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Serie A

  • 27. Oktober 2013
  • • 15:00
  • • Stadio Ennio Tardini, Parma
  • Schiedsrichter: P. Valeri
  • • Zuschauer: 16686
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ENDE
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Miroslav Klose war entscheidend am Sieg von Lazio gegen Cagliari beteiligt

Serie A: Joker Klose lässt Lazio jubeln - Roma marschiert weiter

Miroslav Klose war entscheidend am Sieg von Lazio gegen Cagliari beteiligt

Getty Images

Lazio schlägt Cagliari. Lange tat sich nichts, dann wurde Miroslav Klose eingewechselt und entschied die Partie. Der AS Rom hatte zuvor einen neuen Rekord aufgestellt.

Mailand. Lazio Rom besiegt Cagliari Calcio vor allem dank eines starken Miroslav Klose. Der AS Rom bleibt mit einem 1:0-Erfolg bei Udinese weiter an der Tabellenspitze und wahrte seine weiße Weste. Der SSC Neapel hat sich souverän, allerdings durch zwei Elfmeter, gegen Turin durchgesetzt. Turins Stadtrivale Juventus schlug unterdessen Genua mit 2:0. Die Fiorentina siegte bei Chievo Verona, während Inter Mailand bereits gestern nach drei sieglosen Spielen gegen den formstarken Aufsteiger Hellas Verona endlich wieder gewinnen konnte.

Lazio Rom - Cagliari Calcio 2:0 (0:0) 

Tore: 1:0 Klose (52.), 2:0 Candreva (55./ Foulelfmeter)

In Rom begann die Partie ohne Miroslav Klose, der aufgrund von Beschwerden am rechten Fuß und am Rücken zunächst nur auf der Bank saß. Von dort beobachtete er  eine enttäuschende erste Hälfte der Hausherren, die gegen Cagliari keine einzige gefährliche Aktion zu Stande brachten. Da auch Cagliari nur einmal durch einen Schuss von Cabrera gefährlich wurde, gingen beide Mannschaften mit einem torlosen Remis in die Pause.

Kurz nach der Halbzeit änderte sich die Partie jedoch komplett. Der zur Halbzeit eingewechselte Klose besorgte mit der ersten nennenswerten Chance der Hausherren aus kurzer Distanz per Kopf das 1:0 (52.). Nur drei Minuten später war es erneut der Deutsche, der von Pisano im Strafraum nur per Foul zu stoppen war. Den fälligen Elfmeter verwandelte Candreva souverän zum 2:0 (55.).

In der Folge kontrollierten die Hausherren die Partie und hätten die Führung sogar beinahe noch durch einen Klose-Kopfball ausgebaut. Cagliari war durch den Doppelschlag der Laziali geschockt und schaffte es in der Folge nicht mehr, an der Führung der Römer zu rütteln. Für Lazio sprang nach fünf Spielen ohne Sieg endlich wieder ein Dreier heraus.


Udinese Calcio - AS Roma 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Bradley (83.)

Gelb-Rot: Maicon (66./wiederholtes Foulspiel/Rom)

Neuntes Spiel, neunter Sieg und nur ein einziges Gegentor kassiert: Der AS Rom ist derzeit nicht zu stoppen. Dabei versteckte sich Udinese nicht und kam so gleich nach drei gespielten Minuten zur ersten richtig guten Chance. Luis Muriel zog aus halbrechter Position ansatzlos ab und setzte den Ball an den Pfosten.

Erst nach einer halben Stunde wurde der Spitzenreiter besser. Zuerst scheiterte Miralem Pjanic am Torhüter, anschließend traf Marco Borriello die Latte. Doch auch die Gastgeber blieben gefährlich - Gabriel Silva setzte den Ball erneut an den Pfosten. Das Spiel verlor sich im zweiten Durchgang im Mittelfeld mit vielen Fouls und einfachen Ballverlusten.

Chancen gab es auf beiden Seiten nicht. Selbst die Gelb-Rote Karte für Maicon nach Foulspiel an Antonio di Natale konnte dem Spiel nicht den entscheidenden Kick geben. Erst kurz vor Ende der Partie erzielte Michael Bradley das goldene Tor für die Roma. Kevin Strootman und Daniele de Rossi spielten sich im Mittelfeld frei, der Niederländer legte quer und Bradley traf aus gut 20 Metern zur überraschenden Führung.

FC Parma – AC Milan 3:2 (2:0)

Tore: 1:0 Parolo (10.), 2:0 Cassano (45.), 2:1 Matri (61.), 2:2 Silvestre (63.), 3:2 Parolo (94.)

