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WM-Qualifikation Europa

  • 15. Oktober 2013
  • • 20:45
  • • Friends Arena, Solna
  • Schiedsrichter: W. Collum
  • • Zuschauer: 49251
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ENDE
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Wieder ein Spektakel - Deutschland gewinnt 5:3 in Schweden

Wieder ein Spektakel - Deutschland gewinnt 5:3 in Schweden

Bongarts

Deutschlands WM-Teilnahme stand schon vor dem letzten Gruppenspiel fest. Dennoch war noch eine Rechnung zu begleichen - am Ende sahen die Zuschauer wieder ein Spektakel und ein 5:3

Stockholm. Das kuriose 4:4 aus dem Hinspiel sorgte zeitweise für Schockstarre bei der DFB-Elf! Gegen Irland machten die Mannen von Jogi Löw zuletzt die WM-Teilnahme perfekt, nun stand also das letzte Gruppenspiel in Schweden auf dem Programm. Am Ende sahen die Zuschauer erneut ein Torfestival. 5:3 siegte die Löw-Elf am Ende.

Neben der Revanche für das legendäre 4:4 gegen "Tre Kronor" vor einem Jahr in Berlin gelang der zuvor bereits als Gruppensieger für die WM-Endrunde 2014 in Brasilien qualifizierten DFB-Elf auch noch ein Torrekord. Mit 36 Treffern in der Ausscheidungsrunde übertraf die deutsche Mannschaft ihren Bestwert aus der Qualifikation zur WM 1982 (33 Tore).

Mesut Özil war an seinem 25. Geburtstag mit seinem achten Tor im laufenden Wettbewerb der Anschlusstreffer in einer extrem ernüchternden ersten Halbzeit geglückt. Tobias Hysén (6.) und Alexander Kacaniklic (42.) hatte die gnadenlos effektiven Schweden gegen anfällige und ideenlose Gäste mit 2:0 in Führung geschossen.

Doch nach der Pause schafften der eingewechselte Mario Götze (53.) und Schürrle (57., 66., 76.) noch die Wende. Nach dem 3:4 durch Hysen (69.) drohte zwischenzeitlich erneut ein 4:4. Doch im Gegensatz zum Hinspiel, als die DFB-Elf schon 4:0 geführt hatte, blieb es ihr diesmal erspart. So erlebte auch der ansonsten schwache Jubilar Bastian Schweinsteiger ein versöhnliches Ende seines ereignisreichen 100. Länderspiels.

Ohne den gesperrten Superstar Zlatan Ibrahimovic, der mit einem Schweden-Fähnchen in der Hand auf der Tribüne saß, erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Nach einem Pass von Sebastian Larsson kam Tobias Hysén frei zum Schuss und ließ Manuel Neuer in der sechsten Minute keine Abwehrchance, auch weil Jerome Boateng in der Viererkette falsch stand. Es war das erste Gegentor für das DFB-Team seit 320 Minuten.

Danach bemühten sich die Gäste um Spielkontrolle, taten sich gegen früh störende Schweden aber schwer. Die erste gute und für lange Zeit einzige Chance ergab sich durch eine Standardsituation. Nach einer Freistoßflanke von Kroos köpfte Thomas Müller den Ball an die Latte (12.).

Anschließend bestimmte das deutsche Team zwar das Spiel, doch der dicht gestaffelte schwedische Defensiv-Verbund bereitete Özil und Co. zunächst Kopfzerbrechen. Auch einige vielversprechende Aktionen über die Außen, vor allem Marcell Jansen über links war bemüht, verpufften. Jubilar Bastian Schweinsteiger konnte dem Spiel in seinem 100. Einsatz im DFB-Trikot nicht den Stempel aufdrücken - im Gegensteil: Der Ersatz-Kapitän von Philipp Lahm agierte unglücklich und war zumeist ebenso ratlos wie seine Kollegen in der Kreativabteilung.



In der 42. Minute kam es dann noch schlimmer, als die Schweden ihre zweite gute Chance zum zweiten Tor nutzten. Wieder tat sich eine Lücke in der Viererkette auf, und Alexander Kacaniklic hatte freistehend gegen Neuer keine Probleme. Immerhin gelang Özil mit seinem Schuss aus 14 Metern der schnelle Anschluss.

Bundestrainer Löw hatte nach dem 3:0-Sieg gegen Irland am Freitag in Köln auf intensive Rotation verzichtet. Für den erkälteten Per Mertesacker begann Mats Hummels in der Innenverteidigung. Max Kruse kam für den gelbgesperrten Sami Khedira zum Einsatz und agierte als einzige Sturmspitze. Mesut Özil rückte an seinem Geburtstag wieder auf seine angestammte Position hinter den Spitzen, Toni Kroos operierte etwas defensiver.

Nach der Pause kam Mario Götze für Müller ins Spiel - und der Wechsel zahlte sich schnell aus. Einen Pass von Özil verwertete der Münchner eiskalt zum 2:2. Danach lief es für die deutsche Elf, die mit blitzschnellen Kombinationen die Löcher in der schwedischen Deckung nutzte. Schürrle machte mit seinem Treffern vortreffliche Eigenwerbung für einen Stammplatz auf der hart umkämpften linken Offensivseite, wo auch Lukas Podolski und Julian Draxler gerne spielen würden.

Bester deutscher Spieler neben Schürrle war Toni Kroos. Hysén und Kim Källström ragten aus dem schwedischen Team heraus.

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