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Bundesliga

  • 29. Januar 2014
  • • 20:00
  • • Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
  • Schiedsrichter: M. Gräfe
  • • Zuschauer: 60449
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FC Bayern vor Südderby: Guardiola genervt vom Thema Mandzukic

Bayern München kann im Südderby beim VfB Stuttgart der Konkurrenz auf 13 Punkte davonziehen. Beim Meister sorgt derzeit aber vor allem das Thema Mario Mandzukic für Aufregung.

Stuttgart. Pep Guardiola war sichtlich genervt. Erst waren es die ständigen Nachfragen zum zuletzt suspendierten Mario Mandzukic, die dem Trainer von Bayern München die Laune verdarben - und dann sollte er sich auch noch zu einer möglichen Meisterfeier äußern. Da reichte es ihm endgültig. "Das fragen Sie mich jetzt? Es ist Januar. Keine Mannschaft der Welt gewinnt im Januar die Meisterschaft. Das ist unmöglich, jetzt verdient unser nächster Gegner Stuttgart Respekt", blaffte der 43 Jahre alte Spanier.



Sportlich läuft beim amtierenden Meister vor dem Bundesliga-Nachholspiel am Mittwoch (20.00 Uhr) beim VfB Stuttgart zwar weiterhin alles nach Plan - bei einem Sieg lägen die Münchner bereits 13 (!) Punkte vor der Konkurrenz. Dennoch ist die Stimmung derzeit angespannt. Insbesondere das Thema Mandzukic sorgt seit dem erfolgreichen Rückrunden-Auftakt in Gladbach (2:0) beim deutschen Rekordmeister für reichlich Unruhe.

Mandzukic hat "okay trainiert"

Doch auch am Dienstag verspürte Guardiola wenig Lust, die Situation zu bereinigen. So ließ er auch vor dem Südderby eine Rückkehr des 27 Jahre alten Angreifers offen, obwohl die Bayern-Bosse am Wochenende nur von einer einmaligen Degradierung ausgegangen waren. "Ich muss noch das Abschlusstraining abwarten, danach entscheide ich. Wir haben einen großen Kader, jede Woche kann das passieren, dass ein, zwei Super-Super-Spieler nicht in den Kader kommen", sagte Guardiola bestimmt. Mandzukic habe in den vergangenen Tagen "okay trainiert".

Als die Sprache dann erneut auf den Angreifer kam, blockte der Bayern-Coach mit finsterer Miene ab: "Das ist jetzt die dritte Frage zu Mandzu. Sie kennen meine Entscheidung, meine Meinung. Manchmal brauche ich diese Spieler, manchmal andere Spieler. Ich muss die Entscheidung treffen." Ende der Durchsage.

"Noch viele schwierige Partien"

Kapitän Philipp Lahm unterstrich bereits, dass die Mannschaft die Entscheidung des Trainers so oder so mittragen wird. "Jeder hat das zu akzeptieren. Wir haben einen Mega-Kader. Wenn alle zurückkommen, wird es mehrere Härtefälle geben", sagte der Nationalspieler.

Dass der seit 42 Liga-Spielen ungeschlagene FC Bayern beim kriselnden VfB eine "riesige Chance hat, den Vorsprung auszubauen" (Lahm) ging bei soviel Mandzukic fast unter. Von einer Vorentscheidung wollte Guardiola trotz aller Münchner Dominanz aber noch nichts wissen, auch wenn er immerhin eine "gute Position" einräumte. "Wir brauchen noch viele Punkte. Wir haben noch viele schwierige Partien vor uns", meinte er und sprach von einem "weiteren guten Test. Wir wollen uns immer verbessern."

Bobic: "Haben nichts zu verlieren"

Beim "Test" in Stuttgart wird Superstar Franck Ribery wieder nicht dabei sein. Der Franzose hatte wegen Problemen am Rücken schon in Gladbach gefehlt und fällt nun mit muskulären Problemen ebenso aus wie Arjen Robben. Der Niederländer muss nach seinem Comback am letzten Freitag aus den gleichen Gründen passen. Die nach wie vor verletzten Javi Martínez, Daniel van Buyten, Holger Badstuber und Bastian Schweinsteiger müssen weiterhin passen. Der 29-jährige Schweinsteiger habe "schmerzfrei" laufen können, sagte Guardiola: "Es wird Schritt für Schritt besser, er macht Fortschritte."

Keine Fortschritte sind indes beim VfB Stuttgart erkennbar. In den letzten sieben Spielen setzte es für das Team von Thomas Schneider fünf Niederlagen. Die Erwartungen gegen den übermächtigen FC Bayern sind entsprechend gering. Dennoch gab sich Sportdirektor Fredi Bobic bei einem Sky-Termin kämpferisch: "Wir haben gar nichts zu verlieren. Ich erwarte, dass wir mutig an die Sache herangehen und uns gut präsentieren."

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Spieler im Fokus

S. Ulreich

Position: Torhüter

Spiele: 5

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Wie so oft in einer Partie mit einem klaren Favoriten wird der Torhüter des Außenseiters, in diesem Fall Sven Ulreich, viel zu tun bekommen. Weil der Stuttgarter zu den überdurchschnittlich Begabten zählt, kann er den VfB womöglich lange im Spiel halten, die Bayern damit zur Verzweiflung treiben. Dafür bräuchte er aber wohl einen echten Sahne-Tag.

F. Ribéry

Position: Mittelfeldspieler

Spiele: 22

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Wenn es bei den Gästen mal nicht läuft, macht Franck Ribery mit einem Dribbling oftmals den Unterschied aus. Wenn es läuft, gelingen dem Franzosen auch mal mehrere Tore oder Vorlagen. So oder so dürfte sich bei den Stuttgartern keiner freuen, dass der Dritte der jüngsten Weltfußballer-Wahl wieder fit ist.

Redaktionstipp

Unter normalen Umständen sind die Gäste den Stuttgartern in jeder Hinsicht klar überlegen. Da dem VfB zudem kein guter Rückrunden-Auftakt gelang, die Bayern in der Liga aber nach wie vor seit einer gefühlten Ewigkeit ungeschlagen sind, spricht auch die Form für den Tabellenführer. Weil dieser defensiv aber nach wie vor anfällig ist, gelingt dem Gastgeber immerhin ein Ehrentreffer.

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VfB Stuttgart

Bayern München

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