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Primera Division

  • 5. April 2015
  • • 12:00
  • • Estadio Santiago Bernabéu, Madrid
  • Schiedsrichter: Jesús Gil
  • • Zuschauer: 71863
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ENDE
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Beinahe wären Neymar & Co. in Galizien gestolpert

Barcas Minimalisten halten Nine-Pack-Real auf Distanz

Beinahe wären Neymar & Co. in Galizien gestolpert

Getty Images

Barca holt in Vigo einen schmutzigen Dreier, während Real sich in einen Torrausch ballert. Valencia verschenkt indes den dritten Platz.

Der FC Barcelona setzte sich am 29. Spieltag der Primera Division minimalistisch bei Celta Vigo durch. Dank eines Treffers von Jeremy Mathieu (73.) feierten die Katalanen einen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg. Nicht über ein 0:0 gegen den FC Villareal war zuvor der FC Valencia hinausgekommen. Damit verpassen Skhodran Mustafi und Co. den Sprung zurück auf Platz drei.  Real Madrid hat indes gegen den FC Granada einen 9:1-Kantersieg gefeiert. Cristiano Ronaldo erzielte fünf Tore (30., 36., 38., 54., 90.). Zudem trafen Gareth Bale (25.) und Karim Benzema (52.,56.) Atletico Madrid hatte schon am Samstag beim FC Cordoba nicht viel Mühe. Die Rojiblancos entscheiden das Gastspiel beim Tabellenletzten locker mit 0:2 (0:2) für sich.

Celta Vigo - FC Barcelona 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Mathieu (73.)

Rote Karte: Orellana (88./Tätlichkeit)

Der Tabellenführer aus Barcelona  wollte auf Reals 9:1-Gala die richtige Antwort geben, hatte es bei Celta Vigo aber nicht annährend so leicht. Die Gastgeber hielten von Anfang an gut mit und hatten mehrere Möglichkeiten. Sie spielten teilweise ein Pressing mit sechs Spielern in der gegnerischen Hälfte, worauf Barca hektisch reagierte. Erfolgreiche Ballstafetten waren Mangelware, dementsprechend gab es auch kaum Chancen für die Katalanen. Dafür hätte es auf der Gegenseite fast eingeschlagen, als Larrivey (42.) nach einer Orellana-Flanke im Sechzehner frei zum Abschluss kam. Den schwierig zu nehmenden Ball setzte er aber deutlich über das Tor.  Letztendlich war das 0:0 zur Pause für Barca durchaus glücklich.

Auch der zweite Durchgang verlief zäh. Neymar versenkte zwar in der 47. Minute einen Schlenzer nach Rafinha-Steilpass, doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits. Die weiteren Bemühungen Barcas wurden von Celta im Keim erstickt, und die Gastgeber blieben obendrein selber gefährlich. In der 74. Minute musste Pique seine ganze Klasse gegen Charles zeigen, um den Rückstand zu verhindern.

Dafür traf eine Minute später Barca auf der anderen Seite ins Tor, bezeichnenderweise per Standard. Der zuvor eingewechselte Xavi flankte einen Freistoß aus halblinker Position auf den langen Pfosten, wo Matthieu mit einem sehenswerten Flugkopfball zum 1:0 traf.
Der Widerstand von Vigo war zwar nicht gebrochen, doch die Gastgeber blieben in der Folgezeit nach vorne harmlos. Zudem schwächten sie sich in Person von Orellana selbst. Dieser flog nach einer kuriosen Aktion vom Platz. Er hatte Barcas Busquets ein Stück Rasen an den Kopf geworfen, nachdem dieser sich bei einem Freistoß etwas zu viel Zeit ließ.

Nachdem Messi in der Nachspielzeit freistehend vor dem Tor die Entscheidung verpasste, blieb es am Ende bei einem hart erarbeiteten Sieg für die Katalanen, die damit weiterhin vier Punkte Vorsprung vor Verfolger Real Madrid haben. Das tapfer kämpfende Celta Vigo bleibt im gesicherten Mittelfeld der Tabelle auf Rang elf.

FC Valencia – FC Villareal 0:0

Tore: -

Eines zeichnete sich schon zur Halbzeit ab: Was Valencia und Villareal den Zuschauern im Mestalla boten, war definitiv kein Leckerbissen. Viele intensive Zweikämpfe standen wenigen Torchancen gegenüber. Am Ende gab's dafür die Quittung auf der Anzeigentafel.

