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UEFA Europa League

  • 3. Oktober 2013
  • • 19:00
  • • Ernst-Happel-Stadion, Wien
  • Schiedsrichter: M. Dean
  • • Zuschauer: 34800
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ENDE
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Tottenhams Spieler bejubeln den zweiten Sieg

Europa League: Zweiter Sieg für Tottenham Hotspur - FC Valencia quält sich zum Sieg in Krasnodar

Tottenhams Spieler bejubeln den zweiten Sieg

Getty Images

Der FC Valencia hat gegen Krasnodar den ersehnten Dreier eingefahren und hält die Chancen auf das Weiterkommen aufrecht. Ein Slapstick-Patzer des Torwartes ebnet den Weg.

London. Die Tottenham Hotspur besiege Anzhi Makhachkala klar und festigte so den 1. Platz in der Gruppe. Auch die zweite Mannschaft aus Russland musste sich geschlagen geben. Kuban Krasnodar unterlag dem FC Valencia. Florenz gewann im Schneeregen bei Dnipropetrowsk.

Anzhi Makhachkala - Tottenham Hotspur 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 Defoe (34.), 0:2 Chadli (39.)

In der russischen Liga nach elf Spieltagen noch ohne Sieg, in der Europa League nur ein Punkt nach zwei Partien: Das vor kurzer Zeit noch mit Stars wie Samuel Eto'o besetzte Makhachkala ist nach dem Ausverkauf nur noch ein Schatten seiner selbst.

Auch bei der im Moskauer Saturn Stadion stattfindenden Partie gegen Tottenham war Anschi offensiv einfach nicht zwingend genug. Die Spurs machten es gerade im ersten Durchgang besser: Jermain Defoe erzielte mit einem Schuss aus 17 Metern seinen wettbewerbsübergreifend siebtes Saisontor, Nacer Chadli traf aus knapp 14 Metern.

An beiden Treffern war der in der 78. Minute ausgewechselte Lewis Holtby beteiligt. Für Tottenham, das in der zweiten Halbzeit einen Gang zurückschaltete und Anschi die ein oder andere Torchance ließ, war es der zweite Sieg im zweiten Spiel.

Kuban Krasnodar - FC Valencia 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Alacer (73.), 0:2 Feghouli (81.)

Ein unfassbarer Torwartfehler musste schon her, um Valencia am Schwarzen Meer auf Kurs zu bringen. Als alles nach einer Punkteteilung aussah, schenkte Aleksandr Belenov den Spaniern den Sieg. Der Keeper tauchte aus dem Strafraum eilend unter dem Ball ab, Paco Alacer nutzte das und erlöste den Favoriten, indem er seelenruhig ins leere Tor einschob und so den Bann brach.

Zunächst sah es danach aber lange Zeit nicht aus. Von einem Klassenunterschied zu Underdog Krasnodar war trotz leichter Feldvorteile nichts zu spüren. So entwickelte sich ein schwaches Spiel. Die Zuschauer konnten sich glücklich schätzen, sich im milden Süden Russlands am Schwarzen Meer aufzuhalten und so zumindest nicht frieren zu müssen Die von Dorinel Munteanu trainierten Russen beschränkten sich auf Defensivaufgaben, während Valencias Angriff sich überwiegend in Ideenlosigkeit verzettelte.

Zudem wurde Kuban allmählich sogar frecher, ehe es in die Kabinen ging. Aus der kamen die Gäste mit mehr Schwung - Trainer Miroslav Dukic wollte hier den Sieg irgendwie erzwingen. Noch ging Munteanus Defensivkonzept aber auf. Als der Punkt wahrscheinlicher wurde, sorgte Belenov mit seiner Slapsticknummer für Ernüchterung. Sofiane Feghouli machte mit einem Freistoßtor alles klar.

Trabzonspor - Lazio Rom 3:3 (3:1)

Tore: 1:0 Erdogan (12.), 2:0 Mierzejewski, 2:1 Onazi (29.), 3:1 Henrique (34.), 3:2 Floccari (84.), 3:3 Floccari (85.)

Wer braucht schon einen Miroslav Klose, wenn er einen Floccari hat? Sergio Floccari rettete Lazio einen Zähler beim 3:3 in der Türkei durch einen Doppelpack. Dabei schien zunächst alles bereitet für einen überzeugenden Sieg von Trabzonspor. Die Hausherren gingen in Führung nach einem Konter im eigenen Stadion, den Yusuf Erdogan trocken abschloss. Mit einem Traumtor von Adrian Mierzejewski aus 20 Metern über Federico Marchetti hinweg legte der Süper-Lig-Klub sogar nach.

Lazio-Coach Vladimir Petkovic musste sich nun schon den Kopf zerbrechen, wie hier noch etwas mitzunehmen sein könnte. Die Aufholjagd war auch gleich vielversprechend. Ogenyi Onazi gelang aus kurzer Distanz der Ausgleich, ehe Hernanes am Pfosten scheiterte. Lazio war jetzt drauf und dran, zurückzukommen. Im direkten Gegenzug versetzte Paulo Henrique den Gästen mit dem 1:3 allerdings den nächsten Nackenschlag.

