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WM-Qualifikation Europa

  • 15. Oktober 2013
  • • 21:00
  • • Estadio Carlos Belmonte, Albacete
  • Schiedsrichter: F. Meyer
  • • Zuschauer: 16133
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WM-Qualifikation in Europa: Foto-Finish um die Pole Position

Die letzten Tickets werden vergeben! Manchen Top-Teams drohen die Playoffs - anderen sogar das Aus. Ein Fußballzwerg könnte Historisches schaffen.

Berlin. Am finalen Spieltag der Gruppenphase zur WM-Qualifikation werden die letzten begehrten Fixplätze für Brasilien vergeben. Namhaften Nationen droht gar der Super-GAU, während ein Fußballzwerg Historisches schaffen könnte. In Gruppe B wird wohl der Pechvogel der WM-Quali gekürt.

Dänemark - Malta (20.15 Uhr)

Der 2:2-Ausgleich von Alberto Aquilani in der 90. Minute könnte die Dänen noch sehr teuer zu stehen kommen. Durch das Last-Minute-Remis gegen Italien hat die Truppe von Morten Olsen den Playoff-Einzug nun nicht mehr in der eigenen Hand.

Ein Sieg gegen Malta ist ohnehin Pflicht, das schlechtere Torverhältnis im Vergleich zu Bulgarien (7 Tore weniger) wohl kaum noch aufzuholen. Die Ansage von Olsen ist dennoch eindeutig: "Wir müssen gewinnen. Das Ziel heißt jetzt Platz zwei." Allerdings ist Dänemark darauf angewiesen, dass die punktgleichen Bulgaren gegen Tschechien nicht gewinnen.

Bulgarien - Tschechien (20.15 Uhr)

Der Playoff-Modus hat einen fiesen Haken: Einer der neun Zweitplatzierten fliegt von vornherein raus - der mit der niedrigsten Punktzahl. Diese wird aus der Abschlusstabelle ermittelt, die Spiele gegen den jeweils Gruppenletzten werden davon jedoch abgezogen. Stand jetzt gehört dieser Titel Bulgarien.
Im Duell mit Tschechien, das einen Punkt hinter den Bulgaren auf Platz vier lauert, muss also mindestens ein Dreier her. Ein 0:0 wie im Hinspiel würde mit Blick auf die leichte Aufgabe der Dänen wohl kaum reichen. Ein Sieg hingegen wäre auch nur der Startschuss für die großen Rechenspiele - dem Playoff-Modus sei Dank.

Färöer - Österreich (20.45 Uhr)

Eine goldene Ananas wäre schon zu viel versprochen. Für Österreichs Nationalteam geht es im abschließenden Spiel der Gruppe C um rein gar nichts mehr. Gegen Schweden ging die letzte Chance auf die Playoffs trotz 1:0-Führung noch flöten - die Enttäuschung ist riesig. "Die Jungs hätten es sich verdient gehabt, dass es auch noch am Dienstag um etwas gegangen wäre", sagte Coach Marcel Koller konsterniert.

Der Trainer der Färöer Inseln hingegen wittert plötzlich Morgenluft: "Wir hoffen, dass die Enttäuschung der Österreicher ein Vorteil für uns ist", meinte Lars Olsen im Vorfeld forsch. Und selbst die Statistik spricht für die Inselkicker: Österreich konnte noch nie auf den Färöer gewinnen. Wohlgemerkt: Beim 182. der FIFA-Weltrangliste. Immerhin: Marko Arnautovic bleibt der traurige Abschluss erspart. Er hatte im Spiel gegen Schweden Rot gesehen



Rumänien - Estland (20 Uhr)

Zwei Siege hat Estland in der Gruppe D geholt. Beide gegen Andorra (2:0, 1:0). Andorra, das sind die auf Platz sechs mit null Punkten und einem Torverhältnis von Minus 28. Dementsprechend stehen die Rumänen vor einer dankbaren Aufgabe. Und selbst wenn die Türken gegen van Gaals Elftal für eine Überraschung sorgen sollten, könnte das Team Victor Piturca mit einem Schützenfest gegen Estland doch noch vorbeiziehen. Schließlich beträgt der Rückstand auf die Türkei lediglich vier Tore.

