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Bundesliga

  • 10. November 2012
  • • 15:30
  • • Schwarzwald-Stadion, Freiburg im Breisgau
  • Schiedsrichter: G. Perl
  • • Zuschauer: 24000
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HSV erkämpft sich in Unterzahl in Freiburg einen Punkt

HSV erkämpft sich in Unterzahl in Freiburg einen Punkt

Bongarts

Der Hamburger SV kam gegen Freiburg nicht über ein Unentschieden hinaus, musste aber letztlich in Unterzahl mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Freiburg. Auch in Unterzahl war der Hamburger SV für den SC Freiburg nicht zu schlagen. Obwohl die Gäste aus Norddeutschland schon nach 35. Spielminuten den erstmals in die Startelf berufenen Abwehrspieler Paul Scharner durch Platzverweis verloren, retteten sie dank einer starken kämpferischen und spielerischen Leistung vor 24.000 Zuschauern das 0:0 über die Zeit. Die Hamburger bleiben damit einer der Angstgegner der Freiburger, die in 29 Duellen erst sechsmal gewannen bei 14 Niederlagen und nun neun Unentschieden.

Der Freiburger Trainer Christian Streich hatte keine Notwendigkeit gesehen, an der bereits beim 1:1 in Mönchengladbach bewährten Startformation etwas zu ändern. Dagegen musste sein Kollege Thorsten Fink im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen Bayern München seine Innenverteidigung umbauen. Für den erkrankten Michael Mancienne rückte Scharner in die zentrale Zone. Eine Maßnahme, die sich wegen der Gelb-Roten Karte für den Österreicher noch in der ersten Halbzeit als unglücklich erweisen sollte. Zudem bot der HSV-Coach Artjoms Rudnevs wieder als Sturmspitze auf. Tomas Rincon nahm auf der Bank Platz.

Zwei große Chancen von Beister

Selbstbewusst auftreten und druckvoll nach vorne spielen, hatte Fink als Marschroute ausgegeben. Die Freiburger merkten schnell, dass die mutige Ansage kein leeres Versprechen war. Von Beginn an sorgten die Gäste immer wieder für Gefahr mit schnellem Spiel oder auch langen Bällen. Die Hamburger erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt. Weil aber auch die Badener weder Angst vor großen Tieren noch vor dem Bundesliga-Dino kennen, entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch mit Torraumszenen auf beiden Seiten.

Die größten Chancen zur Führung boten sich HSV-Mittelfeldspieler Maximilian Beister. In der 13. Minute schloss er nach einem kapitalen Fehlpass von SC-Abwehrmann Pavel Krmas von der Strafraumgrenze aus überhastet ab. Zwei Minuten nach dem Schuss übers Tor traf er aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Der Ball, den SC-Torwart Oliver Baumann nach einem Schuss von Son glänzend abgewehrt hatte, war Beister vor die Füße gefallen. Wieder hatte der HSV von einem Freiburger Missgeschick profitiert. Verteidiger Oliver Sorg war auf dem nassen Rasen ausgerutscht.

Rosenthal trifft den Pfosten

Die Kräfteverhältnisse änderten sich buchstäblich nach 35 Minuten. Nach einem rüden Foul am Freiburger Stürmer Max Kruse sah der bereits nach zehn Minuten verwarnte Scharner von Schiedsrichter Günter Perl die Ampelkarte. In Unterzahl musste der HSV seinen Vorwärtsdrang eindämmen. Bis zur Pause konnten die Gastgeber die nummerische Überlegenheit aber nicht nutzen.

Wer geglaubt hatte, die Freiburger würden in der zweiten Halbzeit ihr personelles Plus gewinnbringend in die Waagschale werfen, sah sich getäuscht. Die Angriffe blieben zu durchsichtig, die Pässe wurden immer wieder von der kompakten Defensive der Gäste abgefangen. In der 67. Minute hatte Daniel Caligiuri die Führung auf dem Fuß, doch der aus zehn Metern von der linken Seite mit Effet getretene Ball ging am langen Pfosten vorbei. Der wieder in die Nationalmannschaft berufene Rene Adler rettete in der 83. Minute großartig gegen einen Fernschuss von Max Kruse. Fünf Minuten vor dem Ende war auch Adler chancenlos, ein Schuss von Jan Rosenthal traf aber nur den Pfosten.

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