Lazio mühte sich in den zweiten 45 Minuten quälend lang und die Türken waren phasenweise nah dran am vierten Tor. Nach 61 Minuten kam dann Floccari ins Spiel, der zunächst wirkungslos blieb. Doch dann legte der Spieler des Tages los: 2:3 per Kopf nach einem Eckball, Sekunden später das 3:3 nach tollem Zusammenspiel mit Antonio Candreva. Lazio ist mit vier Punkten auf Kurs, ebenso das punktgleiche Trabzon.

Rapid Wien - Dynamo Kiew 2:2 (0:2)

Tore: 0:1 Yarmolenko (30.), 0:2 Dibon (34./Eigentor), 1:2 Burgstaller (53.), 2:2 Trimmel (90.+4)

Der Held des Abends in Wien hieß Christopher Trimmel. Dabei herrschte im Ernst-Happel-Stadion eigentlich schon zur Halbzeit Ernüchterung. Zu zahnlos agierte die Elf von Trainer Zoran Barisic vor heimischem Publikum, zu überlegen waren die Gäste aus der Ukraine. Dabei hielt Rapid eine halbe Stunde die Null, ehe Andriy Yarmolenko eine Nachlässigkeit der Defensive bestrafte und aus zehn Metern einnetzte.

Bezeichnend: Kurz darauf erhöhte mit Christopher Dibon der eigene Mann mit einem Eigentor auf 2:0 für Kiew. Dass es trotzdem nochmal eng wurde, war der Anfangsphase nach dem Wiederanpfiff geschuldet, als es kurzzeitig besser für die Österreicher lief. Guido Burgstaller gelang per Direktabnahme nach Flanke der überraschende Anschlusstreffer.

Die Hausherren verpassten es aber, nachzulegen und die Mannschaft von Oleg Blochin erarbeitete sich zunehmend ihre Souveränität zurück. Trotzdem blieb das Spiel angesichts des Zwischenstands weiter offen. In der 94. Minute drückte Trimmel die letzte Flanke des Spiels mit dem Kopf ins Netz. 30.000 Zuschauer waren aus dem Häuschen. Ein würdiges Ende eines intensiven Abends.

Dnipro Dnipropetrowsk - AC Florenz 1:2 (0:0)

Tore: 0:1 Rodriguez (53./Foulelfmeter), 1:1 Seleznyov (57./Handelfmeter), 1:2 Ambrosini (73.)

Gelb-Rot: Pizarro (86.)

Skurriles Schauspiel in Dnipropetrowsk mit dem besseren Ende für Florenz. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, Schneeregen und einem extrem seifigen, tiefen Geläuf boten sich die Gastgeber und die Fiorentina einen Schlagabtausch, der vom Zufall, zwei Strafstößen und dem Siegtor eines Altstars bestimmt wurde.

Die technisch versierte Elf von Vincenzo Montella war zunächst merklich irritiert - den Zuspielen ging zumeist nach wenigen Metern bereits die Puste aus. Hoch und lang lautete also die Devise. Die schlechtwettererfahrenen Ukrainer gaben dabei über weite Strecken die bessere Figur ab und strahlten zumindest ein wenig Torgefahr aus. 1:1 stand es zur Halbzeit. Nicht nach Toren, sondern nach Schüssen.

Die widrigen Bedingungen machten nicht unbedingt Hoffnung auf Besserung. Doch dann wurde es kurios. Gonzalo Rodriguez erlöste die Gäste aus Florenz mit einem verwandelten Foulelfmeter - Minuten später ertönte aber erneut der Pfiff auf der Gegenseite. Handelfmeter für Dnipro. Yevhen Seleznyov glich aus. Die Fiorentina aber steckte nicht auf, blieb dran und kam durch einen mustergültigen Kopfball von Massimo Ambrosini doch noch zum hart erkämpften Sieg. Einziger Wermutstropfen: David Pizarro musste noch mit der Ampelkarte runter.

Girondins Bordeaux - Maccabi Tel Aviv 1:2 (0:0)

Tore: 1:0 Jussie (48.), 1:1 Itzhaki (71.), 1:2 Micha (79.)

Peinliche Heimpleite für Girondins. Nach der 0:3-Niederlage in Frankfurt wollte sich Gastgeber Bordeaux vor heimischer Kulisse eigentlich rehabilitieren - doch wie in der Liga, der Traditionsklub rangiert in der Ligue 1 nur auf Platz 17, zeigten die Franzosen auch gegen Maccabi eine dürftige Vorstellung und verloren folgerichtig mit 1:2.

Müder Kick in Durchgang eins: Ein Lattentreffer für Bordeaux, bezeichnenderweise durch eine harmlose Flanke, war schon das spektakulärste, was die Zuschauer im Stade Jacques-Chaban-Delmas in den ersten 45 Minuten zu sehen bekamen. Gleich nach dem Seitenwechsel dann das erlösende Tor für Bordeaux, das Jussie per Kopf besorgte.

Danach schraubten die Hausherren ihr Engagement wieder zurück und wurden folgerichtig bestraft. Barak Itzhaki besorgte aus vermeintlicher Abseitsposition den verdienten Ausgleich. Der Ex-Rostocker Rade Prica gab den Assist und legte sogar noch einen nach: Dor Micha traf die Franzosen mitten ins Herz und markierte den umjubelten Siegtreffer. Maccabi ist damit der erste Verfolger von Eintracht Frankfurt.

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