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Serie A

  • 23. Februar 2014
  • • 15:00
  • • Stadio Comunale Luigi Ferraris, Genova
  • Schiedsrichter: D. Doveri
  • • Zuschauer: 23318
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ENDE
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Serie A: Florenz lässt wichtige Punkte liegen, Tevez entscheidet Turin-Derby

Der AC Florenz hat wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze eingebüßt. Miro Klose traf für Lazio und Juve gewann das Derby.

Rom. Dämpfer für Inter Mailand: Im Heimspiel gegen Cagliari kamen die Nerazzurri nicht über ein Remis hinaus. Der AC Milan hatte am 25. Spieltag der Serie A zuvor einen Auswärtssieg bei Sampdoria Genua eingefahren. Die AS Roma mühte sich beim FC Bologna  nach dem Tor von Radja Nainggolan (37.) zu einem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg. Die Römer sind damit seit numehr sieben Spielen ungeschlagen. An der Tabellenspitze steht aber weiterhin Juventus Turin. Carlos Tevez gelang das Goldene Tor im Derby gegen den FC Turin. Bei Lazio Roms Heimsieg traf Miroslav Klose.

FC Parma – AC Florenz 2:2 (1:1)

Tore: 1:0 Cassano (39.), 1:1 Cuadrado (41.), 2:1 Amauri (52./FE), Mati Fernandez (85.)

Gelb-Rot: Diakite (54.)

Rot: Mauri (90.+4), Borja Valero (90.+4)

Florenz dominierte die Partie von Beginn an und hatte wesentlich mehr Ballbesitz – einzig klare Torchancen wurden nicht herausgespielt. Kurz vor der Pause schockte Antonio Cassano die Toskaner, ehe fast im Gegenzug Juan Cuadrado postwendend für den Ausgleich sorgte.
In Hälfte zwei kam es dann zunächst knüppeldick für die Viola. Erst nutze Amauri einen zweifelhaften Strafstoß zur 2:1-Führung für Parma und dann flog auch noch Mobido Diakite mit Gelb-Rot vom Platz – das allerdings vollkommen zur Recht.
In der 59. Minute wurde dann endlich Mario Gomez eingewechselt, der bis zum Schluss allerdings blass blieb. Als alles nach einer Niederlage für den AC Florenz aussah, schlug die Stunde von Mati Fernandez. Der Chilene zirkelte kurz vor Schluss einen Freistoß unhaltbar ins Netz und sicherte der Fiorentina immerhin einen Punkt.  
Kurz vor dem Ende gab es dann noch einige hitzige Tumulte, bei denen Gianni Mauri (Parma) und Borja Valero (Florenz) vom Platz gestellt wurden.

Lazio Rom - Sassuolo Calcio 3:2 (1:0)

Tore: 1:0 Radu (37.), 1:1 Floccari (72.), 2:1 Klose (74.), 2:2 Floro Flores (79.), 3:2 Radu (83.)

Stefan Radu rettet Lazio! Der Rumäne beendete einen verrückten Shootout mit einer Flanke, die an Freund und Feind zum 3:2-Endstand ins Tor vorbeisegelte. Er hatte schon den Führungstreffer besorgt, als er nach einer zögerlichen Anfangsphase das Leder  aus knapp 30 Metern unhaltbar in den linken Knick knallte. Sein erstes und bis dahin einziges Tor hatte Radu fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor erzielt.

Dabei war zwischen Lazio und Sassuolo anfangs lange kaum etwas passiert. Dann überschlugen sich innerhalb von elf Minuten die Ereignisse. Ausgerechnet Sergio Floccari, Leihgabe aus Rom, traf zum Ausgleich für Sassuolo (72.), ehe der lange abgemeldete Miroslav Klose sich im direkten Gegenzug durchsetzte und zum 2:1 einschob. Fünf Minuten später dann der neuerliche Schock: Floro Flores trat aus 23 Metern zum Freistoß an und zirkelte den Ball sensationell ins linke Eck. Doch Radu beendete den Spuk mit seinem zweiten Tor.

Lazio hatte über 90 Minuten mehr vom Spiel, Chancen aber ergaben sich nur selten. Klose, der sich oft weit zurückfallen ließ, hatte eine der wenigen, vergab aber aus elf Metern um Zentimeter neben den linken Pfosten (57.).

Inter Mailand - Cagliari Calcio 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Pinilla (40./HE), 1:1 Rolando (51.)

Cagliari konnte in dieser Saison noch keines seiner zwölf Auswärtsspiele gewinnen, gegen Inter langte es immerhin zu einem verdienten Punkt. Nach dem Sieg in der letzten Woche gegen den Tabellennachbarn aus Florenz ist der Punktverlust gegen Kellerkind Cagliari ein herber Dämpfer für die Champions-League-Hoffnungen der Nerazzuri.

Die Mailänder spielten im Mittelfeld gefällig, entwickelten in der Offensive aber kaum Durchschlagskraft. Cagliari ging in der 40. Minute per Elfmeter in Führung: Ein Distanzschuss sprang Juan Jesus an die Hand, Mauricio Pinilla verwandelte sicher (40.).

Im zweiten Durchgang beschränkten sich die Gäste aufs Verteidigen. Weil Inter sich deutliche Feldvorteile erspielte, kam das Team von Walter Mazzarri kaum zu Chancen. Unter den Augen des unzufriedenen Klubbesitzers Erick Thorirs gelang den Gastgebern zumindest noch der Ausgleich: Rolando stocherte den Ball nach Kopfballvorlage von Maurizio Icardo ins Netz (51.).

Sampdoria Genua - AC Milan 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Taarabt (12.), 0:2 Rami (58.)