In Parma sahen die Zuschauer gleich von Anfang an ein interessantes, offensives Spiel. Nach einigen halbgaren Möglichkeiten für Milan gingen die Gastgeber durchaus verdient in Führung. Kevin Constant ließ Jonathan Biabiany frei flanken, Marco Parolo nutzte die allgemeine Verwirrung im Strafraum eiskalt zum 1:0.

Auch nach dem Treffer veränderte sich das Geschehen nicht. Parma spielte bemerkenswert ruhig und konzentriert im Spielaufbau, Milan schien sich nicht ordnen zu können. Die fast schon logische Konsequenz war schließlich der Treffer von Antonio Cassano in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Erneut ging es über die rechte Seite und den starken Biabiany zum Ex-Milan-Stürmer, der aus zentraler Position einschoss.

Auch in der zweiten Hälfte startete Parma besser und vergab gute Möglichkeiten zum 3:0, aber ein Doppelschlag von Matri und Silvestre innerhalb von zwei Minuten drehte das Spiel. Die Mannschaft von Massimo Allegri drückte nun zwar auf das Führungstor und übernahm die Kontrolle über das Spiel, kam gegen das plötzlich sehr defensiv und kompakt auftretende Parma jedoch nur zu wenigen Chancen. In der 94. Minute nahm sich Marco Parolo ein Herz und überwand den zuvor überragenden Gabriel mit einem Sonntagsschuss zum 3:2-Endstand. Trainer Massimiliano Allegri dürfte spätestens nach diesem Spiel zur Diskussion stehen.
 


Juventus Turin - CFC Genua 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Vidal (23./Foulelfmeter), 2:0 Tevez (35.)

Juventus ist wieder auf Kurs. Nach den jüngsten Pleiten gegen Florenz in der Liga und Real Madrid auf internationalem Parkett lastete im Vorfeld des Genua-Spiels durchaus Druck auf der Conte-Elf, die diesen aber mit einem überzeugenden 2:0-Sieg beantwortete. Vor 33.000 Zuschauern im Juventus Stadium waren die Gastgeber spürbar um Wiedergutmachung bemüht. Die Conte-Elf verschob von Beginn an konsequent in die Hälfte der Gäste, der erste Treffer war nur eine Frage der Zeit.

Arturo Vidal scheiterte aus der Distanz noch am Querbalken, machte es aber kurz darauf mit einem verwandelten Strafstoß nach Foul an Kwadwo Asamoah besser. Bitter für Kellerkind Genua: Davide Biondini legte den Ghanaer knapp außerhalb der Gefahrenzone, Referee Daniele Doveri lag mit seiner Elfer-Entscheidung falsch. Auf definitiv unstrittige Weise wurde Mattia Perin dann beim bereits vorentscheidenden 2:0 überwunden. Mauricio Islas Hereingabe fand Carlos Tevez im Zentrum, der aus vollem Lauf unhaltbar abschloss.

Im zweiten Durchgang nahm Juve etwas das Tempo aus der Partie, der Dominanz der Hausherren tat das aber keinen Abbruch. Turin wirkte jederzeit in der Lage, mehrere Gänge hochschalten und das dritte Tor nachlegen zu können. Genuas überschaubare Performance bot aber keinen Grund, den Schongang verlassen zu müssen. Juve schließt mit dem Sieg wieder zu Neapel auf Rang zwei auf (beide 22 Punkte).
 
 

SSC Neapel – FC Turin 2:0 (2:0)

Tore: 1:0, 2:0 Higuain (13./FE, 32./HE)
Rote Karte: Basha (86./Notbremse)

Die Anfangsphase gehörte wie erwartet dem Gastgeber. Die Neapolitaner verloren die Bälle allerdings oft an die gut gestaffelte Abwehr der Turiner, welche daraufhin versuchten über schnelle Konter zum Abschluss zu kommen. Erst nach einer guten Viertelstunde knackte der aktive Dries Mertens das erste Mal die Abwehr der Gäste, wurde allerdings im Strafraum von Nicola Bellomo zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Gonzalo Higuain sicher zur Führung.

Anschließend rückten die Turiner weiter nach vorne und versuchten selbst in die Offensive zu gehen, was vor allem Chancen von Neapel zur Folge hatte. Jedoch musste erneut ein Elfmeter herhalten, um die Führung auszubauen: Diesmal verwandelte Higuain nach einem Handspiel von Kamil Glik.