Um eine bessere Ausgangsposition hatten sich die Rumänen jedoch schon am Freitag gebracht. Gegen Andorra gelang zwar ein 4:0-Sieg, dennoch haderte Trainer Victor Piturca mit der Chancenverwertung: "Wir wollten in Andorra viel höher gewinnen, wir wussten ja, wie wichtig am Ende die Tordifferenz sein kann", erklärte der 57-Jährige. "Wir hätten ohne Probleme drei oder vier Tore mehr schießen können, aber wir haben auch die besten Möglichkeiten ausgelassen." Nun muss gegen Estland ein wahrer Kantersieg her, um für einen knappen Sieg der Türken gewappnet zu sein.

Ungarn - Andorra (20 Uhr)

Es spricht wirklich nicht viel für Ungarn. Nicht die Ausgangsposition, denn Ungarn steht zwei Punkte hinter Rumänien und der Türkei. Auch nicht die Form, denn die Magyaren wurden am Freitag von den Niederlanden mit 8:1 vermöbelt. Vom anschließenden Rücktritt des Cheftrainers Sandor Egervari mal abgesehen. Gegen Andorra wird sein bisheriger Assistent Jozsef Csabi die Geschicke an der Ersatzbank leiten.

Doch er bräuchte schon ein Fußball-Wunder, um sein Team noch in die Playoffs zu führen. Von der Möglichkeit eines 10:0-Sieges der Ungarn mal abgesehen, müssten sowohl die Türken als auch die Rumänen ihre Spiele verlieren.

Schweiz - Slowenien (20 Uhr)

Für die Schweizer geht es um nichts mehr, sie sind schon fix für die WM qualifiziert. Deshalb hat Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld einige Wechsel für die Startelf angekündigt, trotzdem wolle man auch im letzten Gruppenspiel voll auf Sieg spielen. Xerdan Shaqiri und Steve von Bergen werden aufgrund von Verletzung und Sperre auf jeden Fall nicht dabei sein.

Für Shaqiri kommen wohl Tranquillo Barnetta oder Admir Mehmedi in Frage, für von Bergen dürfte Johan Djourou im Abwehrzentrum an der Seite von Fabian Schär auflaufen. Die Slowenen müssen auf Schützenhilfe von Norwegen hoffen, um noch auf den Playoff-Platz vorzurücken. Die Mannschaft von Srecko Katanec kommt mit der Referenz von vier Siegen in Folge nach Bern.

Norwegen - Island (20 Uhr)

Die Euphorie bei den Isländern ist nach dem 2:0-Sieg gegen Zypern riesig. Das Team von der kleinen Insel im Nordatlantik liegt mit einem Punkt Vorsprung auf Slowenien auf Platz zwei und träumt von der ersten WM-Teilnahme. Laut Kapitän Aron Gunnarsson ist es "das wichtigste Spiel der Geschichte". Stürmer Kolbeinn Sigthorsson, der gegen Zypern den Führungstreffer erzielte, hofft auf eine Leistungssteigerung auf dem Ullevaal-Rasen in Oslo.

"Ich war nicht so glücklich, wie wir gespielt haben. Aber gegen Norwegen wird es keine Nachlässigkeiten geben" so der Offensivmann von Ajax Amsterdam. "Das ist das wichtigste Spiel in der Geschichte Islands und wir wollen in die Playoffs. Wir spielen heutzutage besseren Fußball als Norwegen und sind auch über ihnen in der Rangliste, es gibt als keine Grund, warum wir es nicht schaffen sollten."

Litauen - Bosnien-Herzegowina (19 Uhr)

Die Truppe um Edin Dzeko steht vor einem historischen Erfolg. Mit einem Sieg in Litauen könnte sich das Team erstmals für eine WM-Endrunde qualifizieren. Und die Chancen stehen nicht schlecht.
Zwar muss Konkurrent Griechenland gegen Liechtenstein ran, aber auf das Sturmduo Dzeko/Ibisevic können sich die Bosnier verlassen. 17 Buden erzielten die beiden zusammen. Nur Robin van Persie (11) traf in der laufenden WM-Quali öfter als Edin Dzeko (10). Für die Gastgeber aus Litauen geht es im letzten Spiel der Gruppe G um nichts mehr. Wenn die Bosnier also ihre Nerven im Griff haben, könnte das fixe Ticket an den Zuckerhut mit einem Sieg klar gemacht werden.

