutscht immer tiefer in die Krise. Trainer Armin Veh verlor mit seiner Mannschaft auch das schwäbische Derby gegen seinen Heimatverein FC Augsburg mit 0:1 (0:0) und bleibt nach der vierten Heimniederlage Tabellenletzter der Bundesliga. Der FCA, bislang auswärtsschwächstes Team der Liga, rückte dagegen auf einen Europa-League-Platz vor.

Paul Verhaegh sicherte den zweiten Erfolg der Augsburger in der Fremde mit einem verwandelten Elfmeter in der 72. Minute. Vorausgegangen war ein Handspiel von Adam Hlousek.

Die Gäste profitierten in einem zerfahrenen Spiel allerdings auch davon, dass sie ab der 27. Minute in Überzahl spielten. Daniel Schwaab sah von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Ansonsten bot die Partie nur selten gute Unterhaltung. 48.200 Zuschauer sahen viel Kampf und Krampf und die dritte Pleite der Stuttgarter in Folge.



Veh baute gegen den FCA auf vier Positionen um. Zudem musste Torwart Thorsten Kirschbaum wegen einer Gehirnerschütterung passen, weshalb die frühere Nummer eins Sven Ulreich wieder eine Chance erhielt. Im Angriff stand erstmals Zugang Daniel Ginczek nach monatelanger Verletzungspause im Team.

Der Start war allerdings wenig berauschend. Gegen die abwartend agierenden Gäste hatte der VfB zwar mehr vom Spiel, nach vorne fehlte aber die letzte Entschlossenheit.

So dauerte es 14 Minuten, bis es erstmals gefährlich wurde. Ragnar Klavan klärte nach Flanke von Schwaab jedoch gerade noch vor Ginczek. Zudem parierte Marwin Hitz einen Kopfball von Timo Baumgartl (20.). Der 18-Jährige absolvierte erst sein zweites Bundesligaspiel.

Auf der Gegenseite erlebten Ulreich und seine Teenie-Innenverteidigung mit Baumgartl und Antonio Rüdiger (21) zunächst einen ruhigen Abend. Dem FCA fiel offensiv wenig ein. Schon im Aufbau hakte es immer wieder.

Ginczeks Debüt endet früh

Für reichlich Aufregung war in der ersten Hälfte dennoch gesorgt. Der frühe Platzverweis von Schwaab, der zunächst Baba und dann Halil Altintop gefoult hatte, erhitzte die Gemüter.

In der Folge erhöhte Augsburg kurz den Druck und hatte in der 30. Minute durch Raul Bobadilla die Riesenchance zur Führung, die Ulreich mit einem Reflex jedoch vereitelte. Veh reagierte auf die Unterzahl und brachte den defensiven Florian Klein für Ginczek (31.).

Ulreich chancenlos gegen Verhaegh

Der VfB stabilisierte sich dadurch wieder, hatte nach dem Wechsel sogar die erste Möglichkeit. Doch ein Kopfball von Moritz Leitner wurde von Klavan noch abgeblockt. Danach zog sich der VfB weit zurück, überließ den Gästen das Mittelfeld. Die konnten mit den Freiräumen aber erst einmal wenig anfangen.

Chancen gab es dennoch. So lenkte der aufmerksame Ulreich einen Schuss von Markus Feulner (56.) gerade noch um den Pfosten. Zudem rettete der starke Baumgartl kurz vor der Linie bei einem Schuss von Altintop für seinen bereits geschlagenen Keeper (65.), der gegen den Elfer von Verhaegh dann aber chancenlos war. Hlousek hatte eine Flanke von Bobadilla mit der Hand abgelenkt.

Beim VfB verdienten sich Ulreich und Baumgartl die besten Noten. Augsburg hatte in Klavan und Verhaegh seine auffälligsten Akteure.

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