thumbnail Hallo,
Live

Bundesliga

  • 11. April 2015
  • • 15:30
  • • Veltins-Arena, Gelsenkirchen
  • Schiedsrichter: J. Drees
  • • Zuschauer: 61471
0
ENDE
0

Joel Matip (l.) und die Schalker hatte mit Freiburg alle Hände voll zu tun

Schalke trifft auch gegen Freiburg nicht

Joel Matip (l.) und die Schalker hatte mit Freiburg alle Hände voll zu tun

AFP

S04 sucht nach einem Erfolgserlebnis, das das Team jedoch nicht findet. Zum dritten Mal in Folge blieb Schalke ohne Treffer - so kann man kein Spiel gewinnen. Die Analyse.

Der FC Schalke 04  ist am 28. Spieltag der Bundesliga nicht über ein 0:0 gegen den SC Freiburg hinausgekommen. Damit sind die Chancen der Königsblauen auf das Erreichen eines Champions-League-Platzes weiter gesunken.

Vor 60.000 Zuschauern in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen boten beide Mannschaften in der ersten Hälfte nicht viel. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie lebhafter, die beste Chance besaßen die Freiburger, für die Kapitän Julian Schuster einen Elfmeter verschoss (58.).

Die Schalker bewiesen erneut, dass sie sich mit dem Toreschießen in der zweiten Saisonhälfte äußerst schwertun. Nur neun Treffer stehen nach dem zehnten Duell der Rückserie auf dem S04-Konto.

Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar feierte im Heimspiel ein negatives Jubiläum. Er wartet nun schon seit mehr als 1.000 Minuten auf einen Torerfolg – und S04 seit vier Liga-Spielen auf einen Dreier. Drei dieser vier Duelle endeten ohne einen Schalker Treffer.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei den Schalkern gibt es im Vergleich zum 0:0 in Augsburg drei  Änderungen. Farfan, Aogo und Kolasinac stehen für Goretzka, Fuchs und Barnetta in der Startelf.

Freiburg wechselt im Vergleich zum 0:1 im Pokal-Viertelfinale in Wolfsburg gleich fünfmal. Krmas, Frantz, Riether, Günter und Klaus dürfen für Torrejon, Philipp, Mujdza, Darida und Schmid ran.

26.: Nach einer Flanke von Farfan ist Huntelaar in der Mitte mit dem Kopf leicht dran und stört damit das Timing des hinter ihm einlaufenden Meyer, der aus fünf Meter drüber köpft.

33.: Huntelaar schließt einen Schalker Konter mit einem Schuss aus 14 Metern ans Außennetz ab.

51.: Der erste Versuch aufs Tor – und das von den Freiburgern: Mehmedi mit einem Steilpass auf Klaus, der auf die kurze Ecke zielt. Fährmann ist da und klärt mit einer Fußabwehr.

57.: Mehmedi tunnelt bei einem Solo erst Matip, zieht dann an Nastasic vorbei und kann vom von hinten heraneilenden Höwedes nur noch mit einem Foul gebremst werden. Klarer Elfmeter!

58.: Schuster tritt am Punkt an – und schießt den Ball mittig über die Latte.

62.: Bürki mit einer Doppel-Aktion: Erst ist er bei Meyers gezirkeltem Versuch aus 20 Metern mit einer Hand dran und bei der anschließenden Ecke pariert er einen Kopfball von Choupo-Moting sensationell.

75.: Höwedes kommt sieben Meter vor dem Tor zum Schuss. Vor Bürki schlägt Guede jedoch schon den Ball weg.

76.: Nach fünfeinhalb Monaten Verletzungspause feiert Draxler bei den Schalkern sein Comeback.

83.: Fährmann muss erneut bei einem SC-Konter eingreifen: Er hat den Schuss von Günter sicher.

Fazit: Der FC Schalke 04 hat erneut nicht gewonnen – und das war keine große Überraschung. Die Königsblauen zeigten gegen Freiburg erneut, dass sie Probleme mit dem Toreschießen haben. Der Sport-Club besaß die besseren Möglichkeiten und sicherte sich verdientermaßen einen Punkt.

Galerie: Die besten Bilder des Spieltags

Der Star des Spiels: Roman Bürki. Der Freiburger erledigt seine Standard-Aufgaben souverän. Und er glänzte in der 62. Minute gleich doppelt innerhalb von nur 30 Sekunden. Zweimal war er mit einer Hand zur Stelle, sowohl beim Schuss von Max Meyer als auch beim Kopfball von Eric Maxim Choupo-Moting. Das waren seine Kür-Aufgaben.

Der Flop des Spiels: Julian Schuster. Vergab die Riesen-Chance für die Breisgauer, indem er den Elfmeter über den Querbalken jagte.   

Der Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees. Musste in der ersten Halbzeit viele Freistoß-Entscheidungen treffen und zeigte darüber hinaus drei Gelbe Karten. Lag mit seinen Entscheidungen richtig und auch der Elfmeterpfiff für die Freiburger in der zweiten Hälfte hatte seine Berechtigung. Gute Leistung.

Das fiel auf:

  • Schalke begann zum ersten Mal seit der 0:5-Niederlage in der Champions League gegen Chelsea Ende November wieder mit einer Viererkette. Benedikt Höwedes rückte wie schon bei der WM aus dem Zentrum nach außen, diesmal jedoch auf die Position des Rechtsverteidigers im 4-2-3-1-System.
  • Freiburg konzentrierte sich bei der Arbeit gegen den Ball vor allem auf die Arbeit gegen die Gegenspieler. Die Gäste waren immer dicht an den Schalkern dran und schreckten auch nicht davor zurück, mit Fouls den S04-Spielfluss zu unterbrechen.
  • Bei S04 ließ sich bei Ballbesitz einer der beiden Sechser nach hinten zwischen die Innenverteidiger fallen, um den Spielaufbau zu organisieren. Erst übernahm Dennis Aogo diese Aufgabe, später war es Marco Höger, der oft vergeblich versuchte, seine Mitspieler zu erreichen. Da die Freiburger kompakt standen, griffen die Schalker oft mit langen Bällen an.
  • Auf der Suche nach seinem ersten Tor nach einer gefühlten Ewigkeit ging Klaas-Jan Huntelaar viele Wege. Er ließ sich ins Mittelfeld fallen und tauchte auch oft auf den Außenpositionen auf. Mit seinen Aktionen stiftete er jedoch kaum Verwirrung bei den Gästen.

Dazugehörig