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Bundesliga

  • 30. August 2014
  • • 15:30
  • • Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
  • Schiedsrichter: F. Brych
  • • Zuschauer: 55000
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Aufsteiger Köln düpiert pomadige Stuttgarter

Die Rheinländer hatten gegen unerklärlich einfallslose Schwaben alles im Griff und feiert nach dem ersten Saisonsieg einen geglückten Start mit vier Punkten aus zwei Spielen.

Stuttgart. Aufsteiger 1. FC Köln hat gleich am zweiten Spieltag der Bundesliga eine Duftmarke gesetzt. Mit einer selbstbewussten und äußert konzentrierten Leistung gelang den Rheinländern ein 2:0 (2:0) beim enttäuschenden VfB Stuttgart - es war der erste Sieg in der Bundesliga für den FC nach 903 Tagen und einem 1:0 gegen Hertha BSC.

Der starke Yuya Osako (22.) und der unermüdliche Anthony Ujah (33.) waren die Torschützen vor 55.000 Zuschauern, die sich mehrheitlich schon zur Pause mit einem gellenden Pfeifkonzert über den Mangel an Ideen und Leidenschaft bei den Gastgebern echauffierten. Die Schwaben haben seit dem 8. September 1996 zu Hause gegen Köln nicht gewonnen.

Schwaab und Rüdiger patzen

Zwei Auswärtstore in der Bundesliga hatte Köln zuletzt am 3. Dezember 2011 erzielt - in Stuttgart. Beide Treffer waren diesmal begünstigt durch individuelle Patzer beim VfB. Vor dem Tor von Osako lenkte Innenverteidiger Daniel Schwaab eine Flanke so unglücklich ab, dass Torhüter Sven Ulreich den Ball gerade noch parieren konnte - Osako hatte keine Mühe, den Abpraller zu verwandeln.

Es war der erste Treffer für die Kölner in der höchsten deutschen Spielklasse seit dem 5. Mai 2012: Im damals letzten Heimspiel der Saison gegen den FC Bayern (1:4) hatte Milivoje Novakovic das zwischenzeitliche 1:3 erzielt. Drei Monate zuvor, am 5. Februar 2012, war den Geißböcken der bislang letzte Auswärtssieg in der Bundesliga gelungen.

Vor dem 0:2 unterlief dann Antonio Rüdiger ein fürchterlicher Fehler: Bei einem langen Ball von Jonas Hector verschätzte er sich völlig, Ujah nutzte die Situation geistesgegenwärtig zu einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt auch in dieser Höhe verdient, Köln war in seinen Aktionen schnörkelloser und zielstrebiger.

Didavi und Co. ohne Ideen

Viel hätte nicht gefehlt, und die Gäste wären schon in der 9. Minute in Führung gegangen: Vedad Ibisevic köpfte einen Eckball von Daniel Halfar auf das eigene Tor, Gotoku Sakai aber klärte auf der Linie. Ohnehin wirkte die Abwehr um den erneut für die Nationalmannschaft nominierten Rüdiger nicht immer sicher.

Insgesamt spielte der VfB seltsam emotionslos - kein Vergleich zum erfrischenden Auftritt eine Woche zuvor bei Borussia Mönchengladbach (1:1). Und während bei Köln Matthias Lehmann als Aufbauspieler und Osako als Ballverteiler eine stabile Achse bildeten, war Neuzugang Oriel Romeu beim VfB als Spielgestalter auf sich alleine gestellt.

Der Spanier holte sich die Bälle unermüdlich hinten ab, vorne aber waren seine Mitspieler mit der Weiterverarbeitung überfordert. Bezeichnenderweise war ein gefährlicher Freistoß von Daniel Didavi (37.) lange Zeit die beste Chance für die Stuttgarter. Erneut Didavi prüfte FC-Torwart Timo Horn dann noch mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (63.). Aber sonst? Hätte Daniel Halfar mit einem raffinierten Heber das 3:0 erzielen müssen (77.).

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