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Primera Division

  • 15. September 2012
  • • 22:00
  • • Estadio Ramón Sánchez Pizjuán, Sevilla
  • Schiedsrichter: Alberto Undiano Mallenco
  • • Zuschauer: 35000
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Sevilla schickt Real Madrid mit leeren Händen nach Hause

Sevilla schickt Real Madrid mit leeren Händen nach Hause

Getty Images

Ein Blitztor von Piotr Trochowski sorgte für den 1:0-Erfolg gegen Real Madrid. Die Königlichen verlieren somit den Anschluss an Erzrivalen Barcelona.

Sevilla. Real Madrid gastierte beim FC Sevilla und ging mit der Parole ins Spiel, in Schlagdistanz zum großen Rivalen FC Barcelona zu bleiben. Zudem lagen die Augen auch gespannt auf Cristiano Ronaldo, um den sich vor der Partie viele Gerüchte hinsichltich eines womöglichen Abgangs rankten. Aber am Ende sollte nicht nur Ronaldo mit traurigem Gesicht zurückbleiben, sondern auch der Rest des Teams sah sich am Ende einer enttäuschenden 0:1-Niederlage gegenüber.

Blitzstart der Gastgeber schockt Real

Die Hausherren legten wie die Feuerwehr los und attackierten mit dem Anpfiff das Tor der Madrilenen. Einen flachen Schuss in der ersten Minute konnte Casillas nicht festhalten, der Abpraller sprang nach vorne, im aller letzten Moment warf sich der Keeper vor den Ball und klärte zur Ecke. Aber das sollte nichts nutzen. Wenige Augenblicke später zappelte der Ball nach eben selbigem Eckball in den Maschen. Den hohen Eckstoß von rechts nahm der ehemalige deutsche Nationalspieler Piotr Trochowski aus vollem Lauf direkt und hämmerte die Kugel unhaltbar unter die Latte. Schlagartig kochten die Emotionen hoch. In der fünften Spielminute regte sich Higuain nach ruppigem Einsteigen von Navarro lauthals auf, sofort kam es zur Rudelbildung, nach der schließlich Higuain und Navarro jeweils die gelbe Karte sahen.

Madrid rannte nun in ungewohnten grünen Trikots wild an und kam in der zehnten Minute zu seiner ersten guten Möglichkeit durch Ronaldo. Einen Freistoß aus zentraler Position zirkelte der Portugiese über die Mauer, aber Sevilla-Keeper Palop war zur Stelle und faustete den  Ball aus der Gefahrenzone. In der 20.Minute war Real erneut nah dran am Ausgleich. Nach einem starken Anspiel von Özil in die Gasse, löste sich Higuain mit einer klasse Drehung von seinem Gegenspieler, legte sich den Ball auf rechts vor, aber verzog den Schuss, sodass das schwarzweiße Spielgerät über die Latte rauschte.

Madrid weiter mit Druck aber ohne Durchschlagskraft

Die „grünen“ Blankos drückten weiter und drängten auf den Ausgleich, aber die mangelende Passgenauigkeit führte dazu, dass Madrid in der Folge keine nennenswerten Chancen herausspielen konnte. In der 33. Minute dann Gefahr vor dem eigenen Kasten für die „Königlichen“. Jesus Navas überrannte seine Widersacher, drang von rechts in den Strafraum ein und spielte eine scharfe Flanke an den Fünfmeterraum, wo ein Mitspieler lauerte. Gerade noch rechtzeitig konnte ein Verteidiger dazwischen gehen und klären.

So schwer sich Madrid gegen die Andalusier tat, desto schöner war das Spiel der Gastgeber anzuschauen, die schnörkellos mit direktem Zug zum Tor und dem Willen einen weiteren Treffer zu erzielen aufspielten. In der 39.Minute vollendete Jesus Navas einen Sevilla-Konter mit einem strammen Schuss aus der zweiten Reihe, obwohl er gleich von vier Real-Spielern bedrängt wurde. Auch in den Schlussminuten wollte für Real nichts Zählbares herausspringen, während die Abwehr der Hausherren solide stand und die Andalusier durch ihre Konter selbst gefährlich blieben.

Real Madrid beginnt die zweite Hälfte mit Doppelwechsel

Jose Mourinho war sichtlich unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft im ersten Durchgang. So begann der Coach gleich mit zwei Spielerwechseln. So mussten Özil und di Maria vom Platz. Ersetzt wurden die beiden von Benzema und Modric. Letzterer war es dann auch der sofort für Gefahr sorgte. In der 52. Minute nahm sich der Kroate ein Herz und zog aus knapp 20 Metern trocken ab. Der Ball flog wie ein Strich aufs Gehäuse von Sevilla zu, doch der 38-jährige Palop lenkte das Leder mit einer starken Parade an den Pfosten. Im direkten Gegenangriff spielte Jesus Navas seinen Mitspieler Negredo herrlich frei, der ungehindert das vielleicht vorentscheidende 2:0 auf dem Fuß hatte, aber Negredo wartete zu lange und schoss dann am Tor vorbei.In der 60.Minute ließ Sergio Ramos die Riesenchance liegen. Nach großem Fehler von Palop, kam Benzema zur Flanke, Ramos stand fast auf der Torlinie, doch der  iberische Abwehrveteran köpfte den Ball nicht ins, sondern übers Tor und streifte so nur das Aluminium.



Madrid dominanter, aber Sevilla taktisch cleverer

Sevilla machte den Fehler sich dann immer weiter zurückfallen zulassen, was Madrid ermöglichte noch mehr Druck aufzubauen, insbesondere Modric riss das Spiel immer mehr an sich und zeigte seine Spielmacherqualitäten. In der 73.Minute tänzelte Cicinho Ronaldo auf der Nase herum, dem es schließlich zu bunt wurde und der dann frustriert den Brasilianer legte. Nicht nur der ziemlich abgemeldete Ronaldo ließ sich einlullen, auch die übrige Mannschaft schien sich eine Viertelstunde vor Schluss von Sevilla einschläfern zu lassen, die weiterhin taktisch klug agierten und nur wenig Räume boten. In der 81.Minute versuchte dann Cristiano Ronaldo einen Strafstoß zu schinden, aber der Schiedsrichter ließ sich nicht beirren und ließ weiterspielen, zu offensichtlich war der Versuch. Auch in der Schlussphase blieb Sevilla hochkonzentriert und schaukelte schließlich die Führung über die Zeit und behielt die drei Punkte im Estadio Ramón Sanchez Pizjuan.

EURE MEINUNG: Madrid jetzt acht Punkte hinter Barca wird schon eng wegen der Meisterschaft?
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