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Bundesliga

  • 15. September 2012
  • • 18:30
  • • Sportpark Ronhof Thomas Sommer, Fürth
  • Schiedsrichter: F. Meyer
  • • Zuschauer: 18000
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Draxler und Holtby sichern Schalke den Dreier gegen die SpVgg Greuther Fürth

Draxler und Holtby sichern Schalke den Dreier gegen die SpVgg Greuther Fürth

Alex Grimm

Greuther Fürth kann Schalke beim 0:2 nicht gefährden - Ehrengast Henry Kissinger sieht eifrige, aber harmlose Fürther.

Fürth. Ein atemberaubender Fernschuss von Julian Draxler und ein Kontertor von Lewis Holtby haben Schalke 04 einen 2:0 (0:0)-Sieg bei der SpVgg Greuther Fürth beschert. Vor den Augen des aus Fürth stammenden früheren US-Außenministers Henry Kissinger hatte der Aufsteiger nicht die spielerischen Mittel, um den Champions-League-Teilnehmer Schalke ernsthaft zu gefährden. Schalke, das am Dienstag bei Olympiakos Piräus startet, brachte den Sieg sicher ins Ziel und ordnet sich mit sieben Punkten ins Feld der Bayern-Verfolger ein. Das Kompliment von Schalkes Benedikt Höwedes an den Gegner war bezeichnend: „Die Fürther haben sich wacker geschlagen, aber wir hätten mehr Tore erzielen können.“

Kissinger sieht zähes Beiwerk

Kissinger sah ein verbissenes und recht zähes Spiel, das die Schwierigkeiten eines Aufsteigers in der höchsten Klasse offenbarte. Der 89-Jährige löste mit dem Besuch ein altes Versprechen ein, nach dem Aufstieg ein Spiel in seiner Geburtsstadt zu besuchen, die seine Familie 1938 auf der Flucht vor den Nazis verlassen hatte.

Der greise Politiker, seit jeher bekennender Fan der Spielvereinigung, musste schon in der Anfangsphase einige Male um seine Fürther bangen, als Schalke mit schnellen Kombinationen zu Chancen kam. Die beste vergab Julian Draxler in der 12. Minute, als er eine Flanke Klaas-Jan Huntelaars nicht per Kopfball verwerten konnte. Für Greuther Fürth ergab sich die erste Gelegenheit nach einer Ecke in der 15. Minute, doch der Schuss der Schalker Leihgabe Edu wurde abgelenkt.



Afellay bleibt unauffällig

Der andere prominente Leih-Spieler auf dem Feld trat zunächst wenig in Erscheinung: Ibrahim Afellay, vom FC Barcelona nach Schalke entsandt, wirkte auf der rechten Mittelfeldseite wenig eingebunden. Für den niederländischen Nationalspieler hatte Jefferson Farfan seinen Platz räumen müssen, doch Afellay konnte seine Gefährlichkeit vorerst nur andeuten.

Allerdings versiegte jeglicher Spielfluss ohnehin, nachdem die Fürther sich richtig in das Spiel hineingebissen hatten und Schalkes Pläne aggressiv durchkreuzten. Erst eine spürbare Tempoverschärfung vor der Pause führte zu zwei Torchancen, die Huntelaar jedoch recht kläglich vergab. Eine Gelegenheit wie in der 39. Minute, als der Niederländer ein Zuspiel von Jermaine Jones hoch über die Latte jagte, lässt sich der „Hunter“ selten entgehen.

Erst die spektakuläre Einzelaktion des 18 Jahre alten Julian Draxler löste die Verkrampfung im Spiel. Draxler zog von der linken Seite in die Mitte und drosch den Ball aus rund 30 Metern Entfernung in den hinteren Torwinkel - die Frage, ob Fürths Torwart Max Grün dabei zu weit vor seinem Kasten stand, erübrigt sich bei so einen Traumtor eigentlich.

Schalke eine Nummer zu groß

Die Fürther waren nun genötigt, mehr zu riskieren, und stießen dabei an ihre Grenzen. Der schnelle Sercan Sararer versuchte mehrfach, durch Tempodribblings in den Strafraum Freistöße oder Elfmeter herauszuholen, doch Schiedsrichter Florian Mayer ließ sich nicht erweichen.

In der letzten Viertelstunde wollte Fürths Trainer Mike Büskens, als Spieler eine Schalker Legende, durch die Einwechslung des Ex-Schalkers Gerald Asamoah noch etwas bewegen. Die Gastgeber, angefeuert von 18.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion, warfen nun noch mehr Leidenschaft in die Partie, kamen aber einfach nicht gefährlich vors Tor. Nachdem die Gäste zuvor einige Gelegenheiten zur vorzeitigen Entscheidung verpasst hatten, schloss Holtby zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit einen Konter zum Endstand ab. Asamoah kommentierte das Resultat trocken: „Man hat gesehen, dass Schalke einfach mehr Qualität hat.“

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