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Freundschaftsspiel

  • 18. November 2014
  • • 21:00
  • • Celtic Park, Glasgow
  • Schiedsrichter: J. Eriksson
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ENDE
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Raphael Varane nickte zum Sieg der Equipe Tricolore ein

Selecao siegt knapp - Varane lässt Frankreich jubeln

Raphael Varane nickte zum Sieg der Equipe Tricolore ein

Brasilien schwächelt lange, doch dann schlägt ein Hoffenheimer zu. Firmino trifft per Traumtor zum Sieg. Auch Italien und Frankreich dürfen knappe Erfolge bejubeln.

Wien. Brasilien tut sich gegen defensiv gut sortierte Österreich schwer. Die Offensive um Superstar Neymar kommt spielerisch nicht in Schwung. Ein Verteidiger und ein Hoffenheimer retten dennoch einen knappen Sieg. Italien benötigt derweil ein Eigentor zum Erfolg, während Frankreich lange an Schweden-Keeper Andreas Isaksson verzweifelt. Auch England ist siegreich, Klinsmanns US-Boys erleben ein Debakel.

Österreich - Brasilien 1:2 (0:0)

Tore: 0:1 David Luiz (65.), 1:1 Dragovic (Elf. 75.), 1:2 Firmino (84.)

Bei den Österreichern begann der Siegtorschütze gegen Russland, Rubin Okotie, in der Startelf. In der siebten Spielminute bugsierte der Spieler von 1860 München bereits den Ball ins Tor, der Treffer wurde aber korrekterweise wegen eines Handspiels von Okotie nicht anerkannt. Bei den Brasilianern ging in der ersten Halbzeit lange nichts zusammen. Nur Oscar prüfte Almer einmal gefährlich. Ansonsten hatte die österreichische Abwehr alles im Griff.

Mehr zu sehen gab es in der zweiten Halbzeit. Da die brasilianische Offensive spielerisch kaum gefährlich wurde, musste ein Verteidiger aushelfen. David Luiz besorgte per Kopf die Führung für die Gäste. Doch die Brasilianer leisteten sich ein Foul im eigenen Strafraum. Aleksandar Dragovic sagte Danke und verwandelte gekonnt sicher.  Damit traf Österreich erstmals seit 41 Jahren wieder gegen Brasilien. Doch den Schlusspunkt setzte ein Hoffenheimer: Roberto Firmino traf mit einem Traumtor aus 20 Metern zum Sieg für die Selecao.

Italien - Albanien 1:0 (0:0)

Tor: 0:1 Salihi (82., ET)

Der viermalige Fußball-Welmeister Italien hat sich im ersten Aufeinandertreffen mit der Nationalmannschaft Albaniens zu einem 1:0 (0:0)-Sieg gemüht. Für die Entscheidung sorgte Hamdi Salihi (82.), der kurz vor Schluss unglücklich ins eigene Tor traf.

Der Kölner Bundesliga-Profi Mergim Mavraj stand die kompletten 90 Minuten für Albanien auf dem Platz, Valdet Rama von 1860 München wurde in der Schlussminute eingewechselt.

Frankreich - Schweden 1:0 (0:0)

Tor: Varane (84.)

Bes. Vorkommniss:
Benzema verschießt Elfmeter (86.)

 In der Spielstätte von Olympique Marseille wurde Frankreich - zumindest spielerisch - seiner Favoritenrolle von Beginn an gerecht. Einzig und alleine ein Treffer sollte in der ersten Hälfte nicht gelingen. Chancen über Chancen boten sich der Equipe Tricolore, das Kunstleder wollte aber einfach nicht über die Linie springen. Von den Schweden, bei denen Zlatan Ibrahimovic verletzungsbedingt nicht im Kader stand, kam dagegen anfangs lange nichts. Erst kurz vor der Halbzeit setzte Isaac Thelin ein erstes Ausrufezeichen, Steve Mandanda parierte aber sicher (41.). 

Im zweiten Durchgang nahmen die Gäste dann etwas mehr am Spiel teil, sodass sich über manche Strecken des Spiels ein offener Schlagabtausch entwickelte. Das erste Tor ließ dennoch lange auf sich warten. Raphael Varane war es, der die Gastgeber nach einer Ecke in Führung köpfte. Nur eine Minute später vergab Karim Benzema noch die große Chance zur Entscheidung als er einen Elfmter neben das Tor setzte. 

Am nächsten Sieg der Franzosen änderte aber auch das nichts. Die Equipe Tricolore brachte das 1:0 gegen die Schweden letztlich souverän über die Zeit.

