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UEFA Champions League

  • 5. November 2013
  • • 20:45
  • • Donbass Arena, Donets'k
  • Schiedsrichter: W. Collum
  • • Zuschauer: 50115
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Nach Braunschweig-Blamage: Weiche Knie statt breite Brust bei Bayer Leverkusen

Am Dienstag kann Leverkusen im Rückspiel bei Schachtjor Donezk die Tür zum Achtelfinale in der Champions League ganz weit aufstoßen, muss dazu aber den Liga-Rückschlag verarbeiten.

Donezk. Weiche Knie statt breiter Brust: Als Stefan Kießling und Co. am Montagmorgen die Chartermaschine von Air Berlin bestiegen, war in den Gesichtern der Profis immer noch die Enttäuschung vom vergangenen Samstag abzulesen.

Die Angst vor einer weiteren Pleite am Dienstagabend (20.45 Uhr MEZ/Liveticker bei Goal) in der Champions League bei Schachtjor Donezk begleitete Bundesligist Bayer Leverkusen auf den rund dreieinhalbstündigen Flug mit AB 1004 in die ostukrainische Industrie-Metropole, wo es für den Werksklub drei Tage nach der 0:1-Blamage beim Bundesligaletzten Eintracht Braunschweig nicht nur um sportliche Meriten, sondern auch um Moneten geht.

"Wir erwarten ein sehr schwieriges Spiel. Wir haben kurz über das Spiel in Braunschweig gesprochen und uns dann direkt auf Donezk konzentriert. Jeder bei uns weiß, wie wichtig dieses Spiel für uns ist," sagte Bayer-Teamchef Sami Hyypiä kurz vor dem Abschlusstraining in der prachtvollen Donbass-Arena.

Der Finne kündigte zugleich an, dass er im Gegensatz zu Samstag, als sich seine Rotation als Rohkrepierer erwies, gegen Donezk wieder sein A-Team ins Rennen schickt: "Wir müssen in so einem Spiel mit der besten Mannschaft auflaufen, das ist doch klar." Also rotiert Hyypiä wieder zurück. In Donezk wird Bayer in Bestbesetzung antreten, das heißt mit dem A-Sturm Stefan Kießling, Sidney Sam und Heung-Min Son.

In Bestbesetzung ein anderes Gesicht zeigen

"Wir müssen jetzt ganz schnell umschalten und in Donezk wieder unser wahres Gesicht zeigen", sagte Sportchef Rudi Völler (53) und fordert in der 2240 km von Leverkusen entfernten hochmodernen EM-Arena eine Trotzreaktion seiner Mannschaft. Im Rückspiel gegen den ukrainischen Meister kann die Mannschaft von Teamchef Hyypiä (40) die Tür zum Achtelfinale schließlich ganz weit aufstoßen und damit die Voraussetzungen für einen weiteren Geldsegen schaffen.

"Wir haben eine gute Ausgangsposition. Wenn wir gewinnen, haben wir eine sehr gute Ausgangsposition", sagte Kapitän Simon Rolfes. Der Einzug in die K.o.-Runde würde zusätzlich 3,5 Millionen Euro in die Kasse spülen, nachdem bislang schon in der Königsklasse 10,6 Millionen Euro kassiert wurden.

"Wir wissen, dass wir es besser können. Es ist gut, dass wir das schon am Dienstag wieder beweisen können", sagte Hyypiä, der auf Stefan Reinartz (Fersenprobleme) und Ersatztorhüter Andres Palop (Wadenprobleme) verzichten muss, dafür aber wieder auf den zuletzt angeschlagenen Emir Spahic zählen kann.

"Das wird ein ganz heißer Tanz"

Rolfes ergänzte: "Wir sind in einer sehr guten Form und dürfen uns nicht wegen einem Ausrutscher alles kaputt reden lassen." Der 31-Jährige mahnte aber auch: "Wir müssen in Donezk hellwach sein, denn vor 50.000 fanatischen Zuschauern wollen sie sich für das 0:4 im Hinspiel revanchieren."

Torwart Bernd Leno (21) erwartet in Donezk ebenfalls einen ganz anderen Gegner als im Hinspiel. "Schachtjor wird ganz anders auftreten. Deshalb muss bei uns jeder 110 Prozent geben, damit wir dort bestehen." Sebastian Boenisch (26) pflichtet seinem Keeper bei: "Das wird ein ganz heißer Tanz."

Den verspricht auch Donezk-Trainer Mircea Lucescu dem Werksklub. Der Rumäne will mit seinem Team den zweiten Platz zurückerobern. Die Statistik spricht allerdings gegen Donezk, denn Schachtjor gewann vor eigenem Publikum seit über 30 Jahren nicht mehr gegen einen Bundesligisten.

Letztmals siegte der Klub als Titelverteidiger in der Saison 1980/81 in der ersten Runde des UEFA-Pokals gegen Eintracht Frankfurt (1:0). Leverkusen verlor allerdings bei seinem letzten Auftritt in der Ukraine im vergangenen November in der Gruppenphase der Europa League mit 0:2 bei Metalist Charkow.

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Spieler im Fokus

D. Srna

Position: Abwehrspieler

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Der Kroate und Kapitän von Donetsk ist seit Jahren eine konstante Größe als Rechtsverteidiger und für einen Heimerfolg ein echtes Faustpfand - auch, weil er immer mal wieder selber trifft.

S. Sam

Position: Mittelfeldspieler

Spiele: 0

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Nach Pause gegen Braunschweig wird der Flügelmann darauf brennen, weiter seine starke Form unter Beweis zu stellen und seinem einen Tor bisher mindestens einen weiteren CL-Treffer hinzuzufügen.

Redaktionstipp

Spannende Konstellation: Leverkusen kann die Tür zum Weiterkommen weit aufstoßen, Donetsk steht unter Zugzwang. Das resultiert in einem abwechslungsreichen 2:2-Remis.

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Schachtjor Donezk

Bayer Leverkusen

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