Von der überzeugenden Spielweise der vergangenen Wochen war aufseiten der Gastgeber wenig zu sehen. Die Abwehr um Skhodran Mustafi stand zwar gewohnt sicher, nach vorne präsentierte sich der Champions-League-Aspirant aber weitestgehend einfallslos und wenig konstruktiv. So blieb die einzige Torchance im ersten Durchgang ein Freistoß von Villareals Dos Santos, den Diego Alves gerade noch parierte (20.).

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts an der Einfallslosigkeit beider Teams. Rodrigo hatte nach einer Slapstick-Szene im Villareal-Strafraum zwar die Möglichkeit zur glücklichen Führung, doch letztlich blieb auch dieser Versuch erfolglos (72.).

Während Mustafi und Co. den dritten Tabellenplatz somit an Atletico verlieren, hat Villareal als Sechster nach wie vor fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger Malaga.

Real Madrid – FC Granada 9:1 (4:0)

Tore: 1:0 Bale (25.), 2:0, 3:0, 4:0 Ronaldo (30., 36., 38.), 5:0 Benzema (52.), 6:0 Ronaldo (54.), 7:0 Benzema (56.), 7:1 Ibanez (74.), 8:1 Mainz (83., ET), 9:1 Ronaldo (90.)

Ein leichter Osterspaziergang zur Mittagszeit, mehr war der Sieg gegen Granada nicht für die Königlichen. Dabei hatte Real aus den vier Ligaspielen zuvor nur einen Sieg geholt. Aber Granada war zu keinem Zeitpunkt der Partie in der Lage, die Gastgeber zu fordern.

Der Auftritt der Andalusier glich einer Katastrophe. Granada spielte selbst nach dem klaren Rückstand zur Pause forsch nach vorne, um in einen Konter nach dem anderen zu laufen. Mehr als ein Lattenschuss von El-Arabi sprang aber nicht heraus. Von einer kompakten Defensive konnte keine Rede sein.

Die Fehler der Gegner nutzte Real für ein Schützenfest. Toni Kroos führte im Zentrum Regie und bereitete die Führung von Bale vor. Auch den ersten Treffer von Ronaldo leitete der Deutsche ein. Beim zweiten und dritten Treffer Ronaldos sah Granands Torhüter Oier nicht gut aus. Ronaldo erzielte den schnellsten Hattrick eines Real-Spielers seit 1992 – damals traf Fernando Hierro in sieben Minuten gegen Espanyol.

Ehrentreffer durch Ibanez

Nach dem Seitenwechsel durfte sich dann auch der dritte aus dem BBC-Sturm, Karim Benzema, in die Torschützenliste eintragen. Ronaldo traf auf Vorlage von Bale zum vierten Mal.

Trainer Carlo Ancelotti nahm in der Folge Kroos, Benzema und James Rodriguez, der ein ordentliches Comeback feierte, vom Platz. Die Wechsel und ein endlich etwas defensiver agierendes Granada stoppten den Torhagel. Den Andalusiern gelang nach einem Konter durch Robert Ibanez sogar noch ein Treffer.

Das zweite Tor Granadas durch Mainz war ein Eigentor, ehe Ronaldo mit seinem fünften Treffer den Schlusspunkt unter eine Partie setzte, die Real locker auch zweistellig hätte gewinnen können. Der Portugiese steht nach seinem Fünferpack nun bei 36 Saisontoren, Granada hat als Team 19 erzielt.

FC Cordoba - Atletico Madrid 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 Griezmann (5.), 0:2 Saul (39.)

Noch ist Cordoba nicht abgestiegen, doch was die Gastgeber gegen Atletico zeigten, war die Leistung einer Mannschaft, die sich aufgegeben hat. Mit neun Niederlagen im Nacken und dem Fehlen von drei Stammverteidigern waren die Gäste weitgehend ideenlos und schafften es zu keiner Zeit, die Rojiblancos an den Rand einer Niederlage zu bringen.

Schon nach fünf Minuten stellte Antoine Griezmann nach einem kurzen Sprint und einem schönen Wackler auf 1:0, noch in der zweiten Hälfte legte Saul Niguez (39.) das zweite Tor des Abends nach. Das Riesentalent verwandelte einen verlängerten Einwurf zur 2:0-Pausenführung.

In der zweiten Halbzeit passte sich Atletico den Gegnern an. Die Mannschaft von Diego Simeone wollte nicht, Cordoba konnte nicht. Dabei wäre ein wenig Mühe durchaus ertragreich sein können, traf Bebe (77.) doch aus 22 Metern dunbedrängt das Lattenkreuz und hätte verkürzen können. 

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