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Serie A

  • 2. Mai 2015
  • • 18:00
  • • Stadio Comunale Luigi Ferraris, Genova
  • Schiedsrichter: P. Valeri
  • • Zuschauer: 22083
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ENDE
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Mit seinem 16. Liga-Tor in der laufenden Spielzeit erhöhrte Higuain (M.) für Napoli

Stürmisches Neapel überrennt Milan - Juventus ist Meister

Mit seinem 16. Liga-Tor in der laufenden Spielzeit erhöhrte Higuain (M.) für Napoli

AFP

In einer einseitigen Partie dominiert Napoli Inzaghis Milan. Lazio kann gegen Atalanta erst spät ausgleichen und Inter glänzt wenig, während Florenz Souveränität beweist.

Am 34. Spieltag der Serie A schlägt der SSC Neapel den  AC Milan und wahrt seine Champions-League-Chancen. Die Gastgeber brauchten bis zur 70.Minute, ehe Marek Hamsik, Gonzalo Higuain und Manolo Gabbiadini innerhalb von zehn Minuten alles klar machten. Unterdessen trotzte Atalanta Bergamo Lazio Rom ein 1:1-Unentschieden ab.

SSC Neapel - AC Milan 3:0 (0:0)

Tore: 1:0 Hamsik (70.), 2:0 Higuain (74.), 3:0 Gabbiadini (76.)

Fußball ist ein Präzisionssport. Diesen Umstand musste auch Neapel gegen den AC Milan auf die harte Tour lernen. Die Azzurri rannten vor 40.000 Zuschauern ab der ersten Minute auf das Tor der Rossoneri an und waren dem AC in nahezu allen Belangen überlegen. Das Problem: Die Pille wollte einfach nicht ins Netz. Dieser Makel machte sich gleich zu Beginn bemerkbar, als AC-Verteidiger Mazzoleni bereits in der 2. Minute  die Rote Karte sah, nachdem er Hamsik im Strafraum gelegt hatte.

Den fälligen Elfmeter von Gonzalo Higuain parierte Diego Lopez. Ab da begann der Einbahnstraßenfußball. Bis auf eine gute Chance von Bonaventura (38.) musste sich Milan den andauernden Offensivaktionen der Gastgeber erwehren und war im Grunde nur darauf aus, die Null über die Zeit zu bringen. Das gelang bis zur 70. Minute, ehe Hamsik die Süditaliener erlöste und zum absolut überfälligen 1:0 einschob. Zuvor waren er und seine Sturmkollegen reihenweise an Lopez und dem eigenen Unvermögen gescheitert.

Das Hamsik-Tor wirkte in der Folge wie das nötige Zielwasser und nur vier Minuten später erhöhte Higuain auf 2:0. Gabbiadini schraubte mit seinem Treffer in der 76. Minute das Ergebnis auf ein verdientes 3:0. Die folgenden Minuten konnte sich Napoli nun in Ruhe herunterspielenund bleibt damit weiter an Lazio dran. Milan bleibt weiter im Mittelfeld der Tabelle und blickt etwas ziellos in die letzten Wochen der Serie-A-Saison.

Atalanta Bergamo - Lazio Rom 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Biava (49.), 1:1 Parolo (77.)

Lazio – ohne den gelb-gesperrten Miroslav Klose - eröffnete mit starken Offensivszenen die Partie gegen Atalanta. Besonders Keita hätte mit seiner Großchance aus 20 Meter an den Pfosten (5.) für die Führung der Laziali sorgen müssen. Allerdings bissen sich die Norditaliener peu à peu in die Partie und stellten Torwart Marchetti immer wieder vor größere Pflichten. In der Schlussphase der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Kloses Teamkollegen hätten sich aber in einer flotten ersten Hälfte ob ihrer unerklärlichen Lethargie nicht über einen Rückstand beschweren dürfen.

Und als hätte Atalanta die Lazio-Defensive nicht genug gewarnt, markierte Altmeister Guiseppe Biava (49.) per Kopfball die Führung für die Bergamasca. Auch im weiteren Spielverlauf erarbeitete sich der Tabellen-17. gute Möglichkeiten heraus.

Erst im letzten Spieldrittel übernahm Lazio wieder vermehrt Spielanteile. In der Konsequenz beförderte Roms Mittelfeld-Motor Marco Parolo die Kugel per Seitfallzieher sehenswert ins Netz (78.). Am Ende konnten sich die Jungs von Lazio-Trainer Stefano Pioli vor allem bei ihrem Keeper Federico Marchetti bedanken, der das Remis mehrmals stark festhielt. Auch wenn Lazio am Ende nochmal drückte, können die Hauptstädter mit dem Punkt gut leben, durch den es Klose und Co. aber verpassen, Platz zwei zurückzuerobern.

Inter Mailand – Chievo Verona 0:0

Tore:  Fehlanzeige

Es war ein dominantes Inter, das in der ersten Hälfte das Spiel gegen die Gäste kontrollierte und zu mehreren Torchancen kam. Die beste Chance hatte dabei Mauro Icardi, der in der 19. Minute aber den Ball an den Pfosten köpfte. Die Nerazzurri versuchten weiter Druck aufzubauen, kamen aber nicht mehr zwingend vor das Tor oder scheiterten an einem starken Albano Bizarri.

In der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Chievo konzentrierte sich größtenteils aufs Verteidigen oder konnte sich nicht aus der eigenen Hälfte befreien. Inter hatte viel Ballbesitz, konnte diesen aber in nichts Zählbares ummünzen. Auch die Hereinnahme von Lukas Podolski und Xherdan Shaqiri änderte nichts daran.

