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UEFA Europa League

  • 23. Februar 2012
  • • 21:05
  • • VELTINS-Arena, Gelsenkirchen
  • Schiedsrichter: A. Kelly
  • • Zuschauer: 50000
3
N. V.
1

Schalke 04 siegt mit Gesamtergebnis von 4 - 2

Hochspannung in Gelsenkirchen - Schalke zittert sich durch die Verlängerung und siegt dank Huntelaar

Hochspannung in Gelsenkirchen - Schalke zittert sich durch die Verlängerung und siegt dank Huntelaar

Getty Images

Nach der schnellen Führung durch Huntelaar machte Schalke sich das Leben selbst schwer und kassierte kurz vor Schluss den Ausgleich. Am Ende entscheidet wieder der „Hunter“.

Gelsenkirchen. Das Rückspiel in der Europa League zwischen Schalke 04 und Viktoria Pilsen aus Tschechien versprach viel Spannung. Das Hinspiel in Pilsen endete 1:1, Schalke sicherte sich nach einem Treffer von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar einen glücklichen Punkt. Für das Rückspiel in der Veltins-Arena gelobte Schalke Besserung, der Anfang war vielversprechend und Schalke gelang durch Huntelaar die schnelle Führung. Nach dem Ausgleich durch Rajtoral ging es in die Verlängerung, dort war einmal mehr Verlass auf Tormaschine Huntelaar, der mit seinem zweiten und dritten Treffer die Partie letztlich entschied.

Hildebrand erstmals von Beginn an im Tor

Schalke-Trainer nahm gegenüber dem Sieg in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg kaum Veränderungen an Schalkes Startelf vor, für den verletzten Unnerstall stand Timo Hildebrand im Tor. Jermaine Jones, der in der Europa League spielberechtigt gewesen wäre, fiel kurzfristig mit einer Wadenverhärtung aus, Jose Jurado weilte bei seiner schwangeren Frau im Krankenhaus. So stürmten auf den offensiven Außenpositionen Farfan und Draxler, als rechter Außenverteidiger lief Kapitän Benedikt Höwedes auf, weichen musste dafür Atsuto Uchida.

Schalke startet furios – Huntelaar steht goldrichtig

Schalke legte los wie die Feuerwehr und spielte zielstrebig und schnörkellos nach vorne. Prompt fiel die Führung für Königsblau (8.): Matip gewann in Höhe der Mittellinie den Ball, leitete den Ball weiter auf Draxler, der Richtung Tor marschierte und mit links stramm abzog. Pilsens Keeper Cech konnte den Schuss nur abprallen lassen und die Kugel fiel Huntelaar vor die Füße, der goldrichtig stand und aus fünf Metern problemlos einnetzte. Nach acht Minuten die frühe Führung für den Gastgeber, das spielte Schalke natürlich in die Karten.

Pilsen scheitert am Pfosten

Schalke störte schon in Höhe der Mittellinie und ließ die spielstarken Gäste kaum zur Entfaltung kommen, sodass Hildebrand nahezu beschäftigungslos blieb. Die zweite Chance des Spiels gehörte ebenfalls Schalke, Fuchs knallte einen Freistoß aus zentraler Position links am Tor vorbei (20.). Nach gut 25 Minuten wurde Pilsen stärker, beteiligte sich aktiver am Spiel und prompt stockte den Zuschauern in der Veltins-Arena der Atem: Der aufgerückte Cisovsky stand im Schalke-Strafraum mutterseelenallein (24.) und köpfte den Ball ins Tor, aber Schiedsrichter Kelly aus Irland entschied zurecht auf Abseits. Nur vier Minuten später die nächste Gelegenheit (28.), aber die Tschechen scheiterten am Außenpfosten.  

Schalke rettet glückliche Führung in die Pause

Die zwei Großchancen schienen bei Schalke bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben, der Bundesliga-Vierte wirkte geschockt und brachte nach einer halben Stunde kaum noch konstruktive Aktionen zustande. Das blieb bis zur Halbzeit so, auch die Defensive wirkte nicht mehr so sattelfest wie zu Beginn, Pilsen störte nun seinerseits früh und ließ die Schalker Offensivkräfte nicht mehr zur Entfaltung kommen. Schalke strahlte mit zunehmender Spielzeit immer weniger Glanz aus und rettete sich mit der glücklichen Führung in die Pause.

Bakos sieht Rot

Nach einer knappen Stunde wurde das Spiel ruppiger, zuerst grätschte Limbersky Höwedes an der Außenlinie um und sah die Gelbe Karte (58.), drei Minuten später schwächte sich der tschechische Meister dann selbst. Nach einem Zweikampf lagen Bakos und Papadopoulos am Boden, beim Aufstehen rammte Bakos dem Griechen den Ellenbogen ins Gesicht und sah von Schiedsrichter Kelly folgerichtig den Ampelkarton. Doch anstatt selbstbewusster aufzutreten, zog sich Schalke zurück, überließ Pilsen das Feld.

Schalke fehlt trotz Überzahl die nötige Sicherheit

Die erste gute Möglichkeit für Schalke im zweiten Durchgang hatte schließlich Raul, der Spanier kam nach einem Farfan-Freistoß mit dem Hinterkopf an den Ball und verfehlte das Tor nur knapp (70.). Das Spiel war geprägt von Unterbrechungen, auch Farfan holte sich die Gelbe Karte ab (73.) und ist damit im Hinspiel des Achtelfinales gegen Twente Enschede gesperrt.

Rajtoral gleicht kurz vor Schluss aus – Verlängerung!

Trotz der Führung im Rücken und mit einem Mann mehr auf dem Platz tat sich Schalke bis Spielende schwer. Pilsen stürmte, das bot Schalke Platz zum Kontern, aber Huntelaar vergab die Riesenchance zur Entscheidung (85.). Die Bestrafung dafür folgte auf dem  Fuß: Pilsen konterte über links, zunächst kam Höwedes zu spät, dann Papadopoulos, ehe Rajtoral den Ball problemlos ins Tor von Hildebrand jagte. Damit ging es in die Verlängerung, Schalke verpasste es, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden.

Der „Hunter“ erlöst Schalke

In der Verlängerung erhöhte Schalke den Druck, Powerplay bei den Knappen, Pilsen verteidigte nur noch, aber die Schüsse von Baumjohann (97.) und Obasi flogen über die Querlatte. Knapper wurde es ein paar Minuten später, aber sowohl der Kopfball von Raul (104.), als auch der Knaller von Obasi (105.) verfehlten das Pilsener Gehäuse. Eine Minute nach Anpfiff der zweiten Hälfte der Verlängerung wurde das Anrennen der Schalke dann belohnt. Obasi setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte auf den Elfmeterpunkt, wo Huntelaar einnicken konnte (106.). Pilsen zeigte sich geschockt, die Unterzahl hatte bei den Tschechen mittlerweile Spuren hinterlassen, sodass Schalke die Führung gegen einen angeschlagenen Gegner über die Zeit bringen konnte. Den Schlusspunkt setzte ebenfalls der „Hunter“, zunächst scheiterte der eingewechselte Marica an Cech, Huntelaar verwandelte den Abstauber (121.) und avancierte einmal mehr zum Matchwinner.

Eure Meinung: Schalke kämpfte sich nach spannenden 120 Minuten ins Achtelfinale! Ein verdienter Erfolg für Königsblau?

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