Rote Karte: Lopez (Genua, 73., Schiedsrichterbeleidigung)

Die Rossoneri stellen den Königsklassen-Blues schnell ab - vier Tage nach der bitteren Heimpleite gegen Atletico Madrid zeigte sich die Elf von Trainer Clarence Seedorf gut erholt. Schlüssel zum Erfolg in Genua waren dabei die Winter-Neuzugänge. Adel Taarabt (12.) und Adil Rami (58.) schossen den Sieg heraus und unterstrichen ihren Wert für die Lombarden, die noch ein wenig in Richtung Europa schielen dürfen.

Dabei hatte Milan durchaus Glück, schon mehr als eine halbe Stunde vor Schluss im sicheren Fahrwasser zu sein. Bei Ramis Kopfballtor sorgte der frühere Sampdoria-Profi Giampaolo Pazzini für Aufregung. Sein dem Treffer vorangegangenes Einsteigen gegen Keeper Angelo da Costa war mehr als grenzwertig, über eine Aberkennung des Tores hätten sich die Gäste nicht beschweren dürfen. Doppelt bitter für Genua: Kurz darauf verwehrte der Referee einen Strafstoß, ehe der kurz zuvor eingewechselte Maxi Lopez wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz flog und seine Mannschaft zusätzlich schwächte.

Unstrittig hingegen war die Halbzeitführung für Milan. Schon in der Frühphase des Spiels stellte Taarabt im zweiten Versuch nach einem abgewehrten Kopfball die Weichen im Stadio Luigi Ferraris auf Sieg. Es war bereits das zweite Tor für den Marokkaner im Rossoneri-Trikot. Die Gäste blieben auch danach das aktivere Team und erspielten sich über die gesamte Spieldauer deutliche Vorteile, auch wenn sie nicht immer zwingend spielten. Zudem ließ Milan sich durch die harte Gangart Sampdorias im zweiten Durchgang nicht aus der Ruhe bringen.

FC Bologna - AS Rom 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Nainggolan (37.)

Ein einziges Tor reichte dem Tabellenzweiten gegen den abstiegsbedrohten FC Bologna zum Sieg. Nach einer Flanke von Miralem Pjanic musste Radja Nainggolan den Ball nur noch über die Linie drücken (37.). Für den 25-jährigen Belgier war es der erste Treffer im Dress der Giallorossi, seitdem er im Winter aus Cagliari in die italienische Hauptstadt wechselte.

Dabei hätte der Sieg höher ausfallen können. Die Gäste erspielten sich von Beginn an ein Übergewicht und kamen durch Mattia Destro nach rund einer Viertelstunde zur ersten Chance. Der Angreifer traf jedoch nur den Pfosten. Dagegen verstärkten die Gastgeber erst nach dem Seitenwechsel ihr Bemühe. Die größte Gelegenheit vergab Andrea Montavani, dessen Kopfball neben dem Tor von Morgan de Sanctis landete.

Dass die Roma, bei der Daniele de Rossi für Kevin Strootman und erstmals der 19-jährige Alessio Romagnoli für den angeschlagenen Maicon aufliefen, zum siebten Mal in Folge ungeschlagen blieb, verdankte sie letztlich Lazaros Christodoulopoulos. Der Grieche köpfte in der Schlussphase aus kürzester Distanz vorbei.

Juventus Turin - FC Turin 1:0 (1:0)

Tore: 1:0 Tevez (30.)

Juventus Turin hat sich am 25. Spieltag der Serie A keine Blöße gegeben und einen Prestigeerfolg über den Stadtrivalen FC Turin gefeiert. Das 188. Derby della Mole ging mit 1:0 (1:0) an die Alte Dame. Carlos Tevez erzielte das einzige Tor des Abends im Juventus Stadium.

Torino geht wieder einmal mit leeren Händen aus einem Derby nach Hause. Auch im zehnten Anlauf gelang es den Granata nicht, dem großen Stadtnachbarn zumindest ein Gegentor einzuschenken. Seit mittlerweile über 900 Minuten wartet die sich in der Liga beachtlich schlagende Elf von Trainer Giampiero Ventura auf einen eigenen Treffer gegen Juventus. Dabei hatten die Gäste durchaus ihre Chancen auf den Torerfolg.

Kaputtes Tornetz 

Omar El Kaddouri verfehlte zunächst aus spitzer Lage nur knapp und traf das Außennetz (18.). Die Folge war kurios: Durch den Schuss riss die Aufhängung des Tornetzes, die Verantwortlichen hatten einige Mühe, das Loch zu flicken. Auch sorgten Freistöße aus gefährlicher Position durch ungestümes Einsteigen der Bianconeri wiederholt für Gefahr vor dem Tor von Gianluigi Buffon (41./64.). Bitter für die Gäste: In der 79. Minute verwehrte Referee Nicola Rizzoli einen berechtigen Strafstoß nach einem Foul von Andrea Pirlo an El Kaddouri.

Juve indes tat sich ungewohnt schwer vor dem Tor. Als Torino zunehmend stärker wurde - Kamil Glik hatte gerade um Zentimeter vergeben - stach die Conte-Elf aber zu. Carlos Tevez zeigte all seine Klasse nach Hereingabe von Kwadwo Asamoah, drehte sich bei der Ballannahme um die eigene Achse und schoss unhaltbar ein (30.). Abgesehen von diesem Geistesblitz lief auch im zweiten Durchgang nicht viel bei Juve zusammen. Torino versuchte noch einmal alles, doch es fehlte an Präzision und dem nötigen Glück, während Juve sich auf die Defensive beschränkte.

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