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DFB Pokal

  • 17. August 2014
  • • 16:00
  • • Preußen-Stadion, Münster
  • Schiedsrichter: G. Winkmann
  • • Zuschauer: 16797
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Bayern meistert zum 20. Mal in Folge die erste Runde

Keine Blöße gab sich der Rekordpokalsieger beim Spiel gegen Preußen Münster und siegte völlig verdient 4:1. Die Münsteraner konnten nur zehn Minuten mithalten.

Münster. Rekordtitelträger Bayern München hat zum 20. Mal in Folge die Auftaktrunde des DFB-Pokals gemeistert. Der 17-malige Cupsieger und Titelverteidiger setzte sich beim Drittligisten Preußen Münster souverän mit 4:1 (2:0) durch. Zuletzt waren die Bayern in der Saison 1994/95 durch ein 0:1 bei der TSV Vestenbergsgreuth in der 1. Runde gescheitert.

Mit fünf von sechs Weltmeistern in der Startelf - Bastian Schweinsteiger war mit Patellasehnenproblemen gleich in München geblieben - gerieten die Münchner fünf Tage vor dem Liga-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg nur in der Anfangsphase in Gefahr. Die Tore erzielten Deutschlands WM-Finaltorschütze Mario Götze (19.), Thomas Müller (29.), David Alaba (52.) und Claudio Pizarro (73.). Robert Lewandowski scheiterte in Nachspielzeit mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter an Torhüter Daniel Masuch. Marc Heitmeier hatte zuvor die Rote Karte wegen einer Notbremse gesehen. Rogier Krohne (89./Handelfmeter) erzielte den Ehrentreffer der Preußen.

Kein Stolperstein

Preußen hoffte bei der 26. Teilnahme am DFB-Pokal dagegen umsonst auf den dritten Sieg gegen einen Erstligisten. Zuletzt hatten die Westfalen 2012 durch ein 4:2 n.V. gegen Werder Bremen für Furore gesorgt. Da der vermeintliche Aufstiegsaspirant in der Liga derzeit nur Rang zwölf belegt, hatten einige Spieler schon vor der Partie angekündigt, dass ihnen das Vereinshighlight derzeit gar nicht so recht kam.



Bayern-Trainer Pep Guardiola hatte sein Team gegenüber der 0:2-Niederlage im Supercup bei Borussia Dortmund auf vier Position verändert. Für den in Dortmund verletzten Javi Martínez, Sebastian Rode, Pierre Emile Hojbjerg und Gianluca Gaudino begannen in Kapitän Philipp Lahm und Götze zwei Weltmeister, dazu die Abwehrspieler Dante und Holger Badstuber, der damit sein erstes Pflichtspiel seit 20 Monaten bestritt und bis zu seiner Auswechslung in der 79. Minute eine ordentliche Leistung zeigte.

Im ersten Pflichtspiel der beiden Klubs - das einzige Freundschaftsduell gewannen die Bayern 1994 mit 7:0 - agierte der Außenseiter vor 16.697 Zuschauern zunächst durchaus mutig. Die Dreier-Abwehrkette der Bayern, auf die Guardiola auch nach der Verletzung seines geplanten Mittelmannes Martínez setzte, war zudem erneut extrem anfällig. In der 12. Minute verhinderte Manuel Neuer nach einem Schuss von Marcel Reichwein mit letzter Kraft das 1:0 für Preußen, das im Gegensatz zu den Bayern ein Bundesliga-Gründungsmitglied ist.

Bayern konzentrierter im Abschluss

Offensiv wirkte der Double-Sieger aber engagierter und konzentrierter als vier Tage zuvor in Dortmund. Vor allem der extrem spielfreudige Götze und Xherdan Shaqiri auf der ungewohnten rechten Seite machten richtig Dampf. Shaqiris Flanken verwerteten Robert Lewandowski (6.) und Götze (8.) aber nicht zum ersehnten frühen Führungstor. Elf Minuten später nutzte Götze eine Flanke von Lewandowski per Kopf zum ersten Pflichtspieltreffer der Bayern in dieser Saison. Als Müller zehn Minuten später nach einem fatalen Querschläger der Gastgeber das zweite Tor nachlegte, war der Widerstand der Westfalen gebrochen und das Spiel entschieden.

Alaba und Pizarro erhöhten in der zweiten Halbzeit für den Favoriten, der einen höheren Sieg verpasste. Beste Spieler bei Münster waren Torhüter Daniel Masuch und der technische starke Mehmet Kara. Bei den Bayern überzeugten vor allem Götze, Shaqiri und Alaba.

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