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Weltmeisterschaft

  • 19. Juni 2014
  • • 21:00
  • • Arena Corinthians, São Paulo, São Paulo
  • Schiedsrichter: Carlos Velasco Carballo
  • • Zuschauer: 62575
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ENDE
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Englands Wayne Rooney

England hofft auf Frau Rooney - Uruguay auf Suarez

Englands Wayne Rooney

Getty Images Sport

Die Teams stehen nach ihren Niederlagen mit dem Rücken zur Wand. Die Südamerikaner hoffen auf die Rückkehr ihres Sturmstars, die Briten auf die Ankunft einer Frau.

Sao Paulo. Endlich, die Rooneys sind da! Als Coleen Rooney mit Sohn Kai (4) auf dem Arm, Tochter Klay (1) im Kinderwagen und 15 Reisetaschen im Gepäck landete, war mit ihr ein Hoffnungsschimmer für England in Brasilien eingetroffen. Die Anwesenheit der Familie soll dafür sorgen, dass der stark kritisierte Stürmerstar Wayne Rooney im "Alles-oder-nichts"-Spiel gegen Uruguay am Donnerstag in Sao Paulo (21 Uhr im Live-Ticker) das drohende Weltmeisterschafts-Aus für das Mutterland des Fußballs verhindert.

"Die Fans beten, dass ihre Ankunft aus dem glücklosen Wayne einen Matchwinner macht", schrieb das Boulevard-Blatt Daily Mirror, auch wenn ein Teil der Fans die 28-Jährige dafür kritisierte, mit zwei kleinen Kindern um die Welt zu reisen.

"Wie dumm sind die Leute", schimpfte Mrs Rooney: "Ich will nicht, dass meine Kinder irgendwann fragen, warum sie nie Dad bei einer WM spielen sehen durften. Außerdem sind wir hier, um unseren Daddy und Ehemann zu unterstützen." Dies ist nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Italien und dem öffentlichen Streit, der um ihren Mann entbrannt ist, auch bitter nötig.

Die WAGs (Wives and Girlfriends), die Partnerinnen der Spieler, haben in England eine besondere Bedeutung. Coleen ist seit dem Karriereende von David Beckham (dessen Frau Victoria als "Spice Girl" Sonderstatus hatte) das prominenteste WAG. So flog sie als einzige einfach nach Brasilien, obwohl Teammanager Roy Hodgson den WAGs den Zugang zum Teamhotel verbietet.

Dass Rooney im Duell der Erstrunden-Verlierer auflaufen wird, scheint trotz aller Wortgefechte sicher. "Natürlich wird er in der Startelf stehen. Weil er Wayne Rooney heißt", spottete der Mirror und bezweifelte, dass Hodgson "mutig genug ist, um Englands Galaktischen rauszuwerfen".

Einige Medien hatten bereits von einer Strafversetzung Rooneys in die Gruppe der Ersatzspieler berichtet. Der englische Verband sperrte zwei Reporter daraufhin kurzerhand aus. Rooney, der freiwillig mit den Reservisten trainiert haben will, fragte sich via Twitter "echt, was die da machen".

Hodgsons Assistent Gary Neville versuchte es mit Argumenten. "Wir haben das Spiel ausgiebig analysiert", sagte Rooneys ehemaliger Klub- und Nationalmannschaftskollege: "Es gibt keine zwei Meinungen: Wayne hat gut gespielt und all das getan, was wir von ihm erwartet haben."

In der Tat hat der 28-Jährige das Tor von Daniel Sturridge wunderschön vorbereitet. Doch die Briten erwarten Tore von ihm. Mit 39 Treffern ist "Roo" der fünftbeste Schütze der englischen Länderspiel-Historie, aber bei seiner dritten Endrunde wartet er immer noch auf den ersten WM-Treffer.

Doch Rooney muss derzeit auf der ungewohnten linken Seite spielen. Dass er dies angeblich mit großem Widerwillen tut, handelte ihm Kritik von Jungstar Danny Welbeck ein. "Es kann frustrierend sein, auf einer ungewohnten Position zu spielen", sagte der 23-Jährige: "Aber das muss man akzeptieren." Die Akzeptanz Rooneys in der Mannschaft schwindet.

Sehr hoch ist dagegen die von Uruguays Stürmerstar Luis Suarez. So soll sich die gesamte Mannschaft bei Trainer Oscar Tabarez für einen Einsatz von Englands Fußballer des Jahres stark gemacht haben, der bei der überraschenden 1:3-Auftaktniederlage gegen Costa Rica wegen der Folgen seiner Knie-Operation 90 Minuten draußen geblieben war. "Wenn er dabei wäre, würde uns das einen richtigen Schub geben", sagte Abwehrspieler Martin Caceres. Innenverteidiger Diego Lugano erklärte gar: "Ich weiß nicht, ob Luis spielen wird. Aber ich hoffe es. Nein, ich träume sogar davon."

Der Stürmer des FC Liverpool, mit 31 Treffern Torschützenkönig der Premier League, erklärte sich selbst bereits für fit und versprach: "Ich kenne alle englischen Spieler, als Mannschaftskameraden oder Gegner. Sie haben defensive Schwächen - und ich werde sie nutzen."

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