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International Champions Cup

  • 30. Juli 2014
  • • 03:15
  • • Cotton Bowl, Dallas, Texas
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ENDE
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ICC: Auch ManCity zerlegt Milan - United siegt erneut, Real nicht

Milan musste nach dem Olympiakos-Debakel die nächste böse Schlappe hinnehmen. Liverpool siegte dank Sterling. Van Gaal beflügelt United - Real enttäuschte erneut.

Berlin. Beim International Champions Cup in den USA musste der AC Milan nach dem Debakel gegen Olympiakos Piräus auch gegen Manchester City eine böse Schlappe hinnehmen. Der FC Liverpool siegte dank Raheem Sterling. Manchester United feierte unter Louis van Gaal den dritten Erfolg - gegen Inter fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen. Real Madrid verlor auch das letzte Spiel der Testspielreihe.

ALTMEISTER TOTTI HAT NICHTS VERLERNT
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Real Madrid – AS Rom 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Totti (58.)

Für den negativen Höhepunkt war Roms Seydou Keita schon vor dem Anpfiff verantwortlich. Keita verweigerte Real-Verteidiger Pepe den üblichen Handschlag und warf während der Partie eine Trinkflasche auf den Portugiesen. Hintergrund ist der Vorwurf des ehemaligen Barca-Akteurs, wonach Pepe ihn vor drei Jahren beim spanischen Supercup rassistisch beleidigt haben soll.

Real dominierte die Partie in Dallas von Beginn an: Bereits in der zweiten Minute hätte Verteidiger Sergio Ramos die Führung besorgen können, scheiterte jedoch mit einem Kopfball. Auch in der Folge agierte der Champions-League-Sieger deutlich offensiver und kam zu einigen Gelegenheiten. Die größte Chance auf den Führungstreffer vergab Lucas Vaquez wenige Minuten vor der Halbzeit: Seinen Schuss parierte Roma-Keeper Lukasz Skorupski glänzend, den Nachschuss von Pepe blockte Mehdi Benatia.

Nach dem Seitenwechsel kam auch der italienische Vizemeister vor über 57.000 Zuschauern besser ins Spiel und wusste die erste Chance gleich zu nutzen. Mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz traf Roma-Legende Francesco Totti unhaltbar für Diego Lopez zur Führung. Lediglich eine Minute später hätte Miralem Pjanic aus ähnlicher Distanz auf 2:0 erhöhen können, sein Schuss ging jedoch knapp neben das Tor.

In der Folge wechselten beide Trainer munter durch, was dem Spielniveau deutlich anzumerken war. Zählbares passierte nicht mehr. Einige Zuschauer, die in den Schlussminuten das Spielfeld stürmten, sorgten noch einmal für Aufregung, dann war Schluss.

VAN GAAL DARF ERNEUT JUBELN
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Manchester United – Inter Mailand 5:3 n.E. (0:0)

Manchester United hat unter seinem neuen Trainer Louis van Gaal auch das dritte Spiel des International Champions Cups siegreich absolviert. Gegen Inter Mailand musste der englische Rekordmeister allerdings ins Elfmeterschießen.

Bereits in der Anfangsphase hätten die Engländer vor über 61.000 Zuschauern in Washington D.C. in Führung gehen müssen, Phil Jones scheiterte per Kopf nach einer Ecke von Juan Mata. Auch fortan beherrschten Rooney und Co. die Partie, zeigten phasenweise begeisternden Offensivfußball, lediglich ein Tor fehlte.

Zum zweiten Durchgang wechselte van Gaal kräftig durch, ganze acht Spieler brachte der Niederländer für die zweiten 45 Minuten. Dem Spielfluss der Red Devils tat dies keinen Abbruch. Weiter agierte nur eine Mannschaft, doch auch der zweite Durchgang blieb torlos, sodass der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt wurde.

Dort wurde Inters Marco Andreolli zur tragischen Figur: Der 28-Jährige scheiterte als vierter Schütze an der Latte, bis dato hatten alle Spieler verwandelt. Zum entscheidenden Elfmeter für United trat Darren Fletcher an und traf sicher zum Sieg. 

MANCITY ÜBERROLLT MILAN
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Manchester City - AC Milan 5:1 (4:1)

Tore: 1:0 Jovetic (12.), 2:0 Sinclair (14.), 3:0 Navas (23.), 4:0 Iheanacho (26.), 4:1 Muntari (43.), 5:1 Jovetic (58.)

Ganze 26 Minuten benötigte der englische Meister, um die Partie gegen die Italiener, die schon zum Turnierauftakt eine 0:3-Abfuhr von Olympiakos bezogen hatten, zu entscheiden.

Nach Treffern von Stevan Jovetic, Scott Sinclair, Jesus Navas und dem erst 17-jährigen Nigerianer Kelechi Iheanacho stand es 4:0 für City gegen ein völlig indisponiertes Milan. Erinnerungen wurden wach an das Match der beiden beim Audi Cup in München im vergangenen Sommer, als City nach einer halben Stunde gar 5:0 führte.

Sulley Muntari gestaltete das Debakel für die Rossoneri kurz vor der Pause aber etwas erträglicher, ehe ein heftiges Gewitter über dem Heinz Field in Pittsburgh für eine lange Unterbrechung sorgte. Um fast eine halbe Stunde verzögerte sich der Anpfiff zur zweiten Halbzeit, in der Jovetic mit seinem zweiten Treffer für den Endstand sorgte.

Für Milan ist das Thema Gruppensieg nach zwei heftigen Pleiten schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen Liverpool erledigt. City bekommt es noch mit den Reds und Olympiakos zu tun.

STERLING IN MÜLLER-MANIER
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FC Liverpool - Olympiakos Piräus 1:0 (1:0)

Tore: 1:0 Sterling (6.)

Ein frühes Tor von Youngster Raheem Sterling hat dem FC Liverpool einen Start nach Maß in den International Champions Cup beschert. Bei fast 30 Grad im Soldier Field in Chicago bestimmte der englische Vizemeister gegen den griechischen Titelträger von Beginn an Spiel und Tempo. Auffällig war, wie gut das Offensiv-Trio mit Sterling, Daniel Sturridge und Neuzugang Lazar Markovic, der sein Debüt im Reds-Trikot gab, schon harmonierte und die Olympiakos-Abwehr von einer Verlegenheit in die nächste stürzte. Etwas Glück war beim goldenen Tor aber auch dabei: Ein misslungener Schussversuch von Sturridge gelangte über Eric Abidal eher zufällig zu Sterling, der reaktionsschnell aus kurzer Distanz einschoss.

Liverpool hätte das Ergebnis durchaus deutlicher gestalten können, nutzte seine Chancen jedoch nur unzureichend. Das hätte sich beinahe gerächt, doch Gevorg Ghazaryan traf in der 50. Minute nur die Latte.

Die Reds, bei denen der Ex-Leverkusener und Ex-Münchener Emre Can in der Startelf stand und eine solide Leistung auf der Halbposition im Mittelfeld zeigte, trifft im Rahmen des ICC noch auf Manchester City und den AC Milan. Olympiakos, das zum Auftakt einen überzeugenden 3:0-Erfolg über Milan feierte, bekommt es noch mit ManCity zu tun.

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