thumbnail Hallo,
Live

UEFA Europa League

  • 30. September 2010
  • • 19:00
  • • Ernst-Happel-Stadion, Wien
  • Schiedsrichter: A. Kulbakov
  • • Zuschauer: 50000
1
ENDE
2

Spielbericht Europa League Gruppe L: Rapid Wien - Besiktas Istanbul

Spielbericht Europa League Gruppe L: Rapid Wien - Besiktas Istanbul

Zweites Spiel, zweite Niederlage für Rapid. Gegen ein sehr starkes Besiktas gab es für Kavlak & Co. nichts zu bestellen. Das Schuster-Team, bei dem die Deutschen Hilbert und Ernst eine starke Leistung ablieferten, hält nun bereits bei sechs Zählern und hat Top-Chancen auf die K.o.-Phase.

(jor) Wien. Am 2. Spieltag der Gruppe L unterlag Rapid Wien in der Europa League, dem Team von Bernd Schuster, Besiktas Istanbul verdientermaßen mit 1:2.

PERSONAL & TAKTIK

Rapid-Coach Pacult stellte seine Viererkette um. Sonnleitner verteidigte rechts, Kayhan links, die Innenverteidigung wurde von Soma und Patocka gebildet. Letzterer rutschte für Standard-Linksverteidiger Katzer in die Startformation. Hinter der bulligen Speerspitze Nuhiu agierte ein aus Trimmel, Pehlivan Kulovits, Hofmann und Kavlak zusammengestelltes Fünfer-Mittelfeld.

Auf Seiten der Türken bot Schuster Hilbert anstelle des verletzten Dag als rechten Abwehrspieler auf. Im Mittelfeld agierten Ernst und Aurelio auf der Doppelsechs. Davor wirbelten Quaresma, Guti und Tabata, während der Brasilianer Bobo an vorderster Front für die nötigen Treffer sorgen sollte.

SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE


Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion war es Rapid, das durch einige Eckstöße in den Gäste-Strafraum gelang. Doch nach etwa zehn Minuten wurde das Kommando in aller Deutlichkeit von Besiktas an sich gerissen. Das Team um den Ex-Stuttgarter Hilbert und den ehemaligen Schalker Ernst verzeichnete deutlich mehr Spielanteile und ein klares Gros an Ballbesitz. Eroberten sie es mal, verloren die Wiener das Spielgerät viel zu schnell. Viel zu langsam agierten die „Grün-Weißen“, schalteten sehr langsam von Defensive auf Offensive um. Und so war es nicht weiter verwunderlich das es die Türken waren, welche weit mehr Torgefahr ausstrahlten. Nach einem feinen Steilpass von Ernst, schlenzte Quaresma das Leder aus 14 Metern an die Innenstange. Nach einer guten halben Stunde musste der Portugiese aufgrund einer Muskelverletzung für Holosko ausgetauscht werden. Zehn Minuten vor dem Pausenpfiff erneut tiefes Durchatmen bei Rapid: Nach einem herrlichen Volleyschuss von Hilbert aus 25 Metern wurde Hedl zu einer Glanzparade gezwungen, mit welcher er den aus österreichischer Sicht überaus glücklichen torlosen Halbzeitstand festhielt.



SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE

In unveränderten Formationen betraten die Teams den Rasen. Und die Rapidler schienen erwacht zu sein, kamen durch einen Nuhiu-Schuss zu ihrer ersten Torchance, doch das Leder landete lediglich am Außennetz (49.). 120 Sekunden darauf war es dann aber soweit, ausgerechnet durch eine Co-Produktion der türkisch-stämmigen Pehlivan und Kavlak gingen die „Grün-Weißen“ in Front. Letzterer ließ Arikan mit einem Schuss aus zwölf Meter halbrechter Position keine Chance. Doch die Führung der Hausherren sollte nicht von langer Dauer sein. Denn: was folgte, war der große Auftritt des Filip Holosko. In Minute 55 profitierte er nach Pass in die Tiefe von Ernst von einem schweren Patzer von Hedl, musste den Ball zum Ausgleich nur mehr ins leere Gehäuse schieben. 180 Sekunden darauf knallte der Slowake das Leder an den Querbalken. Und als ob dies noch nicht genug wäre, scheiterte der brandgefährliche Joker abermals nur einige Augenblicke später im Eins-gegen-Eins an Hedl. Nach 64 Minuten wurde die Druckphase der Gäste dann doch noch belohnt. Nach einem schweren Fauxpas von Soma ließ Tabata ein schönes Zuspiel auf Bobo folgen, der Brasilianer verwertete ganz sicher zur Besiktas-Führung und versetzte Rapid damit endgültig in Schockstarre. Dieser Spielstand war auch absolut leistungsgerecht. In der Folge ließen Ernst & Co. Ball und Wiener gut laufen, der Favorit brachte die Führung ohne größere Probleme gekonnt über die Zeit.

SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN

Entscheidend war der postwendende Ausgleich durch Holosko. Diesen Rückschlag vermochten die Rapidler nicht mehr wegzustecken, fanden keine Antwort mehr darauf, den Türken indes verlieh er großen Auftrieb.

SPIELER DES SPIELS: Filip Holosko


Der Slowake kam nach 32 Minuten für Quaresma ins Spiel. So richtig Gas gegeben hat der 26-Jährige vor allem in der Phase nach der Rapid-Führung. Sein prompter Ausgleich war von extremer Bedeutung für Besiktas.

SCHIEDSRICHTER: Alexey Kulbakov (Weißrussland) – Note: 6

Der Referee hatte eine weitestegehend faire Begegnung über die gesamte Spielzeit gut im Griff, leistete sich keinen schwerwiegenden Fehler

Anmerkung: Die Noten reichen wie bei der Spielnote von einem Punkt (grottenschlecht) bis zu zehn Punkten (Weltklasse).


SPIELNOTE: 5


In der ersten Halbzeit dominierte das Team vom Bosprus. Aus den Kabinen kam Rapid dann mit viel Schwung, dieser wurde von den spielstarken Gästen aber umgehend im Keim erstickt.

FAZIT


Ein knapper, aber auch hochverdienter 2:1-Auswärtserfolg stets gefährlicher Türken gegen ein über weite Strecken harmloses Rapid.

Eure Meinung: Wie habt Ihr dieses Duell gesehen?

Dazugehörig