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UEFA Champions League

  • 2. April 2014
  • • 20:45
  • • Estadio Santiago Bernabéu, Madrid
  • Schiedsrichter: M. Clattenburg
  • • Zuschauer: 70089
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Nach dem Sieg steht Real Madrid mit einem Bein im Halbfinale

BVB benötigt nach Real-Pleite ein Wunder - Ronaldo auf Rekordjagd

Nach dem Sieg steht Real Madrid mit einem Bein im Halbfinale

Getty Images

Die Elf von Jürgen Klopp wehrt sich zu spät gegen den Ansturm der Königlichen und muss die vielen Fehler teuer bezahlen. Ronaldo, Bale und Isco glänzen.

Madrid. Im Dauerregen von Madrid versanken die Hoffnungen von Borussia Dortmund auf den erneuten Einzug ins Halbfinale der Champions League. Der deutsche Vizemeister verlor nach katastrophalen Abwehrfehlern und einer schlechten Chancenverwertung (0:2) gegen das Starensemble von Real Madrid, das seine Titelambitionen eindrucksvoll bestätigte, nachdem es im Achtelfinale bereits Schalke 04 (6:1 und 3:1) aus dem Wettbewerb geworfen hatte.

Der BVB benötigt nunmehr im Rückspiel am nächsten Dienstag ein noch höheres Ergebnis als beim 4:1-Sensationssieg im Halbfinal-Hinspiel des vergangenen Jahres.

Der 91 Millionen Euro teure Gareth Bale (3.) hatte für die frühe Führung der Königlichen gesorgt, bevor Isco (27.) traf und Cristiano Ronaldo (57.) mit seinem 14. Tor im laufenden Wettbewerb den Rekord von Lionel Messi (Saison 2011/12 für Barcelona) und José Altafini "Mazzola" (1962/63 für den AC Mailand) einstellte. Superstar Ronaldo musste in der 80. Minute den Platz aber angeschlagen verlassen.

BVB ohne sechs Stammkräfte

In einer Begegnung, in der die Rumpfmannschaft der Borussen ohne sechs Stammkräfte, darunter der gelbgesperrte Robert Lewandowski, lange Zeit keinen Zugriff bekam, verhinderte am Ende Torhüter Roman Weidenfeller eine noch höhere Niederlage gegen Real, das in dieser Verfassung eine Nummer zu groß für den BVB war. Allerdings verpassten es die Dortmunder, gegen die unsicher wirkende Abwehr der Gastgeber das wichtige Auswärtstor zu erzielen.



Die Borussen standen gerade auf dem Rasen des legendären Estadio Santiago Bernabeu, als sich der spanische Rekordmeister bei seinem ersten Angriffsversuch in den Strafraum kombinierte und Bale den Ball aus kurzer Distanz ins Dortmunder Gehäuse schob. Damit waren die taktischen Pläne des Vorjahresfialisten schon frühzeitig durchkreuzt.

Lange hatte Trainer Jürgen Klopp ein Geheimnis aus seinen Überlegungen für das Duell mit "der neben Bayern München weltbesten Mannschaft" gemacht. Doch zumindest die Aufstellung verriet keine Überraschung, da Pierre-Emerick Aubameyang in der Sturmspitze für Lewandowski mit seiner Schnelligkeit die Real-Defensive aufmischen sollte. Madrid musste auf Marcelo und kurzfristig auch auf den erkrankten Angel di Maria verzichten.

Real macht Dampf

Spielerisch blieben die Ausfälle der Gastgeber jedoch ohne Folgen. Die Madrilenen setzten nach und die BVB-Abwehr unter großen Druck. Einen Freistoß von Ronaldo aus 25 Metern parierte BVB-Keeper Roman Weidenfeller (12.) in Weltklasse-Manier.

Die Westfalen bemühten sich um Entlastung und eigene Angriffe, mit denen sie "Nadelstiche" setzen wollten. Doch das gelang in der ersten Halbzeit zu selten. Der Schock des frühen Gegentores wirkte noch etwa 15 Minuten nach, ehe sich der BVB besser auf das schnelle Kombinationsspiel der Gastgeber eingestellt hatte.



Isco bestraft BVB

Doch nach einem Ballverlust von Henrich Mchitarjan vor dem eigenen Strafraum, nutzte Isco die Chance mit einem Flachschuss zum 2:0. Wenig später entschärfte Weidenfeller erneut spektakulär einen Freistoß von Bale (31.). Ingesamt gewährte der BVB den technisch starken Königlichen zu viele Räume.

Coach Klopp dürfte seine Mannschaft in der Halbzeitpause neu justiert haben. Wesentlich wacher präsentierte sie sich nach dem Wiederanpfiff. Mehr Ballgewinne im Mittelfeld und einige erfolgversprechende Angriffe waren die Folge. Doch der Schuss ging prompt nach hinten los. Ronaldo traf in der Manier eines Torjägers nach einem schlimmen Fehlpass von Lukasz Piszczek eiskalt zum 3:0, in einer Phase, als sich der BVB aufmachte, den Anschlusstreffer zu erzwingen. Auch danach vergab Dortmund gute Möglichkeiten. Im Rückspiel fehlt Kapitän Sebastian Kehl nach seiner dritten Gelben Karte.

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