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UEFA Champions League

  • 6. November 2012
  • • 20:45
  • • Stade Constant Vanden Stock, Bruxelles (Brussel)
  • Schiedsrichter: A. Gautier
  • • Zuschauer: 16437
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ENDE
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Anderlecht besiegt nach leidenschaftlichem Spiel Zenit

Anderlecht besiegt nach leidenschaftlichem Spiel Zenit

Getty Images

Anderlecht schaffte das Kunststück, nach sechs Jahren das erste Tor in der Champions League zu schießen. Zenit spielte über weite Strecken einfach zu harmlos und zu statisch.

Brüssel. Am vierten Spieltag der Gruppe C in der Champions League standen sich im Brüsseler Stade Constant Vanden Stock mit dem RSC Anderlecht und Zenit St. Petersburg der Tabellenvierte und Tabellendritte gegenüber. Gerade für Anderlecht ging es in diesem Match bereits um Alles oder Nichts.

Druckvoller Start von Zenit in Brüssel

Zenit war sich sofort ab dem Anstoß der Bedeutung des Spieles bewusst und machte entsprechend Druck. Bereits nach vier Minuten gab es den ersten Eckball und in der 5. Minute musste Anderlecht hinten alles zeigen, um einen Schuss von Shirokov abzublocken. Nicolas Lombaerts versuchte es dann erneut und scheiterte ebenfalls. In der 17. Minute schockte Anderlecht dann Zenit. Wunderbar wurde am Strafraum der Doppelpass zwischen Kljestan und Mbokani gespielt und Mbokani fand sich blitzartig in einer 1-zu-1-Situation. Eiskalt behielt er gegen Malafeev die Nerven und netzte das Leder ganz souverän ein – 1:0. Damit war der vorherige Spielverlauf einigermaßen auf den Kopf gestellt.

Es wurde etwas ruppiger

Nach dem überraschenden Tor wurde die Gangart auf dem Platz etwas rauer, doch Anderlecht ließ nicht nach. In der 22. Minute verhinderte ein Abseitspfiff ein Tor der Belgier und in der 24. Minute wurde ein Distanzschuss von Massimo Bruno abgewehrt. In der 24. Minute waren es wieder die Belgier, die ihre Chance hatte. Milan Jovanovic scheiterte mit einem fulminanten Schuss. In der Folge verflachte das Spiel dann zusehends und viele kleine Fouls sorgten dafür, dass der Spielfluss ins Stocken geriet. Zenit agierte schlicht zu unkonzentriert und Anderlecht hielt tief stehend dagegen, ließ so kaum etwas zu. Zenit hatte zwar mit 56 Prozent die leicht höheren Spielanteile, machte daraus aber wenig und so ging es mit der Führung für die Belgier in die Pause.

Anderlecht weiter am Drücker

Dieudonne Mbokani steckte in der 48. Minute sehr fein auf Behrang Safari durch, aber der befand sich wenige Zentimeter im Abseits und somit war eine gute Chance zunichte gemacht. In der 52. Minute dann eine unschöne Aktion: Mbokani spielte sich auf links fein durch und Hubocan packte die Grätsche aus – Mbokani musste, weil er unglücklich gefallen war, behandelt werden. In der 57. Minute zeigte sich dann Witsel für Zenit, doch sein Schuss war zu unpräzise. Anderlecht hielt jedoch umgehend wieder dagegen und gerade Mbokani war es, der die Hintermannschaft von Zenit Mal um Mal düpierte – doch das ohne zählbaren Erfolg.

Spielt ebbte etwas ab

Anderlecht tat das Seinige dazu, dass das Spiel dann etwas verflachte. Zenit konnte und wollte nicht, Anderlecht musste mit der Führung im Rücken nicht. Da ließ es sich, auch wenn der Vorsprung nur ein Tor betrug, einigermaßen locker spielen. Anderlecht war einfach leidenschaftlicher bei der Sache, Zenit eher pomadig und statisch. Zenit fehlten am Ende einfach die spielerischen Mittel – oder war es doch nur das Fehlen von Hulk? – um Anderlecht das wichtige eine Tor einzunetzen.

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