Polen - Schweiz 2:2 (1:1)

Tore: 0:1 Drmic (4.), 1:1 Jedrzejczyk (45.), 2:1 Milik (61.), 2:2 Frei (87.)

Gelb-Rot: Zyro (83.)

Roman Bürki stand bei den Eidgenossen im Tor und feierte sein Debüt in der Nati. Schon nach vier Minuten durfte er sich über das erste Tor freuen, Xherdan Shaqiri bediente Josip Drmic und der traf alleine vor Polens Schlussmann Boruc zu frühen Führung. Während Shaq und Drmic vorne zwei weitere Chancen vergaben, parierte Bürki hinten gegen Lewandowski und Co. ein ums andere Mal bärenstark. Kurz vor der Pause war auch er machtlos: Seine Vorderleute verschliefen eine kurze Ecke der Polen und Jedrzejczyk hat keine Mühe zum Ausgleich einzuköpfen.

Die zweite Hälfte knüpfte an die ersten 45 Minuten an. Drmic und Lewandowski vergaben weiter ihre Chancen, während Bürki überragend hielt. Bis zur 61. Minute: Der Freiburger kam gegen Lewandowski außerhalb des Strafraums zu spät und sah Gelb. Den anschließenden Freistoß donnerte Milik unhaltbar in den Winkel. Ereignisreich blieb es bis zum Schluss: Erst traf Milik den Pfosten, dann sah sein Landsmann Zyro noch die Gelb-Rote Karte. Und die Schweizer wussten die Überzahl auszunutzen. Wieder war der Vorlagengeber Shaqiri, der mit einem Pass in der Mitte den eingewechselten Frei fand. Der Schweizer traf per Direktabnahme und bewahrte Landsmann Bürki vor einer Niederlage beim Nationalmannschaftsdebüt.

Schottland - England 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Oxlade-Chamberlain (31.), 0:2 Rooney (47.), 1:2 Robertson (83.), 1:3 Rooney (85.)

Auch wenn es "nur" ein Testspiel ist, geht es zwischen Schottland und England immer um eine Menge Prestige. Nach dem harten Fight im Celtic Parg gegen die Iren empfingen die Schotten also gleich im nächsten Derby den britischen Nachbarn an selber Stelle.

Diesmal hielt das Abwehrbollwerk aber nicht. In der 31. Minute reichte ein einfacher langer Ball von Jack Wilshere, der seinen Arsenal-Teamkollegen Alex Oxlade-Chamberlain bediente. Der 21-Jährige verlängerte den Ball ins lange Eck und brachte die Three Lions in Führung (31.).

Scheinbar im Gedanken noch beim Pausentee verpatzten die Schotten dann den Start in die zweite Hälfte. Wayne Rooney sagte danke und drückte den Ball nach großer Verwirrung im Schotten-Strafraum über die Linie (47.). Die Gastgeber schienen sich in der Folge aufzugeben. Während die Schotten nicht viel in die Offensive investierten, beließen es die Engländer lange dabei, das Spiel ohne großen Vorwärtsdrang zu kontrollieren. 

Praktisch aus dem Nichts machte es Andrew Robertson noch einmal spannend: In der 83. Minute traf Hull Citys Verteidiger zum 1:2 und machte den Fans im Celtic Park noch einmal Hoffnung. Diese machte Rooney aber nur zwei Minuten später mit dem 3:1-Endstand wieder zunichte.

Irland - USA 4:1 (1:1)

Tore:1:0 Pilkington (7.), 1:1 Diskerud (39.), 2:1 Brady (56.), 3:1 Mc Clean (82.), 4:1 Brady (86.)

Jürgen Klinsmann begann mit drei Deutschland-Legionären in der Startelf. Johnson (Gladbach), Morales (Ingolstadt) und Chandler (Frankfurt) mussten aber direkt von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen. Nach sieben Minuten brachte Pilkington die Iren in Front. Doch noch vor dem Pausentee zeigte die USA eine Reaktion. Erst scheiterte Johnson noch am Pfosten, dann glich Diskerud verdient aus.

Nach der Pause dasselbe Spiel: Wieder gingen die Iren in Führung. Diesmal war es Robert Brady, der mit seinem Schuss erfolgreich war. Die US-Boys versuchten sich erneut am Ausgleich und rannten an. Anders als noch im ersten Durchgang, schafften Klinsmanns Männer nicht den Ausgleich, sondern mussten bereits acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit einen Konter zum 1:3 hinnehmen. Endgültig entschieden war die Partie bereits vier Minuten später, als erneut Brady auf ein etwas zu hohes 4:1 stellte.

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