Griechenland - Liechtenstein (19 Uhr)

Die ewigen Griechen haben mit Liechtenstein nicht gerade eine Mammutaufgabe vor der Brust. Für die direkte WM-Quali aber würde ein Sieg allerdings nicht reichen - muss man doch auf einen Patzer von Bosnien-Herzegowina hoffen. Die liegen zwar punktgleich vor Griechenland, haben aber das deutlich bessere Torverhältnis.

Die Playoffs sollten für das Team von Fernando Santos gebucht sein, auch wenn man noch mit einem Auge auf die direkte Qualifikation schielt. Mit Portugal und Frankreich droht den Hellenen nämlich ein dicker Brocken in den Ausscheidungsspielen. Das Match gegen den Zwergenstaat könnte auch ein weiteres Bewerbungsschreiben für Stürmer Konstantinos Mitroglu sein. Am 1,95-m-Hünen sind angeblich der FC Arsenal und Borussia Dortmund interessiert. Seine Quote in der Nationalelf ist bisher noch nicht berauschend: Fünf Buden in 25 Spielen.

San Marino - Ukraine (21 Uhr)

Einen angenehmeren Gegner in einem Alles-oder-Nichts-Spiel hätte man sich als Ukrainer wohl nicht wünschen können. Mit 9 Niederlagen und 1:46 Toren grüßt San Marino wie gewohnt vom Tabellenende seiner Qualifikationsgruppe. Somit erhöhen die Osteuropäer ohne eigenes Zutun vor der Partie noch einmal den Druck auf England, den sie am Freitag bereits durch das 1:0 gegen Polen aufgebaut haben.

So schmeichelhaft der knappe Erfolg auch gewesen sein mag, er eröffnete der Ukraine eine mehr als reelle Chance auf die direkte Qualifikation. Den erwarteten eigenen Sieg vorausgesetzt, genügt dem Team von Trainer Mikhail Fomenko bereits ein Remis im Parallelspiel von Wembley, um direkt Flug und Unterkunft in Brasilien buchen zu können.

Spanien - Georgien (21 Uhr)

Bisher ist Welt- und Europameister Spanien in der Gruppe I seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Vor dem abschließenden Spieltag hat das Team von Trainer Vicente del Bosque drei Punkte Vorsprung auf Verfolger Frankreich. Ein Punktgewinn gegen Georgien reicht den Iberern damit, um sicher in Brasilien dabei zu sein.

Del Bosque versucht die Spannung im Team hochzuhalten: "Das ist ein Endspiel für uns." Auch wenn sich die Spanier am letzten Spieltag beim 2:1 gegen Weißrussland nicht gerade mit Ruhm bekleckerten, zweifelt auf der Iberischen Halbinsel keiner an einem Gruppensieg. Unter der Leitung des deutschen FIFA-Schiedsrichters Florian Meyer kann Georgien in Albacete befreit aufspielen und versuchen, dem Favoriten das Leben möglichst schwer zu machen.

Frankreich - Finnland (21 Uhr)

Obwohl der Gruppensieg noch möglich ist, beschäftigt man sich in Frankreich dieser Tage schon mit den Playoff-Spielen. Nur bei einem eigenen Sieg und einer spanischen Niederlage könnten Les Bleus noch die Tabellenführung übernehmen. Sollte Spanien wie erwartet gegen Georgien punkten, muss Frankreich unabhängig vom Ergebnis gegen Finnland in die Playoffs.

Bei den Duellen der acht besten Zweitplatzierten wäre Frankreich nicht einmal als Top-Team gesetzt, würde also einen starken Gegner zugelost bekommen. Dagegen will der Verband jetzt klagen. Achtbar geschlagen haben sich bisher die Finnen. Als Drittplatzierter können sie Frankreich allerdings nicht mehr vom Playoff-Rang verdrängen. Mit neun Punkten aus sieben Spielen können die Skandinavier dennoch selbstbewusst nach Paris reisen und mit einem Punktgewinn eine ordentliche Qualifikationsrunde abschließen.

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