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Bundesliga

  • 24. November 2012
  • • 15:30
  • • Trolli ARENA, Fürth
  • Schiedsrichter: F. Brych
  • • Zuschauer: 18000
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Hitziges Frankenderby endet torlos

Hitziges Frankenderby endet torlos

Bongarts

Nürnberg erkämpft sich ein Unentschieden in Fürth. Zwei Platzverweise sorgen für Diskussionen.

Fürth. Im ältesten und meistgespielten Derby Deutschlands haben sich die SpVgg Greuther Fürth und der 1. FC Nürnberg nach einer hoch emotionalen Partie mit vielen Fouls und zwei Platzverweisen 0:0 getrennt. Dabei hatten die Gastgeber ihre fast 30-minütige Überzahl nach Roter Karte für Markus Feulner (35. Minute) nicht nutzen können und mussten ab der 61. Minute nach Gelb-Rot für Sercan Sararer selbst mit zehn Mann spielen. Damit wartet Fürth weiterhin auf den ersten Bundesliga-Heimsieg der Vereinsgeschichte. Für Nürnberg war es der erste Punktgewinn in der Ferne nach vier Auswärtsniederlagen, die erhoffte Revanche für die Achtelfinal-Niederlage im DFB-Pokal vor rund einem Jahr blieb allerdings aus.

In der von einem Großaufgebot der Polizei begleiteten Partie gehörte die Anfangsphase klar den Hausherren. Während Nürnberg es mit hohen Bällen versuchte, spielte Fürth im 255. Derby variabler und sorgte vor 18.000 Zuschauern im ausverkauften Ronhof bereits in der 4. Minute für den ersten Aufreger. Per Nilsson hatte Edgar Prib im Strafraum von den Beinen geholt, Schiedsrichter Felix Brych entschied aber nur auf Eckball. Über einen Strafstoß hätte sich der Club wohl nicht beschweren dürfen.

Asamoah vergibt freistehend

Erst nach zehn Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel, ohne dabei zu glänzen. Die 2.000 mitgereisten Nürnberger Fans, die in der Kurve vom gesperrten Timo Gebhart unterstützt wurden, versuchten ihre Mannschaft zwar nach vorne zu peitschen. Im Angriff gelang den defensivstarken Gästen aber nur wenig. Auf der Gegenseite waren es vor allem Gerald Asamoah und Prib, die sich mit gelungenen Aktionen dem Strafraum näherten. Doch Prib wurde in der 21. Minute in letzter Sekunde von Nilsson gestoppt.

Im Fürther Block forderten Fans auf einem Banner "Demütigt sie", nach einer Demütigung sah es zunächst allerdings nicht aus. Einzig Asamoah hätte die "Kleeblätter" in Führung schießen können, als er in der 34. Minute allein auf Torwart Raphael Schäfer zulief, aber viel zu lange zögerte und sich letztlich verdribbelte.



Nur Sekunden später sorgte Feulner, der vor einer Woche noch im Derby gegen Bayern München (1:1) getroffen hatte, für den ersten unsportlichen Höhepunkt. Der 30-Jährige foulte Stephan Fürstner mit gestrecktem Bein und wurde von Brych mit der Roten Karte vom Platz geschickt. Nürnbergs Trainer Dieter Hecking war außer sich. Er hatte vor der Partie bereits befürchtet, dass es "heiß hergehen" würde - und so kam es jetzt auch. Fürther und Nürnberger Spieler gerieten immer wieder aneinander. Es kam zu Rudelbildung und Nickeligkeiten. Hecking reagierte und brachte in einem zunehmend kampfbetonten Spiel Devensivspezialist Hanno Balitsch für Stürmer Alexander Esswein (39.). Vor dem Pausenpfiff konnte sich Balitsch aber nicht mehr groß in Szene setzen.

Club kann Patzer von Grün nicht nutzen

Fürths Trainer Mike Büskens setzte nach der Pause auf die Offensive und brachte Edu für Milorad Pekovic. Hecking verstärkte in Unterzahl dagegen weiter die Verteidigung und wechselte Marvin Plattenhardt für Hiroshi Kiyotake ein. Doch auch Fürth musste kurz darauf in Unterzahl spielen. Sararer sah nach Ellbogencheck gegen Javier Pinola Gelb-Rot. Der Club witterte jetzt seine Chance auf die Revanche für das Ausscheiden im DFB-Pokal-Achtelfinale vor rund einem Jahr. Plattenhardt und Pinola konnten einen Fehlgriff von Keeper Max Grün aber nicht nutzen (64.). In der Folge kam es in der weitestgehend zerfahrenen Partie kaum noch zu Höhepunkten.

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