Damit befindet sich Inter nach den Niederlagen der Genueser Klubs weiterhin drei Punkte hinter einem Europa-League-Platz. Der FC Turin, der einen Punkt weniger als die Mailänder auf dem Konto hat, spielt heute Abend gegen Empoli und könnte so einige Positionen nach oben klettern.

AC Florenz – AC Cesena 3:1 (2:0)

Tore:  1:0 J. Ilicic (32., FE), 2:0 J. Ilicic (35.), 3:0 A. Gilardino (56.), 3:1 A. Rodriguez (59.)

Die Partie hatte ihre erste Großchance schon nach zehn Minuten. Im Strafraumgewühl kam Ilicic zum Abschluss, aber auf der Linie konnte geklärt werden. Es war der Startschuss für eine komplette Serie an Möglichkeiten, doch der Fiorentina fehlte das Glück im Abschluss.

Dem 32-jährigen Gilardino gelang gegen Cesena sein zweiter Saisontreffer für die Viola

Passenderweise war es dann ein Elfmeterpfiff, der die Führung ermöglichte. Nach einem Foul an Borja Valero verwandelte Ilicic den fälligen Strafstoß (32.). Beflügelt davon netzte der Slowene gleich ein zweites Mal. Ein schneller Haken verschaffte ihm Platz am Sechszehnereck, von wo aus er den Ball an Federico Agliardi vorbei ins lange Eck schlenzte (35.). 

Nach dem Pausentee wirkte Cesena bemüht und spielte offensiver. Unbeeindruckt davon markierte Alberto Giliardino in der 56. Minute die Vorentscheidung für Florenz. Drei Minuten später keimte aber noch einmal Hoffnung bei den Seepferdchen auf, als Alejandro Rodriguez einen schönen Fernschuss an den Innenpfosten zirkelte (59.). Doch Florenz hielt dem Sturmlauf der Gäste stand und fuhr so einen souveränen Heimsieg ein.

AS Rom – FC Genua 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Doumbia (35.), 2:0 Florenzi (90.+3)

Das hätte sich Roma-Coach Rudi Garcia sicherlich schwieriger vorgestellt. Denn Gegner Genua kam mit gehörigem Selbstvertrauen ob der vier Siege in den letzten fünf Partien angereist. Von der Spielstärke wie jüngst gegen Milan (3:1) bekamen die Zuschauer im Stadio Olimpico aber wenig bis gar nichts zu sehen und so konnten die Champions-League-ambitionierten Römer einen sicheren 2:0 (1:0)- Heimsieg einfahren.

Nach einem mäßigen Beginn beider Teams übernahm die Roma Stück für Stück die Kontrolle über das Spiel und erzielte nach mehreren passablen Möglichkeiten in Person von Winter-Neuzugang Seydou Doumbia die verdiente 1:0-Pausenführung. Die feine Einzelleistung des Ivorers war das zweite Saisontor nach seinem Premierentor letzte Woche gegen Sassuolo.

Zu Beginn der zweiten Hälfte war oftmals Aggressivität das Mittel der Wahl. Ganze fünf Kartons in 15 Minuten verteilte Schiedsrichter Antonio Damato an die Akteure auf dem Platz. In der 65. Spielminute wurde es allerdings erstmal kritisch, als er Torosidis wegen einer Schwalbe im Strafraum fälschlicherweise die Gelbe Karte zeigte. Die Gäste aus Ligurien konnten auch im Fortlauf der Partie ihre Europa-League-Ambitionen unter keinen Umständen unterstreichen. Erst in den Schlussminuten wachte die Mannschaft von Gian Piero Gasperini etwas auf. Die Roma antwortete auf dieses Aufbegehren mit dem 2:0 durch Alessandro Florenzi (90.+3).

Sampdoria Genua - Juventus Turin 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Vidal (32.)

Der alte und neue italienische Meister zeigte ein Spiel, wie es nicht typischer für Juventus hätte sein können: Effizienz stand vor Schönheit. Für die Turiner galt es wie so häufig, hinten wenig zuzulassen und vorne die wenigen Torchancen zu nutzen.

Letzteres tat der Ex-Leverkusener Arturo Vidal in der 32. Spielminute: Nachdem Lichtsteiner von rechts völlig unbedrängt flanken durfte, fand der Ball den Chilenen, der komplett freistehend ins lange Eck köpfen konnte und so die Führung für die Alte Dame erzielte. Sampdoria versuchte in dieser Situation auf Abseits zu spielen, was aber deutlich misslang.

Kurz nach dem Rückstand waren die Gastgeber bemüht, den schnellen Ausgleich zu erzielen, konnten sich aber lange keine klare Torchance herausspielen. Erst nach einer guten Stunde wurde es brenzlig für Juventus: Bergessio bekam den Ball in den Lauf gespielt, konnte abschließen, doch Bonucci warf sich in aller letzter Sekunde dazwischen und rettete so die Führung. Sampdoria erhöhte anschließend weiter den Druck und hatte noch die eine oder andere Chance auf das 1:1. Aufseiten der Gäste hatte Tevez die mitunter beste Chance auf das zweite Tor für die Alte Dame (59.). Ein Remis wäre am Ende verdient gewesen, doch Juventus schaukelte den Sieg über die Zeit und konnte so den 31. Meistertitel unter Dach und Fach bringen.

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