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Weltmeisterschaft

  • 20. Juni 2014
  • • 21:00
  • • Itaipava Arena Fonte Nova, Salvador, Bahia
  • Schiedsrichter: B. Kuipers
  • • Zuschauer: 51003
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Karim Benzema ist Frankreichs neuer Hoffnungsträger

Liebe auf den dritten Blick: Benzema trägt Frankreichs Hoffnungen

Karim Benzema ist Frankreichs neuer Hoffnungsträger

Gettyimages

Nach dem Ausfall von Franck Ribery ist Karim Benzema der Hoffnungsträger des Ex-Weltmeisters Frankreich und soll Les Bleus gegen die Schweiz ins Achtelfinale schießen.

Salvador da Bahia. Als Zinedine Zidane Frankreich zum Fußball-Weltmeister machte, litt Karim Benzema im Ronaldo-Trikot mit dem Finalgegner Brasilien. 16 Jahre später trägt der Torjäger von Real Madrid nach dem Ausfall von Bayern-Star Franck Ribery selbst die WM-Hoffnungen der Grande Nation. "Ich fühle mich gut, bin von Verletzungen verschont und kann alles auf dem Platz geben", sagt der 26-Jährige vor dem zweiten Gruppenspiel am Freitag (ab 21.00 Uhr MESZ im Liveticker) gegen die Schweiz.

Das war nicht immer so: Eigentlich ist die Liaison zwischen dem Mittelstürmer mit den algerischen Wurzeln und den "Blauen" eine Liebe auf den dritten Blick. Als Zehnjähriger schwärmte Benzema für Brasiliens Stürmerstar Ronaldo, Zidane und Co. interessierten ihn wenig. "Ich habe auch Zizou zugeschaut, aber es war Ronaldo, der mich zum Träumen gebracht hat", erinnert er sich.

2008 und 2012 enttäuschend

Dann spielte der U17-Europameister von 2004 selbst für Frankreich, doch den Erwartungen der Fans wurde er jahrelang nicht gerecht. Bei den EM-Turnieren 2008 und 2012 enttäuschte er, blieb ohne Treffer, wurde zum Chancentod. Vor vier Jahren bei der WM in Südafrika war er sogar nur Zuschauer. Während Benzema bei Real Madrid immer mehr aus dem Schatten von Superstar Cristiano Ronaldo heraustrat und zum Torgaranten avancierte, durchlebte er 2012/13 in der Nationalmannschaft eine lange Durststrecke: 1222 Minuten lang erzielte er kein Tor.

Nach seinen zwei Treffern beim 3:0-Auftaktsieg gegen Honduras, den ersten bei einem großen Turnier, wirkt der Stürmer wie befreit. "Ich war in einer schwierigen Phase", gibt Benzema zu, "ich habe mich nicht verändert, ich habe mich weiterentwickelt."

Dabei hatte er nach dem Champions-League-Sieg mit den Königlichen befürchten müssen, in Brasilien nur Ersatz zu sein. Denn wegen der "Decima" mit Real fehlte er beim ersten Teil der WM-Vorbereitung, sein Konkurrent Olivier Giroud sammelte fleißig Pluspunkte, und für den verletzten Ribery drängte Jungstar Antoine Griezmann ins Team. Doch mit zwei Toren und drei Vorlagen beim 8:0 im letzten WM-Test gegen Jamaika spielte Benzema sich noch in die erste Elf.

... und plötzlich Hoffnungsträger

Nach zuletzt acht Toren in sieben Länderspielen ist er plötzlich der Hoffnungsträger, der mit seinen Treffern schon gegen die Schweiz den Achtelfinaleinzug perfekt machen soll. Doch mit der neuen Rolle hat sich der einst Geschmähte, der nach der Sexaffäre mit einer minderjährigen Prostituierten 2009 in München zusammen mit Ribéry erst Anfang des Jahres freigesprochen worden war, noch nicht angefreundet. Der Star sei nicht er, "sondern die Mannschaft, ohne meine Mitspieler könnte ich nichts machen".

Für die Eidgenossen sind Spieler wie Benzema der Grund, warum sie gegen Frankreich nur Außenseiter sind - obwohl sie nach dem 2:1 gegen Ecuador ebenso drei Punkte auf dem Konto haben und als Sechster in der FIFA-Weltrangliste elf Plätze vor den "Blauen" liegen. "Die Franzosen sind Favoriten, weil ihre Spieler in den größten Klubs spielen", sagt Verteidiger Johan Djourou vom Bundesligisten Hamburger SV. Er bekommt es am Freitag mit dem Real-Star zu tun, der vom Versager zum Hoffnungsträger geworden ist.

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