In der zweiten Halbzeit änderten auch drei frühe Wechsel beim FC Turin nichts am Ablauf des Spiels. Neapel bestimmte weiter die Partie und ließ den Gästen kaum Chancen zu etwaigen Offensivausflügen, schaffte es aber auch selbst nicht, den Ball ein drittes Mal im Tor unterzubringen.

Das eigentlich sehr faire Spiel wurde kurz vor Schluss doch noch einmal hektisch, als der eingewechselte Migjen Basha nach einer Notbremse an Goran Pandev die Rote Karte sah. Aus dem Freistoß resultierte die vielleicht beste Kontermöglichkeit für die Gäste, es blieb aber beim 2:0. Damit kommt Napoli bei einem Spiel mehr bis auf zwei Punkte an Tabellenführer AS Rom heran.
 
 

Inter Mailand - Hellas Verona 4:2 (3:1) 

Tore: 1:0 Moras (10./Eigentor), 2:0 Palacio (12.), 2:1 Martinho (33.), 3:1 Cambiasso (38.), 4:1 Rolando (56.), 4:2 Romulo (71.)

Schon nach zwölf Minuten lag Inter nach einem Eigentor von Vangelis Moras sowie einem Treffer des bestens aufgelegten Rodrigo Palacio mit 2:0 vorn. Auch in der Folge ließen die Mailänder nicht locker und ließen den sensationell gestarteten Aufsteiger kaum ins Spiel kommen.

Nach einem blitzschnellen Konter aus dem Nichts, der von Raphael Martinho abgeschlossen wurde, durfte Verona für kurze Zeit hoffen. Nur fünf Minuten später sorgte Esteban Cambiasso allerdings wieder für den alten Abstand und die Lombarden gingen mit einer absolut verdienten 3:1-Führung in die Pause.

Danach machte Inter vorerst genauso weiter. Einen Distanzschuss von Guarin konnte Rafael gerade noch abwehren, wenige später machte es Innenverteidiger Rolando nach einer Ecke besser.Verona wollte sich so leicht aber nicht geschlagen geben und bekam durch einen Treffer von Romulo, der ebenfalls überraschend kam, auf einen Schlag wieder Aufwind.

Luca Toni traf sogar zum Anschluss, seine Aktion wurde jedoch wegen eines vermeintlichen Stürmerfouls abgepfiffen. Inter hätte das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst entschieden haben müssen, trotzdem dürfte die Freude ob der gezeigten Leistung überwiegen. Durch den Sieg tauschen sie den Tabellenplatz mit Verona.

 

Chievo Verona - AC Florenz 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 Cesar (13.), 1:1 Cuadrado (45.), 1:2 Cuadrado (64.)

Florenz reist aus Verona mit drei Punkten, aber auch einem tiefblauen Auge nach Hause. Matchwinner beim hart erkämpften 2:1-Sieg war Juan Cuadrado, der mit einem Doppelpack den schmeichelhaften Dreier sicherte. Dabei dauerte es zunächst keine Viertelstunde, da wurde die haushoch favorisierte Fiorentina mit der kalten Dusche überrascht. Bei einer Hereingabe aus dem Halbfeld profitierte Bostjan Cesar von der kollektiven Schlafmützigkeit der Viola-Defensive und köpfte unbedrängt zur überraschenden Führung für die Hausherren ein.

Die Elf von Vincenzo Montella suchte danach vergeblich nach dem Gegenmittel gegen die massierte Defensive der Gialloblu, die sich verständlicherweise weit zurückzogen. Die Gäste aus der Toskana bissen sich förmlich die Zähne aus. Mit sichtbaren Folgen: Frustfouls, Rudelbildung, zunehmendes Lamentieren - Florenz zeigte Nerven. Alles sah nach Pausenführung für Chievo aus, doch ein beherztes Solo mit trockenem Abschluss von Cuadrado sorgte noch vor dem Pfiff für Aufatmen im Viola-Lager.

Die zweiten 45 Minuten lebten dann mehr von der Spannung als von spielerischem Glanz. Es bedurfte erneut einer guten Cuadrado-Aktion, um das Spiel zu drehen. Der Kolumbianer leitete das 2:1 mit einem schönen Doppelpass ein, stieß in den Sechzehner vor und schloss mustergültig ab. Es passte ins Bild, dass er sich direkt nach seinem Torabschluss ohne Fremdeinwirkung scheinbar schwer am Knie verletzte und abtransportiert werden musste, eine gute Minute später aber wieder aufs Feld zurückkehrte. Ein glimpflich ausgegangener Nachmittag für Florenz.

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